Jeden Tag Bewegung
Sportlich zu mehr Wohlbefinden in jedem Alter
Bewegungsmuffel mögen es gemütlich und scheuen die Anstrengung. Wer den Muffel jedoch zu Hause lässt und sich regelmäßig sportlich betätigt, wird reichlich belohnt.
Klar - wer die Wahl hat zwischen der bequemen Couch und einer Familienpackung Chips auf der einen und den Joggingschuhen auf der anderen Seite, der tut sich schwer mit sportlichen Vorhaben. Wer geht schon freiwillig bei Wind und Wetter vor die Tür oder ins viel zu ferne Fitnessstudio, wenn das heimelige Glück lockt. Ganz einfach: Jeder, der etwas gegen das Alter und seine Gebrechen tun oder sich einfach wohl in seiner Haut fühlen möchte.
Wunderwaffe Sport
Sport lohnt sich gleich mehrfach. Wer es dreimal pro Woche von der Couch herunter und hinein ins Fitnessstudio, in die Joggingschuhe oder aufs Fahrrad schafft, verringert sein Risiko für Zivilisationskrankheiten wie Diabetes und Herz- und Kreislauferkrankungen deutlich. Auch das Immunsystem profitiert vom regelmäßigen Training und belohnt uns mit einer robusten Gesundheit.
Schweißtreibender Körpereinsatz zahlt sich auch im Kampf gegen das Altern aus. Eine niederländische Studie konnte belegen, dass 30 Minuten Bewegung am Tag der größte Garant für ein längeres Leben ist. Um stolze 37% verringert sich das Sterberisiko eines Sportlers, auch wenn sich die biologische Uhr nicht zurückdrehen lässt.
Durch Sport bleiben Muskeln und Knochen in Bewegung, was einer Osteoporose oder Arthrose vorbeugt. Die Bewegung kurbelt zudem den Stoffwechsel an und beeinflusst so nicht nur die Cholesterinwerte und den Blutzuckerspiegel positiv, sondern sorgt obendrein für purzelnde Pfunde und eine schlanke Taille. Eine trainierte Muskulatur wirkt außerdem wie ein Stützkorsett und senkt Rücken- und Gelenkbeschwerden.
Auch das Gehirn freut sich über sportliche Betätigung, denn Training hält das Köpfchen fit und bewahrt Denkleistung und Konzentrationsfähigkeit bis ins hohe Alter. Und wer jetzt immer noch nicht überzeugt ist und auf den vollen Terminkalender verweist, dem sei gesagt, dass Sport gute Laune zaubert, Depressionen und Abgeschlagenheit vertreibt und eine Wunderwaffe im Kampf gegen Stress ist.
Großer Nutzen bei kleinem Aufwand
Niemand muss zum Supersportler werden, um von den positiven Wirkungen des Sports zu profitieren. Gerade wenn Sie bisher lieber die Couch gehütet haben, als sich sportlich zu betätigen, sollten Sie es langsam angehen lassen. Bewegungsexperten der Krankenkassen raten: "Wenn man sich nicht zuviel vornimmt, ist der Anfang gar nicht so schwer. Man sollte klein anfangen und langsam seine Leistungen steigern - das ist nicht nur viel realistischer, sondern für Herz- und Kreislauf auch viel gesünder."
Am Anfang genügt es, sich zwei- bis dreimal in der Woche für etwa 30 Minuten zu bewegen. Für ein behutsames Training eignen sind Nordic Walking, Radfahren, Laufen und Schwimmen. Die Ausdauer lässt sich am besten an frischer Luft trainieren. Das versorgt den Körper zusätzlich mit Sauerstoff und garantiert eine Extraportion gute Laune.
Damit der Körper langsam in Schwung kommt und man eine Überlastung vermeidet, empfiehlt Beata Helbig das sogenannte "Pulsen". Dies heißt, dass man mithilfe einer Pulsuhr seine Herzfrequenz im Blick behält. Zu viel ist es, wenn der Körper häufig an seinen Maximalpuls gebracht wird - das ist bei einem vierzigjährigen Mann ein Puls von 180 Schlägen pro Minute. Der Körper soll gerade so weit belastet werden, bis er an seine Fettverbrennungsgrenze gelangt. Auf diese Weise purzeln überflüssige Pfunde und die Muskeln werden aufgebaut, ohne dass man sich überanstrengt.
Wichtig für alle Sportler: Nach der sportlichen Belastung den Körper immer sanft abkühlen und sich noch drei Minuten langsam weiterbewegen.









