Fitnessstudio
Mancher Sport ist für den Rücken Mord
"Sport ist gesund" - für den Rücken gilt dieses Motto nur bedingt. Denn es gibt eine ganze Reihe von Bewegungen, die Gift für die Wirbelsäule sind - besonders für die vorgeschädigte. Doch welche Sportarten sind für Rückenkranke geeignet? Grundsätzlich gilt: Fast jede, bei der die Wirbelsäule weitgehend gerade gehalten wird.
Abrupte Drehungen, gebeugte Haltung und Hohlkreuz können zu Rückenschäden und Schmerzen führen. Wer bereits Rückenprobleme hat, sollte mit seinem Arzt sprechen, bevor er sich für eine Sportart entscheidet.
Was der Wirbelsäule gut tut
Fußball be- und entlastet die Wirbelsäule permanent durch den steten Wechsel zwischen Stehen, Gehen und Laufen. Das fördert die Ernährung der Bandscheiben, die zwischen den einzelnen Wirbelkörpern liegen. Vor allem beim Zweikampf aber ist die Verletzungsgefahr groß, da hier die Wirbelsäule oft überstreckt und verdreht wird. Trotzdem gehört Fußball zu den eher rückenfreundlichen Sportarten, vorausgesetzt die Spieler wärmen sich gut auf.
Schwimmen ist für Rückenpatienten besonders empfehlenswert: Es trainiert neben der Ausdauer auch die Rückenmuskeln. Ein weiterer Vorteil: Schwimmen reduziert die Schwerkraft. Das entlastet die Gelenke und Bandscheiben. Wichtig ist allerdings der Schwimmstil: Delphin- und Brustschwimmen führen zu Hohlkreuz und einer Überstreckung der Halswirbelsäule. Rückenschwimmen dagegen ist optimal für die Wirbelsäule.
Skilanglauf gehört zu den perfekten Rückensportarten. Die Wirbelsäule wird in der Regel nicht gestaucht, schädliche Drehbewegungen und Überstreckungen sind selten. Wer trotz Rückenproblemen nicht auf Wintersport verzichten möchte, sollte es deshalb mit Skilanglauf versuchen.
Joggen hat sämtliche Vorteile des Skilanglaufs, denn der Rücken wird gerade gehalten. Eines ist jedoch zu bedenken: Asphalt ist zu hart zum Laufen. Harter oder unebener Untergrund kann die Wirbelsäule stauchen. Sowohl Strecke als auch Schuhe sollten Jogger deshalb sorgfältig auswählen.
Kraftsport kann helfen, Defizite der Rumpfmuskulatur zu beseitigen. Bei Rückenschäden ist ein Arztbesuch vor Trainingsbeginn ein Muss. Auch sollte der Patient sämtliche Kraftsportübungen unter Anleitung von Experten (Arzt, Physiotherapeut) aufeinander abstimmen. Grundsätzlich sind nur Fitnessstudios mit qualifiziertem Personal zu empfehlen.
Freizeitspaß mit Nebenwirkungen
Reiten ist für die Wirbelsäule verträglich - vorausgesetzt der Reiter hat Kondition, kräftige Rückenmuskeln und ein gutes Verhältnis zu seinem Pferd. Dann halten sich die Stauchungen in Grenzen. Wer allerdings nur ab und an reitet und nicht "fest im Sattel sitzt", schadet seinem Rücken.
Gift für den Rücken: Drehungen und Stauchungen
Tennis gehört mit seinen ruckartigen Stopp- und Drehbewegungen zu den rückenschädlichen Sportarten. Besonders beim Aufschlag belastet die schnelle Rumpf-Rotation erheblich. Nur Profis beherrschen eine Aufschlag-Technik, die den Rücken nicht schädigt. Rückenkranke sollten Tennis deshalb nur in Maßen spielen, am besten aber gar nicht.
Auch das alpine Skifahren zieht den Rücken in Mitleidenschaft. Die Buckelpiste staucht die Wirbelsäule heftig. Wer Slalom fährt, setzt den Rücken starken Rotationsbelastungen aus.
Viele Menschen fahren zudem nur ein- oder zweimal im Jahr Ski und haben deshalb massive Defizite in Kondition und Technik. Das provoziert Verletzungen besonders am Rücken.









