Anti-Aging
Sportliche Menschen bleiben länger jung
Menschen, die ihr Leben lang rege und körperlich aktiv sind, bleiben besonders lange jung. Denn Fitness kann die Alterungsprozesse auf zellulärer Ebene aufhalten.
Wer über Jahre hinweg aktiv lebt, hat jüngere Zellen als Altersgenossen, die lieber eine ruhige Kugel schieben. Zu diesem Ergebnis kamen unlängst Forscher der Universität Homburg. Bei ihren Untersuchungen konzentrierten sie sich auf die Telomere der Zellen. Telomere sitzen an den Enden der Chromosomen und stabilisieren das Erbgut. Bei jeder Zellteilung werden sie ein kleines Stück kürzer, weshalb sie das Alter einer Zelle anzeigen können. Unterschreiten die Telomere eine gewisse Länge, stirbt die Zelle ab. Dieser Effekt kann durch das Enzym Telomerase aufgehalten werden, weshalb Anti-Aging-Forscher seit Jahren intensiv an Wegen suchen, mit denen sich das Enzym aktivieren lässt.
Das Forscherteam um Ulrich Laufs fand heraus, dass passionierter Hobbysportler längere Telomere besitzen als Gleichaltrige, die sich selten oder nie sportlich verausgaben. Für die Wissenschaft ließen 32 Läufer des deutschen Leichtathletikteams, einige Hobby-Langstreckenläufer sowie eine Kontrollgruppe gesunder, jedoch unsportlicher Probanden Blut. Die Forscher isolierten weiße Blutzellen und maßen die Länge der Telomere. Außerdem unterzogen sich die Teilnehmer beider Gruppen Herzleistungstests.
Die Forscher stellten fest, dass intensiver Sport, der über Jahre betrieben wird, die Aktivität des Enzyms Telomerase anregt. Das Enzym wiederum verhindert, dass die Telomere abgebaut werden und verzögert auf diesem Wege die Alterungsprozesse der Zellen. Dieser verjüngende Effekt konnte an Leukozyten beobachtet werden. Es handelt sich hierbei um einen Typ von Zellen, der wichtig für die Krankheitsabwehr ist. Ulrich Laufs erläutert: "Wir konnten einen direkten Nachweis für den Anti-Aging-Effekt von Sport erbringen. Bewegung verhindert das schnelle Altern des Herz-Kreislaufsystems und somit altersbedingte Erkrankungen."









