Tipps gegen die Winterkälte
Schluss mit tiefgefrorenen Füßen und Händen
Viele Frauen schlagen sich gerade im Winter mit kalten Füßen und Händen herum. Es gibt jedoch hilfreiche Maßnahmen, mit denen das ständige Frieren ein Ende hat.
Bei einigen Männern und etwa jeder fünften Frau ist das eiskalte Händchen Dauergast. Im Winter fröstelt sogar nahezu jede zweite Frau an Händen und Füßen. Das liegt daran, dass sich bei frostigen Außentemperaturen die kleinen Blutgefäße in den Extremitäten verengen. Solche Wärmeregulierungsmaßnahmen sind nicht ungewöhnlich und völlig ungefährlich. Wollen die Hände und Füße jedoch auch in den wärmeren Jahreszeiten nicht recht warm werden, kann das ein Zeichen einer ernsthaften Erkrankung wie etwa einer Kreislauf-, Schilddrüsenerkrankung oder Durchblutungsstörung sein. In diesem Fall sollte ein Arzt aufgesucht und die zugrundeliegenden Erkrankungen behandelt werden.
Kalte Hände häufig nur eine harmlose Körperreaktion
Wenn es draußen sehr kalt ist, setzt unser Körper einen raffinierten Schutzmechanismus in Gang. Um die Kerntemperatur von etwa 37 Grad aufrechtzuerhalten, die für das reibungslose Funktionieren der inneren Organe nötig ist, vermindert er die Durchblutung der Extremitäten. Dies geschieht über eine Verengung der Gefäße. Der Körperkern sowie lebenswichtige Organe wie Lunge, Herz, Gehirn und Nieren werden bevorzugt mit Blut und somit mit Wärme versorgt. Kalte Füße und Hände sind damit Begleiterscheinungen einer wichtigen Überlebensstrategie des Körpers.
Frauen frösteln besonders leicht, weil sie ein dünneres Unterhautfettgewebe und weniger Muskeln besitzen als Männer. Muskeln produzieren Wärme, während Fett gegen Kälte isoliert. Frauen haben also von Natur aus schlechtere Karten an eisigen Tagen. Verstärkt wird diese Ungleichheit noch durch unterschiedliche Stoffwechselaktivitäten und hormonelle Unterschiede.
Heiße Maßnahmen zur Vorbeugung kalter Füße
Selbst die größten Frostbeulen unter uns können auf lange Sicht von einem Training der Blutgefäße durch den Wechsel von Kälte- und Wärmereizen profitieren. Gut bewährt haben sich neben Saunabesuchen auch Wechselbäder von Kneipp. Dabei werden die Arme und Beine 5-10 Minuten in warmes und anschließend für 15 Sekunden in kaltes Wasser getaucht und der Vorgang zwei- bis dreimal wiederholt. So richtig einheizen kann man den Extremitäten auch mit Ingwertee und scharf gewürzten Speisen. Gerade Chili, roter Pfeffer und Paprika wärmen den Körper von innen, denn sie enthalten das anregende Capsaicin, das den Blutfluss nachweislich verbessert.
Bestimmte Angewohnheiten oder Umstände treiben das Fröstelrisiko in die Höhe. Dazu gehört etwa ein all zu gemütlicher Alltag. Hobbysportler hingegen setzen aufgrund der größeren Muskelmasse nicht nur während des Trainings mehr Wärme frei. Gemieden werden sollten jedoch nicht nur die bequeme Couch, sondern außerdem Zigaretten, denn Nikotin verengt auf Dauer die Gefäße. Alkohol hingegen erweitert die Gefäße für den Moment. Kurzfristig fühlt man sich richtig warm, tatsächlich jedoch verliert der Körper reichlich Wärme und eine Unterkühlung droht.
Tipps gegen akute Beschwerden
Wenn die Füße und Hände mal wieder frieren und zwicken, dann sorgen Gymnastikübungen für Abhilfe. Einfach die Fäuste wiederholt ballen, mit den Zehen wippen oder die Füße kreisen lassen. Das kurbelt die Durchblutung an, und das Frieren hat ein Ende. Auch eine Fußmassage mit wärmendem Sesamöl und Fuß- und Handbäder mit Meersalz oder ätherischen Ölen lindern die Beschwerden. Im Anschluss an die wärmende Wohltat nicht vergessen, die Füße in flauschige, dicke Socken stecken. Um gut durchwärmt durch den Winter zu kommen, am besten generell auf warme, atmungsaktive und nicht zu enge Kleidung achten.









