
Matratze und Co.
Gut gebettet, gut geschlafen
Tiefer, gesunder Schlaf ist keine Frage des Glücks. Mit dem richtigen Equipment fürs Bett können selbst Schlafsensibelchen ihre wohl verdiente Ruhe finden.
Die Gardinen sind garantiert lichtundurchlässig, das Zimmer wohl temperiert, der Straßenlärm ausgesperrt. Der erholsamen Nachtruhe sind Tür und Tor geöffnet. Doch falsch gedacht. Viele Schlaf Suchende wälzen sich Nacht für Nacht in den Federn und haben Probleme, durchzuschlafen oder schlafen erst gar nicht ein. Fragt man Schlafforscher oder Orthopäden, so sind die Schlafprobleme häufig hausgemacht, denn nur mit der richtigen Kombination aus Matratze, Lattenrost und Kissen findet der Körper die nötige Entspannung.
Welche Matratze darf es sein?
Nur mit der passenden Unterlage lässt es sich ohne Verspannungen durch die Nacht kommen. Kaltschaum, Latex, Viskose oder Federkern; die Wahl der richtigen Matratze ist vor allem eine Frage der Schlafgewohnheit, aber auch der Körpergröße und der Neigung zu Nachtschweiß. Am besten liegt man im Geschäft Probe und testet mehrere Schlafpositionen, um herauszufinden, welcher Herstellungstyp den wohligsten Schlaf verspricht. Eine Matratze ist dann die richtige, wenn sie die S-Form der Wirbelsäule unterstützt, also wenn sie die Beine, Halswirbelsäule und Taille stützt und an Schultern und der Hüfte nachgibt. Menschen, die viel schwitzen, sollten sich für eine atmungsaktive Federkernvariante entscheiden. Sehr große oder kleine Personen sind hierbei mit einer Taschenfedernkern-Matratze am besten beraten.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Härtegrad. Ist die Matratze zu nachgiebig, hängt die Wirbelsäule durch. Das kann Fehlhaltungen verstärken und zu Schmerzen führen. Bei einer zu harten Matratze kann der Körper nicht richtig einsinken und die Wirbelsäule wird gekrümmt. Früher galt die Empfehlung, bei Rückenbeschwerden besonders großer Härte walten zu lassen. Heute raten Orthopäden eher zu einer mittelharten Matratze. Harte Varianten wiederum sind die richtige Wahl für alle Menschen ab 80 Kilogramm. Teilen sich ein Leicht- und ein Schwergewicht das Bett, so sind zwei verschiedene Matratzen mit zwei angepassten Lattenrosten die beste Lösung.
Und was ist sonst noch wichtig?
Eine gute Matratze ist nichts ohne den richten Lattenrost. Damit beide ein gutes Team für erholsamen Schlag abgeben und sich in ihrer Wirkung unterstützen, sollten sie unbedingt aufeinander abgestimmt sein. Weiche Matratzen brauchen eine relativ harte Unterfederung, harte wiederum eine sehr flexible. Die Lattenabstände der Roste sollten nicht größer als vier bis fünf Zentimeter sein, sonst hängt die Matratze durch. Nach etwa zehn bis fünfzehn Jahren büßt ein Lattenrost seinen Federeffekt ein. Wer sich ungern trennt und deswegen auf ein Futon setzt, bringt sich jedoch um entspannten Schlaf, denn ein Futonbett gibt selbst bei schwereren Personen kaum nach, was Verspannungen auf den Plan ruft.
Auch der Kopf will übrigens gut gebettet sein. Ideale Kissen stützen den Kopf so, dass sich die Halswirbelsäule nicht zu stark krümmt, während die Schulterpartie entspannt auf der Matratze liegt. Ein schmales, rechteckiges Kissen mit einem Maß von 40 mal 80 Zentimeter gewährleistet eine ergonomische Schlafposition. Der Grund: Die rechteckige Ausführung hat im Vergleich zur klassischen 80/80-Version den großen Vorteil, dass sie nur den Kopf und Nacken stützt und nicht bis zu den Schultern reicht, wodurch Krümmungen der Wirbelsäule vermieden werden.










