
Wohlfühltipps
Endlich mal Zeit für sich
Absurd: Die meisten Berufstätigen freuen sich aufs freie Wochenende, doch die wenigsten machen wirklich frei. Am Samstag heißt es einkaufen, putzen, Auto waschen oder Blumen umtopfen. Am Sonntag stehen Familie, Freunde oder Museum auf dem Programm. So bleibt vielen kaum Zeit für sich selbst. Dabei ist es wichtig, mal allein zu sein und seinen Gedanken nachhängen zu können.
Viele Frauen erleben das Wochenende als Freizeit-Stress, hat eine Umfrage des Hamburger Gewis-Instituts im Auftrag der Frauenzeitung "Für Sie" ergeben. So klagten 38% der über 1.000 Befragten, dass sie sich nicht wirklich erholen können, weil sie mit ihrem Partner immer wieder Kompromisse bei der Gestaltung der gemeinsamen Freizeit machen müssen. Mehr als jede Dritte (32%) sagte sogar, sie könne nicht richtig entspannen, weil es regelmäßig Streit mit dem Partner gibt. Dabei wünschen sich viele mehr Zeit für sich: Jeder zweite Deutsche ist gern allein. Besonders Frauen schöpfen Kraft und Erholung aus dem Alleinsein, ergab eine andere Studie des Forsa-Instituts im Auftrag der Zeitschrift "Brigitte". Die wenigsten jedoch gönnen sich regelmäßig eine bewusste Pause von ihnen beruflichen und sozialen Verpflichtungen. Doch Zeit für sich selbst zu haben, ist eine wichtige Voraussetzung, um sich dauerhaft wohl zu fühlen.
Auszeiten sind wichtig fürs Selbst
"Wir brauchen lebensnotwendig Auszeiten vom sozialen Leben - und müssen uns aus psychischen und biologischen Gründen von der Außenwelt distanzieren können", stellt Heiko Ernst im Magazin "Psychologie Heute" fest. "Ohne die Gelegenheit und ohne die Fähigkeit, 'in uns zu gehen' und von Zeit zu Zeit ganz für sich und ganz bei sich zu sein, können wir kein stabiles Selbst entwickeln." Es ist wichtig, sich mit sich selbst zu beschäftigen, Innenschau zu halten, den Alltag zu reflektieren und sich seiner Wünsche bewusst zu werden.
"Bitte nicht stören"
Keine Termine haben, den Anrufbeantworter anschalten oder das Telefon sogar ausstöpseln und einfach einen ganzen Tag lang tun, was einem gefällt. Das sollte sich jeder von Zeit zu Zeit gönnen. Bereiten Sie so einen Tag vor, indem Sie Einkäufe und Hausputz im Vorfeld erledigen. Ihre Stunden allein sollten Sie allerdings nicht lückenlos verplanen, sondern tun, wonach Ihnen der Sinn steht. Ideal ist es, wenn sich Spannung und Entspannung dabei abwechseln. Denn Körper und Geist brauchen beides, um sich zu erholen. Liegen Sie also nicht nur träge auf dem Sofa herum, sondern machen Sie zwischendurch eine kleine Radtour oder einen Spaziergang. Besonders reizvoll kann eine abendliche Wanderung im Park sein. Die kühle Luft, der Mondschein und die Sterne lassen den Alltag vergessen. Danach schnell ins Bett oder in eine warme Decke kuscheln!
Vergangenes reflektieren und die Zukunft planen
Viele Menschen stellen fest, dass sie sich ganz anders verhalten, wenn sie allein sind. Sie müssen keine Rücksicht zu nehmen und können Dinge tun, die sie sich im Beisein anderer verbieten. Sich stundenlang im Bad verwöhnen, einen ganzen Abend alte Fotos schauen oder ein Buch am Stück lesen, lässt die Seele zur Ruhe kommen. Eine gute Voraussetzung, um in sich hineinzuhorchen, Vergangenes Revue passieren zu lassen und Resümee zu ziehen. Oder Sie denken darüber nach, was Sie in nächster Zeit oder in Zukunft machen möchten. Wer sich schwer tut, abzuschalten, kann seine Gedanken z.B. durch ein Schreibspiel ins Fließen bringen. Wenn Sie etwa darüber reflektieren möchten, wie Ihr Leben im nächsten Jahr aussehen soll, schreiben Sie die Jahreszahl ins Buchstaben untereinander auf ein Blatt Papier. Bilden Sie dann mit jedem Buchstaben ein neues Wort, dass Ihre Zukunftswünschen widerspiegelt. Andere Menschen schwören darauf, sich selbst einen Brief zu schreiben, ein Bild zu malen oder eine Collage zu kleben.










