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Wohlfühltipps

Wärme ist so wunderbar!

Nichts ist schöner, als an trüben, kalten Tagen wohlige Wärme zu erfahren. Wenn Finger und Füße langsam wieder warm werden, breitet sich in Körper und Geist ein Gefühl von Geborgenheit und Entspannung aus. Und Wärme kann noch mehr: Sie wirkt gegen verspannte Muskeln, lindert Schmerzen und Krämpfe, kurbelt den Stoffwechsel an und stärkt das Immunsystem.

Wärme entfaltet eine Fülle von Wirkungen. Sie erweitert die Blutgefäße und steigert die Durchblutung. Dadurch wird das Gewebe besser mit Sauerstoff und Nährstoffen, aber auch Abwehrzellen und Antikörpern versorgt. Außerdem kurbelt Wärme den Abtransport von Stoffwechselprodukten an. Gleichzeitig entspannt sie die Muskulatur; Sehnen, Bänder und Bindegewebe werden dehnbarer, die Gelenke dadurch beweglicher.

Ein Klassiker: Wärmflasche gegen Bauchschmerzen

Gute Erfolge zeigt Wärme auch bei Schmerzen. Dabei scheint sie Schmerz hemmende Nervenfasern im zentralen Nervensystem zu aktivieren. Wärme lindert vor allem Beschwerden des Bewegungsapparats, z. B. bei chronischen Gelenkentzündungen oder nach Muskelzerrungen. Aber auch innere Organe sprechen auf Wärme an, wenn sie indirekt über die Haut verabreicht wird. Vielen seit ihrer Kindheit bekannt: die Wärmflasche auf dem Bauch gegen Magenkrämpfe.

Bei akuten Infektionen und Verletzungen: Hände weg von Wärme!

Neben den vielen positiven Wirkungen kann Wärme allerdings auch Nachteile haben. Bei bestimmten Erkrankungen raten Ärzte von Wärme ab. Dazu gehören z.B. akute Entzündungen und Infektionen, Verletzungen, Blutungen und Fieber. In all diesen Fällen kann ein durch Wärme verbesserter Blutfluss zu größeren Schwellungen führen und Entzündungen fördern. Ansonsten aber ist Wärme ein Wohlfühlfaktor erster Güte, der es auch dem Geist erlaubt, sich richtig einzukuscheln.

So wird einem wohlig warm

  • Wärmflasche
    Einfach heißes Wasser einfüllen, zum Schutz vor Verbrennungen mit einem Handtuch umwickelt und auf die kalte oder verspannte Stelle legen. Auch das Bett lässt sich mit der Gummiflasche vorzüglich anwärmen. Um sich nicht zu verbrühen, sollte man regelmäßig prüfen, ob die Wärmflasche dicht ist. Kleinkinder sollten den Verschluss nicht öffnen können.
  • Heizdecken
    Elektrische Heizdecken, -kissen und -unterbetten sind bequem zu handhaben, allerdings nicht ganz ungefährlich. Prüfer der Zeitschrift Öko-Test fanden heraus, dass von vielen Geräten eine große Belastung durch Elektrosmog ausgeht, auch wenn sie ausgeschaltet sind. Daher: Heizkissen und -decken nur zum Vorwärmen benutzen, danach den Stecker rausziehen und das Gerät aus dem Zimmer bringen.
  • Kirschkernkissen
    Das Kissen wird im Backofen erwärmt und dann auf den Körper gelegt. Noch nach 40 Minuten geben die hohlen Kirschkerne die gespeicherte Wärme ab. Das heiße Kissen ist ideal zum Vorwärmen des Betts, oder um die Muskulatur zu entspannen.
  • Fußbad
    Wenn einem kalt wird, macht sich das zuerst an den Körperteilen bemerkbar, die am weitesten vom Herzen entfernt sind, also an den Füßen. Schon manche Erkältung begann mit kalten Füßen; denn sie können das gesamte Immunsystem schwächen. Zum Aufwärmen ideal: ein Fußbad in 38 Grad heißem Wasser. Einige Tropen Rosmarinöl oder Zimtöl regen die Durchblutung zusätzlich an.
  • Rotlicht
    Das Licht einer Infrarotlampe hat abschwellende Wirkung. Ist die Nase z. B. verstopft, setzt man sich in einem Abstand von zirka 35 cm vor die Lampe und lässt die Wärme etwa 15 Minuten wirken. Das Ganze mehrere Tage wiederholen. Gute Dienste leistet Rotlicht auch bei Verspannungen, indem die betroffenen Stellen bestrahlt werden. Danach die Lockerung durch Bewegungsübungen unterstützen.
  • Sauna
    Sauna-Freunde schätzen das Schwitzen im Winter besonders. Saunieren gilt zu Recht als gute Verbeugung gegen Erkältungen. Durch die Hitze steigt die Körpertemperatur um 1-2 Grad; der Stoffwechsel wird angekurbelt, die Schleimhäute gut durchblutet und so eine Barriere gegen Krankheitskeime gebildet.
  • Gewürz-Tee
    Indische Gewürztees oder Chai wärmen von innen. Sie bestehen aus zahlreichen Gewürzen, darunter Kardamom, Nelken, Ingwer und Anis und werden mit Milch aufgegossen. Der Unterschied zwischen beiden: Chai-Tee enthält auch schwarzen Tee.


Autor: Springer Medizin
Stand: Dec 1, 2007


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