Schwimmbad
Gesundheitsrisiken Fußpilz und Chlor
Wärme und Feuchtigkeit lassen Fußpilz-Erreger in Bädern gedeihen. Früher waren zur Prophylaxe in allen öffentlichen Bädern Desinfektionsanlagen installiert, durch die man glaubte, sich vor Fußpilz schützen zu können. Ein Knopfdruck und eine schäumende Chemikalie rann über die Füße. Die praktischen Erfahrungen mit diesen Anlagen überzeugten jedoch nicht.
Zwischen den Zehen abtrocknen
Es dauerte zu lange, bis die Desinfektionsmittel einwirkten - in der Zwischenzeit hatte man längst wieder Kontakt mit dem Boden gehabt oder die Strümpfe über die noch feuchten Füße gezogen. Zudem zerstören sie die natürliche Haut-Flora.
Vor einigen Jahren hat die Deutsche Gesellschaft für Badewesen entschieden, auf die nutzlosen Anlagen zu verzichten. Stattdessen weist die Gesellschaft daraufhin, dass man sich mit einfachen Mitteln wirksam vor Fußpilz schützen kann: Im Bad immer Badeschlappen tragen! Und vor dem Ankleiden penibel darauf achten, dass auch die Zehenzwischenräume gut
Chlorgehalt unbedenklich
Ein leidiges Thema war lange Zeit auch der Chlorgehalt des Badewassers. Damit sich in den Schwimmbecken keine schädlichen Bakterien tummeln können, muss das Wasser gechlort werden. Immer wirksamere Filteranlagen erlauben es heute jedoch, die Dosierung deutlich niedriger zu halten als noch vor Jahren. Der Chlorgehalt liegt inzwischen unter der Grenze der gesundheitlichen Bedenklichkeit. Die Einhaltung der erlaubten Höchstwerte überwachen die örtlichen Gesundheitsämter.
Der zusätzliche Einsatz von Ozon zur Desinfektion ermöglicht eine weitere Absenkung des Chlorgehalts. Das Ozon wird während der Wasseraufbereitung in den Filteranlagen beigegeben und wieder ausgefiltert, ehe das Wasser in den Kreislauf der Becken zurückkommt.
In Bädern, die über eine solche Anlage verfügen, wittern selbst empfindlichste Nasen kaum einen Chlorgeruch.









