Meditation
Meditation wirkt wie stundenlanger Schlaf
Ein Termin jagt den nächsten, ständig klingelt das Handy und der Berg unerledigter Arbeit wird auch nicht kleiner. Nur mal ein paar Minuten abschalten, ein wenig entspannen, wieder zu sich kommen - das wäre jetzt wunderbar. Mit Meditation ist es machbar: Die Technik der so genannten Selbstversenkung ist leicht zu lernen und in fast allen Lebenslagen praktizierbar.
Das Ziel: an nichts denken
Der Begriff Meditieren stammt aus dem Lateinischen und hat gleich zwei Übersetzungen: "über etwas nachdenken" und "in die Mitte gehen". Die Technik besteht darin, sich intensiv auf einen Gegenstand zu konzentrieren. Das kann ein Punkt im Raum sein, Klänge, bestimmte Bilder (Mandalas), die tonlose Wiederholung einer Silbe oder der Rhythmus des eigenen Atems. Der Meditierende soll so einen Zustand des "an nichts denken" erreichen, der in wenigen Minuten so viel Entspannung und Kraft schenken kann wie stundenlanger Schlaf.
Ideal bei Kopfschmerzen und Schlafstörungen
Das die Methode funktioniert, beweisen wissenschaftliche Untersuchungen. Bei der Aufzeichnung der Hirnströme mit dem Elektroenzephalogramm zeichnet das Gerät während der Meditation vor allem Alphawellen (typisch für einen wachen, aber entspannten Zustand) und Deltawellen (typisch für Schlaf) auf.
Während der Übungen verlangsamt sich der gesamte Stoffwechsel: der Herzschlag beruhigt sich, die Atmung wird tief und regelmäßig, der elektrische Hautwiderstand, bei Stress verringert, steigt wieder an. Meditieren hilft hervorragend bei Spannungskopfschmerzen, Schlafstörungen und stärkt die Immunabwehr.
Empfehlenswert: Mantra und Atemmeditation
Für Anfänger am besten geeignet ist die so genannte Mantra-Meditation. Sie stammt aus dem Hinduismus. Man sucht sich ein einsilbiges Wort (Mantra) das wohlklingend aber weder positiv noch negativ besetzt sein soll. Dieses Wort spricht man mit geschlossenen Augen rhythmisch immer wieder aus: Zunächst laut, später leiser, bis es schließlich nur noch gedacht wird. Durch das ständige Widerholen gelingt das völlige Abschalten leicht.
Auch die Atem-Meditation bietet sich für Einsteiger an. Sie ist ein wesentliches Element in der Meditation. Buddhistische Mönche benutzen kein anderes Hilfsmittel als das Lauschen auf den eigenen Atem. Der Atemrhythmus ist dabei völlig individuell. Es gibt noch mehrere andere Techniken, die auf unterschiedliche Systeme beruhen. Jeder muss selbst für sich herausfinden, welche am besten funktioniert.









