Lachen
Gelotologie - Die Wissenschaft vom Lachen
Herzhaftes Lachen ist Lebensfreude. Eigentlich merkwürdig, dass diese wichtige Lebensäußerung so lange wissenschaftlich unbeachtet blieb. Erst in den 60er-Jahren begannen Forscher, die körperlichen Auswirkungen des Lachens zu untersuchen. Inzwischen gibt es die Wissenschaft vom Lachen - die Gelotologie -, Lachtherapie, Lachseminare und Lachklubs.
Die Gelotologie zeigte in den vergangenen Jahren eindrucksvoll, dass sich Lachen ungeahnt positiv auf unsere körperliche und psychische Gesundheit auswirkt. Humor wird deshalb inzwischen zunehmend in Therapien eingesetzt. Mehrere große Institute organisieren in den USA die Schulung und Verbreitung therapeutischen Humors. Immer mehr Firmen lassen sich von Humorberatern das Betriebsklima aufbessern oder ihre Manager coachen.
Ein Krankenhaus für Lachtherapie
Der US-amerikanische Arzt Patch Adams gründete ein Krankenhaus, in dem Spaß und Lachen fester Bestandteil des Therapiekonzepts ist. Mittlerweile gibt es weltweit viele solcher Kliniken, allerdings nicht bei uns in Deutschland. Immerhin existieren hier einige "Klinik-Clown"-Projekte für Kinder.
Lachen ist eine ansteckende Heilmethode
Der indische Arzt Madan Kataria entwickelte aus der Gelotologie-Forschung eine Lachtherapie. 1995 veranstaltete er in Indien erstmals organisiertes Gruppenlachen. Drei Jahre später wurde der erste Weltlachtag ins Leben gerufen. Das Echo war so groß, dass in Indien heute mehr als 300 Lachklubs existieren. Die Lachtherapie Katarias nutzt die Ansteckungskraft des Lachens. Die Teilnehmer lachen zunächst willkürlich, aber schon nach kurzer Zeit lacht die gesamte Gruppe aus vollem Herzen. Nicht Witze, sondern das Lachen der anderen ist der Grund dafür.
Auch in Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 20 Lachklubs!









