Der kalten Jahreszeit entfliehen
Tipps für Fernreisen im Winter
Viele Deutsche zieht es im trüben Winter in die sonnige Ferne. Was muss beachtet werden, damit der Sommerurlaub im Winter nicht zur Belastungsprobe für den Körper wird?
Kaum hat uns der Herbst so richtig in den Klauen, sehnen sich viele Deutsche schon wieder nach Sonne satt und tropischen Temperaturen. Einer aktuellen Forsa-Umfrage der Techniker Krankenkasse zufolge versucht jeder Achte, den Wintermonaten aus dem Weg zu gehen. Urlaub im Süden bei knuspriger Wärme, während in der Heimat jeder friert- so lautet der Plan. In der Realität aber hat der Körper ein Wörtchen mitzureden. Temperaturunterschiede, ungewohnte Speisen und der Jetlag setzen ihm tüchtig zu. Damit die Fernreise die erhoffte Entspannung und Erholung vom feuchtkalten Alltag bringt, sollten einige Dinge beachtet werden.
Was in die Reiseapotheke gehört
Vor Reiseantritt heißt es, sich gegen die wichtigsten Beschwerden zu rüsten. Die Reiseapotheke sollte auf das Urlaubsziel abgestimmt sein. So braucht ein Strandurlauber eine andere Ausrüstung als ein Dschungel-Abenteurer. Auch Vorerkrankungen sind unbedingt zu berücksichtigen. Bei der Zusammenstellung der Reiseapotheke also am besten den Rat eines Apothekers oder Arztes einholen. Zur absoluten Grundausstattung auf Reisen gehören Sonnencreme, Mittel zur Insektenabwehr, Schmerz-, Durchfall- und Fiebermedikamente, Mittel gegen Husten, Schnupfen, Erbrechen und Verstopfung, Desinfektionsmittel, Heft- und Wundpflaster, Mullbinden, Brand- und Wundgel und eine Pinzette.
Lange Flugreisen bewältigen
Ein langer Flug belastet den Körper. Durch langes Stillsitzen staut sich das Blut in den Beinen und es kann sich ein Blutgerinnsel bilden. Gelangt es in Herz oder Lunge, droht im schlimmsten Fall eine Lungenembolie oder ein Herzinfarkt. Selbst sportliche Menschen sind nicht vor Gerinnsel gefeit. TK-Mediziner Dr. Thomas Ruprecht rät daher, an Bord lockere Kleidung zu tragen und mindestens hundert Milliliter pro Stunde zu trinken. Wann immer es möglich ist, sollten Flugreisende den Gang auf und ab gehen und regelmäßig ihre Sitzposition verändern.
Zeitverschiebung und Klimaschock
Angekommen am Urlaubsort hört der Stress für den Körper nicht auf. Gerade die Zeitverschiebung und der plötzliche Klimawechsel setzen ihm stark zu. Wer generell anfällig für Erkrankungen ist, sollte daher in den ersten Tagen am Reiseziel die Mittagssonne meiden, mindestens drei Liter Flüssigkeit am Tag trinken und leichte und luftige Kleidung aus natürlichen Stoffen wie Leinen und Baumwolle tragen. Außerdem sollte die Klimaanlage im Hotelzimmer auch bei großer Hitze nicht auf winterliche Temperaturen gestellt werden, denn das macht dem Körper noch mehr zu schaffen.
Vorsicht vor Verunreinigungen
In Ländern mit niedrigen hygienischen Standards sollten Fernreisende gerade bei den leiblichen Genüssen Vorsicht walten lassen. Trübes Leitungswasser und ungegartes Essen können Krankheitserreger mit sich bringen, die auf den Magen schlagen. Die alte Regel "Koch es, schäl es oder vergiss es" ist nach wie vor gültig. Hält man sich an sie, heißt das nicht in jedem Fall, dass einem Durchfall erspart bleibt, aber das Risiko wird deutlich verringert. Fernreisende sollten außerdem rohe Gerichte wie Salate meiden, aber auch rohes bis blutiges Fleisch oder Speisen, die mit rohen Eiern zubereitet wurden, da viele Krankheitserreger erst durch die große Hitze beim Kochen unschädlich gemacht werden. In Sachen Trinkwasser gilt die eiserne Regel, nur aus versiegelten Flaschen zu trinken und auch zum Zähneputzen nur sicher abgepacktes Wasser zu benutzen.









