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Bad, Bäder & Sauna

Sauna - Die heiße Hütte richtig nutzen

Damit es wirklich gesund ist, bei Temperaturen vor sich hin zu schwitzen, die wir sonst kaum ertragen, sollte man ein paar Regeln beachten. Der Kreislauf muss einiges leisten, um die Körpertemperatur in der Sauna stabil zu halten. Zusätzliche Belastungen sollten ausgeschlossen werden. Auch beim Abkühlen gibt es mehr oder weniger schonende Varianten.

Das in Finnland kultivierte Schwitzbad trainiert die Fähigkeit des Körpers, seine Temperatur bei unterschiedlichen Außentemperaturen zu regulieren - jedenfalls beim richtigen Umgang mit der hitzigen Hütte. Immerhin gilt es einige Regeln zu beachten, wenn das Schwitzbad der Gesundheit dienen soll. Zwar hat das übliche Vorgehen, wie es auch in jeder öffentlichen Sauna schriftlich aushängt, seinen guten Sinn. Dennoch sollte jeder darauf achten, was ihm individuell bekommt, und seine eigenen Grenzen nicht überschreiten. Schließlich setzen sich Sauna-Gänger extremen Temperaturen aus.

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Wichtig sind folgende Punkte: Wer sich in die Sauna begibt, sollte sich mindestens zwei Stunden Zeit nehmen. Direkt nach dem Essen mit vollem Magen schadet die Hitze in der Sauna eher. Besser ist es, mindestens eine Stunde zu warten. Aber auch mit knurrendem Magen empfiehlt sich der Saunagang nicht - der Kreislauf könnte kollabieren. Nach dem Sport sollte der Puls bereits wieder unter 100 Schlägen in der Minute liegen, bevor es zum Schwitzen geht.

Temperatur: Für Anfänger empfiehlt sich die goldene Mitte

Dabei gilt eine bestimmte Reihenfolge: Als erstes heißt es, sich mit Seife oder Duschgel in der Dusche waschen. Danach gut abtrocknen, sonst dauert es länger, bis der Schweiß fließt. In der Saunakabine empfiehlt es sich für Anfänger auf der Bank in mittlerer Höhe zu sitzen oder zu liegen. Ganz oben unter der Decke ist es am heißesten. Auf der untersten Bank ist die Temperatur dagegen eher zu niedrig und die Luft am feuchtesten.

Der erste Saunagang sollte für Anfänger nicht länger als 8-10 Minuten dauern. Für einen Aufguss ist der beste Zeitpunkt kurz vor dem Ende des Saunaganges - also bei öffentlichen Saunen auf den Hinweis achten, wann der Aufguss geplant ist. Wer die Kabine verlassen will, sollte sich vorher kurz recken und strecken, um möglicherweise in den Waden versacktes Blut wieder in den Kreislauf zurück zu bringen.

Auch ein warmes Fußbad kann Kühlung verschaffen

Nach der Sauna ist ein Gang an der frischen Luft wichtig, damit sich der Körper erst über die Schleimhäute der Atemwege abkühlen kann. Bewegung verhindert, dass der Kreislauf wieder versackt, der Blutdruck fällt und einem schwindelig wird. Dann sollte die kalte Dusche folgen - Extremitäten und Rücken sind dabei am wenigsten empfindlich für die Kälte.

Zur weiteren Abkühlung empfiehlt sich ein warmes Fußbad. Es sorgt dafür, dass sich auch in der übrigen Haut die Blutgefäße weiten, so dass sie die Wärme schneller nach außen ableiten können. Auch ein kaltes Tauchbad kühlt ab, ist aber nicht für Menschen mit hohem Blutdruck und Schwangere geeignet. Vor dem Eintauchen bitte kurz den Schweiß unter der Dusche abspülen!

Eine Erfahrung, die Dauergestresste sich gönnen sollten

Nun folgt der zweite Saunagang in der heißen Kabine. Meist fließt der Schweiß nun schneller als beim ersten Gang. Anschließend heißt es, sich erneut auf die beschriebene Weise abzukühlen. Wer nicht zu oft in die Sauna geht, kann einen dritten Gang anschließen. Wer zweimal wöchentlich in die Sauna geht, sollte es allerdings bei jeweils zwei Saunagängen belassen. Erst nach dem letzten Saunagang zu trinken, soll den entschlackenden Effekt der Prozedur fördern. Zwischen den einzelnen Gängen ist Ruhen sehr wohltuend - vor allem Dauergestresste sollten sich diese Erfahrung gönnen.


Autor: Springer Medizin
Stand: Nov 14, 2007


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