
Bad, Bäder & Sauna
Heilsames Baden mit Kräutern und Zusätzen
Badezusätze steigern die Wirkung eines Bades über die heilsame Wirkung der Temperatur hinaus. Meist sind Pflanzenextrakte, Salz und säuernde Substanzen in den fertigen Badezusätzen enthalten. Dabei gibt es für verschiedene Beschwerden geeignete Mischungen. Möglich ist es aber auch, sich die wirkenden Bestandteile in der Apotheke zu besorgen und sie selbst aufzubrühen.
Die Qualität vonBadezusätzen ist für die Art ihrer Wirkung entscheidend. Dient das Bad nur dem reinen Wohlbefinden, braucht ein Pflanzenextrakt nicht so hohen Anforderungen zu genügen. Geht es aber darum, Beschwerden zu lindern, dann ist eine Qualität zu empfehlen, wie sie in guten Reformhaus- oder Apothekenprodukten gegeben ist. Denn bei Präparaten aus der Apotheke ist ein bestimmter Gehalt an Wirkstoffen vorgeschrieben.
Kräutersud kann ein heilender Badezusatz sein
Viele Badezusätze sind als Fertigprodukt im Handel erhältlich. In der Apotheke aber sind auch getrocknete Heilkräuter zum Selbst-Zubereiten zu bekommen. Eine Packungsaufschrift informiert in der Regel, wie sie zu verwenden sind - in den meisten Fällen werden sie wie Tee mit siedendem Wasser aufgegossen und ins Badewasser gegeben.
Welcher Zusatz bei welchen Beschwerden?
Je nach Leiden sind als Badezusatz unterschiedliche Kräuter empfehlenswert:
Nervosität und Schlafstörungen:
- Baldrianwurzel
- Melissenblätter
- Hopfenzapfen
- Passionsblume
- Lavendelblüten
Nässende Hautstellen und Veränderungen der Schleimhaut:
- Eichenrinde (wirkt zusammenziehend)
- Kamillenblüten (hemmt Entzündungen)
- Schachtelhalm
- Weizenkleie
Atemwegserkrankungen, beginnende Infekte:
- Eukalyptusöl
- Fichtennadelöl
- Pinienöl oder -nadeln
- Thymian
Zur Durchblutungsförderung, bei Muskelschmerzen:
- Rosmarinblätter
- Wacholderbeeren
- Heublumen
Hautleiden wie Akne vulgaris, Schuppenflechte, Neurodermitis:
- Schwefel (hemmt Keime und steigert die Durchblutung)
- Haferstroh (lindert Juckreiz)
- Essig oder Molke (stabilisieren den Säureschutzmantel)
- Kochsalz oder Salz aus dem Toten Meer (löst Hautschuppen und lindert Juckreiz)
Salzbäder helfen gegen Neurodermitis allerdings nur bei geringfügigen Veränderungen der Haut. Bei zu trockener Haut oder größeren nässenden Stellen sollten sie auf keinen Fall angewandt werden. Und: Nach jedem Bad die Haut gut einfetten!










