Bad, Bäder & Sauna
Kräuterbäder helfen bei Bagatellerkrankungen
Gegen fast alle Alltagsbeschwerden ist ein Kraut gewachsen. Viele überlieferte Kräuterrezepturen sind durch wissenschaftliche Untersuchungen inzwischen Bestätigung worden. Dennoch: Wer richtig krank ist, sollte in jedem Falle zum Arzt gehen. Bei Erschöpfung, kleinen Schmerzen, Pickel und tropfender Nase aber ist ein Kräuterbad die richtige Medizin.
Kneipp'sche Kräuterölbäder
Kneipps Klassiker sind als reine Pflanzenextrakte in Form von Badesalzen mit leichtem Soleeffekt oder als hautpflegende Ölbäder zu kaufen.
Es gibt aber auch Mischungen aus verschiedenen Essenzen, die in ihrer Wirkung aufeinander abgestimmt sind, zum Beispiel das Wind- und Wetterbad aus Eukalyptus, Thymian, Lavendel und Fichtennadel.
Energiemangel und Müdigkeit
Rosmarin ist nicht nur eine wichtige Würzpflanze in der mediterranen Küche. Sie hat sich auch als Heilpflanze bewährt. Ein Rosmarinbad wirkt anregend und belebend; es stärkt Nerven und Kreislauf, hilft gegen das Gefühl von Schlappheit und Energiemangel, das typisch ist für Menschen mit niedrigem Blutdruck. Auch Morgenmuffel macht diese Heilpflanze munter.
Entzündungen und Schnupfen
Kamille ist bekannt für ihre entzündungshemmende Wirkung. Ein Dampfbad mit Kamillenzusatz ist ideal, um den Schnupfen zum Laufen zu bringen. Es eignet sich aber auch, um unreine Haut auf die Tiefenreinigung vorzubereiten.
Gießen Sie in einer flachen Schüssel oder im Waschbecken Kamillenblüten mit kochendem Wasser auf. Nehmen Sie ein Handtuch über den Kopf und atmen Sie den Dampf aus mindestens 25 cm Entfernung durch die Nase ein. Am besten vorsichtig und mit größerem Abstand beginnen, damit Sie sich nicht am heissen Dampf verbrühen! Kleine Entzündungen können mit Kamillenextrakt betupft werden. Das wirkt desinfizierend und lindert zugleich den schmerzhaften Druck, der von eitrigen Pickeln oder kleinen Verletzungen ausgeht.
Husten
Fichten- und Kiefernnadelextrakte werden aus den jungen Trieben alter Bäume gewonnen. Die in ihnen enthaltenen ätherischen Öle wirken heilsam auf die oberen Atemwege. Fichten- oder Kiefernnadelbäder eignen sich deshalb besonders für Husten und Bronchialerkrankungen; sie wirken aber auch gegen nervöse Schweißüberproduktion und gegen Klimakteriumsbeschwerden. Eine Ruhestunde nach dem Bad ist unbedingt anzuraten.
Verletzungen und Hautausschläge
Der in der Kamille enthaltene Wirkstoff Azulen fördert außerdem die Wundheilung und eignet sich bei nässenden und juckenden Ausschlägen sowie bei schlecht heilenden kleineren Verletzungen. Medizinische Kamille, das heißt der leicht anzuwendende Kamillenextrakt, ist nicht ganz billig, doch Teilbäder sind völlig ausreichend. Die Badetemperatur sollte bei Entzündungen 36 Grad Celcius nicht übersteigen.
Muskelkater
Arnika gehört zu den traditionellen Heilpflanzen. Ihre orangefarbenen Blüten enthalten ätherische Öle, Flavonoide und schleimlösende Substanzen. Arnika wirkt sich positiv auf die Blutgefäße aus: Blutergüsse, aber auch Muskelkater können mit Arnikabädern bekämpft werden; sie eignen sich auch bei Rheuma und Durchblutungsstörungen sowie zur Unterstützung der Wundheilung.
Schlaflosigkeit
Baldrian ist ein ideales Mittel gegen nervöse Beschwerden und









