Bad, Bäder & Sauna
Furo-Sento löst auch die letzte Verspannung
Für viele Japaner ist das wöchentliche Furo-Sento-Bad ein unverzichtbares Ritual, in das schon ganz kleine Kinder einbezogen werden. Diese Bad ist in Deutschland aber noch selten anzutreffen, vermutlich, weil es so extrem heiß ist. Wer sich aber erst daran gewöhnt hat, will dieses japanische Bad, das zugleich Ort geselligen Zusammenseins ist, nicht mehr missen.
Erst nach gründlicher Reinigung ins Becken
Bedingt durch den vulkanischen Ursprung der Inselkette verfügt Japan über reiche Vorkommen an
Die japanischen Badesitten verlangen als ersten Schritt im Vorraum des eigentlichen Bades eine gründliche Reinigung; abgespült wird mit fließendem Wasser. Dann erst begibt man sich ins Becken.
Wasser fühlt sich kochend an
Furo oder Ofuro ist die Bezeichnung für das Familienbad; das öffentliche Bad wird als Sento bezeichnet. Furo-Sento ist also ein Mittelding zwischen seichtem Schwimmbad und großer Gemeinschaftswanne. Das Wasser darin ist bis zu 56 Grad heiß, was sich für europäische Temperaturrezeptoren wie kurz vor dem Kochen anfühlt. Im Augenblick der ersten Berührung der Haut mit dem Wasser empfindet man so viel Hitze sogar als kalt. Bei längerem Verweilen wird die Haut rot und stark durchblutet, Verspannungen jeder Art verschwinden wie von selbst.
Eine Variante stellen die so genannten Zeitbäder dar: Es gibt in Japan natürliche Heißwasserquellen und Schwefelquellen, deren Temperaturen so extrem hoch sind, dass man sich ihnen nur für wenige Minuten aussetzen kann. Ein Bademeister gibt die Zeiten vor und die Kurenden absolvieren nach seinen Anweisungen synchron das Baderitual.









