Bad, Bäder & Sauna
Im Türkischen Bad die Langsamkeit entdecken
Das türkische Dampfbad Hamam ist entspannend und sehr kommunikationsfördernd. Allein durch das langandauernde Ritual stellt sich innere Ruhe ein. Das eigentliche Hamam ist ein Kuppelraum mit stark beheiztem Kachelboden. Die Mitte bildet ein achteckiges Heißwasserbecken oder aber eine achteckige erwärmte Plattform als Liegefläche.
Güsse entspannen schmerzende Muskeln
Umgeben ist die Mitte von gekachelten Nischen mit beheizten Steinbänken (Tschebek-taschi) und Wandbrunnen, in die nach Belieben heißes und kaltes Wasser eingelassen werden kann. Die Lufttemperatur beträgt mindestens 38 Grad Celsius, so dass man sich unbekleidet warm und wohl fühlt, ohne stark zu schwitzen.
Man sitzt zu mehreren in diesen Nischen, schöpft mit kleinen, oft kunstvoll verzierten Schalen Wasser aus den Becken und übergießt sich damit. Mit warmem und heißem Wasser kann man den Schwitzvorgang auslösen, mit Güssen schmerzende Muskeln
Ideale Gelegenheit für die Schönheitspflege
Hamam ist ein Vergnügen für Männer und Frauen, wobei die Geschlechter jedoch streng getrennt werden. Es ist eine ideale Gelegenheit für die Schönheitspflege, denn die warme feuchte Luft öffnet die Poren, so dass die Haut besonders empfänglich für pflegende Maßnahmen ist. Schwielen und abgestorbene Hautschüppchen lassen sich leicht abrubbeln. Türkinnen benutzen dazu Waschhandschuhe aus grob gewirkter Seide. Man kann die feuchte Haut mit kostbaren Ölen verwöhnen, Haarkuren und Hennapackungen einwirken lassen und sich untereinander massieren, wenn man nicht eine professionelle
Essenzen verbreiten orientalische Düfte im ganzen Raum, dessen warme Luft feuchtigkeitsgetränkt ist, ohne dass der Raum ganz vom Dampf erfüllt wäre. Eingehüllt in frische Laken und umschmeichelt von der üppigen Atmosphäre lässt es sich auf den beheizten Kacheln herrlich ruhen, während vom Rand der Kuppel leise das Kondenswasser tropft.









