Medikamente und Nebenwirkungen
Nebenwirkungen sind nie ganz auszuschließen
Der Beipackzettel informiert über die Nebenwirkungen und ihre Häufigkeit. In den meisten Fällen treten Nebenwirkungen sehr selten auf. Allerdings wird die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Nebenwirkungen mit steigender Dosis größer.
Bei der Anwendung von Arzneimitteln sind Nebenwirkungen nie ganz auszuschließen. Der Beipackzettel (die Gebrauchsinformation) informiert über die unerwünschten Wirkungen, die bisher bei bestimmungsgemäßem Gebrauch des Arzneimittels beobachtet wurden. Anhand der Formulierung kann man die Häufigkeit einschätzen, mit der die Nebenwirkungen in der Regel auftreten.
- "Sehr Häufig" mehr als zehn Prozent der Anwender sind betroffen
- "Häufig" mehr als ein Prozent der Anwender sind betroffen
- "Gelegentlich" mehr als 0,1 Prozent der Anwender sind betroffen
- "Selten" mehr als 0,01 Prozent der Anwender sind betroffen
- "Sehr selten" weniger als 0,01 Prozent der Anwender sind betroffen
Zum Glück sind die Nebenwirkungen, die häufig auftreten, relativ ungefährlich. Wie aber sollte man reagieren, wenn ein Arzneimittel bei der Selbstmedikation zu Nebenwirkungen führt? Bei leichteren Nebenwirkungen sollte man sich fragen, ob der Nutzen des Arzneimittels - also die verspürte Wirkung - die Unannehmlichkeiten durch die Nebenwirkung überwiegt. Falls nicht, sollte man das Arzneimittel nicht weiter anwenden und nach Möglichkeit bei der nächsten Selbstmedikations-Situation zu einem anderen Wirkstoff greifen. Eine weitere Möglichkeit ist, die Dosis zu reduzieren.
Nebenwirkungen sind dosisabhängig
Die meisten Nebenwirkungen sind dosisabhängig. Das bedeutet, sie sind um so wahrscheinlicher, je höher die Dosis ist. Aus diesem Grunde sollte man nicht eigenmächtig eine höhere Dosis von einem Arzneimittel anwenden als im Beipackzettel beschrieben oder vom Arzt verordnet. Die Dosis, die der Beipackzettel aufführt, wurde vor der Zulassung des Arzneimittels in klinischen Studien ermittelt. Sie gewährt das beste Verhältnis zwischen Wirkung und Nebenwirkungen des Arzneimittels. reten ausgeprägte oder sogar schwere Nebenwirkungen auf, so sollte man die Anwendung sofort beenden und einen Arzt zu Rate ziehen. Nebenwirkungen, die nicht im Beipackzettel stehen, sollte man grundsätzlich einem Apotheker oder einem Arzt mitteilen.





