Der Beipackzettel
Welche Informationen der Beipackzettel enthalten muss
Die Gebrauchsinformation eines Arzneimittels muss unter anderem folgende Punkte enthalten:
Zusammensetzung des Arzneimittels
Ein Wirkstoff alleine macht noch lange kein Medikament aus. Damit aus dem Wirkstoff eine Tablette, eine Kapsel, ein Saft usw. wird, sind Hilfsstoffe erforderlich. Welche Hilfsstoffe in dem betreffenden Medikament stecken, das ist in diesem Abschnitt aufgeführt.
Anwendungsgebiete
Anwendungsgebiete sind Beschwerden und Erkrankungen, für die das Arzneimittel geeignet ist. Vor der Zulassung haben entsprechende Untersuchungen ergeben, dass das Arzneimittel bei diesen Beschwerden/Erkrankungen wirksam ist. Im Rahmen der Zulassung hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) diese Daten geprüft und das Arzneimittel für diese Anwendungsgebiete zugelassen.
Gegenanzeigen
Gegenanzeigen sind Umstände, die gegen die Anwendung des betreffenden Arzneimittel sprechen. Das können z. B. andere Erkrankungen sein, Stoffwechselstörungen oder bestimmte Lebensphasen. In diesem Abschnitt steht z. B., ab welchem Alter man ein Arzneimittel Kindern geben darf, bzw. ob es für Kinder überhaupt geeignet ist. Dort steht auch, ob die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit möglich ist oder nicht. Die Kombination mit anderen Arzneimitteln kann die Wirkung eines Medikaments abschwächen oder verstärken. Es können auch unerwünschte Begleiterscheinungen auftreten. Welche Arzneimittel besser nicht zu dem Medikament, von dem der Beipackzettel stammt, kombiniert werden sollten, das verrät der Abschnitt "Wechselwirkungen". Manchmal verursachen auch Lebensmittel solche Wechselwirkungen. Ist das der Fall, findet sich ebenfalls ein Hinweis.
Nebenwirkungen
Neben den erwarteten und erwünschten Wirkungen kann ein Arzneimittel auch unerwünschte Begleiterscheinungen haben, so genannte Nebenwirkungen. Die Gebrauchsinformation listet unter "Nebenwirkungen" alle Begleiterscheinungen auf, die bei der Anwendung des Präparates sowie bei anderen Präparaten mit dem gleichen Wirkstoff bisher beobachtet wurden. Nebenwirkungen werden sogar dann genannt, wenn es lediglich einzelne Fälle davon gab.
Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung
Damit man mit einem Arzneimittel auch die beabsichtigte Wirkung erzielt, muss man es richtig anwenden. Richtig anwenden heißt, es zum geeigneten Zeitpunkt - zum Beispiel vor, zum oder nach dem Essen - einnehmen, und die Einnahme regelmäßig zu wiederholen (falls erforderlich), zum Beispiel dreimal am Tag. Ganz besonders wichtig ist natürlich die Menge, die man vom Arzneimittel einnehmen sollte - die so genannte Dosierung. Sie kann zum Beispiel vom Alter abhängen, vom Krankheitsbild oder vom Körpergewicht. Bevor man mit der Einnahme beginnt, sollte man sich in diesem Abschnitt sorgfältig über das Wann, das Wie und das Wie viel informieren. Das gilt insbesondere gerade dann, wenn man ein Kind in Eigenregie behandeln möchte.





