G-Index-Diät
Schlank mit guten Kohlenhydraten
Essen um abzunehmen: Klingt verlockend, doch so einfach ist es auch wieder nicht! Bei der G-Index-Diät nach Michel Montignac werden die Lebensmittel in schlechte und gute Kohlenhydrate eingeteilt. Um diese Empfehlungen in die Praxis umzusetzen, müssen Sie sich zuerst mit dem glykämischen Index von kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln beschäftigen.
Von schlechten und guten Kohlenhydraten
Hier dreht sich alles um gute und "schlechte" Kohlenhydrate. Schlechte Kohlenhydrate werden auf der Basis des glykämischen Index (GI), einem Begriff aus der Diabetesforschung, bewertet. Der glykämische Index gibt an, wie schnell der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr von Kohlenhydraten ansteigt. Schlechte Kohlenhydrate bewirken demnach einen schnellen Blutzuckeranstieg und damit verbunden eine entsprechend hohe Insulinproduktion, damit die Kohlenhydrate verarbeitet werden. Das Insulin wiederum begünstigt die Fetteinlagerung im Körper. Deshalb sind bei der G-Index-Diät schlechte Kohlenhydrate völlig tabu.
Damit kein unnötiges Fett in den körpereigenen Fettdepots gespeichert wird, sind nur wenige gute Kohlenhydrate mit einem entsprechend niedrigen glykämischen Index erlaubt. Dazu zählen alle sehr ballaststoffreichen Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Vollkorngetreide und frisches Gemüse. Trotzdem können die Mahlzeiten fett- und eiweißreich sein. Wichtig ist hier die richtige Auswahl der guten Kohlenhydrate. Damit die Insulinproduktion günstig beeinflusst wird, können Sie sich bei dieser Diät sogar ein Glas Wein zur Hauptmahlzeit gönnen.
Fazit - Die Essgewohnheiten werden nicht umgestellt
Sicher gehört die G-Index-Diät nicht in die Kategorie unbrauchbar. Doch nicht alle von Montignac als schlechte Kohlenhydrate bewerteten Lebensmittel sind auch tatsächlich als schlecht zu bezeichnen. Kartoffeln, Nudeln, Reis oder Mischbrot sind fettarme und sättigende Lebensmittel, die in keiner Diät fehlen sollten. Sie sind nicht dafür verantwortlich, dass unnötig Fett in den Fettdepots gespeichert wird. Gerichte, die aus mehreren Komponenten bestehen, enthalten einen niedrigeren glykämischen Index und werden bei der Einteilung in gut und schlecht nicht berücksichtigt.
Positiv bei der G-Index-Diät ist der regelmäßige Verzehr von ballaststoffreichen Lebensmitteln sowie Obst und Gemüse. So bleiben Sie länger satt und essen täglich Ihr nötiges Quantum an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Absolut ungeeignet ist sie für schwangere und stillende Frauen. Täglicher Alkoholkonsum ist mit Rücksicht auf das Baby nicht empfehlenswert! Schwierig wird es sicher auch, mit bis zu einem halben Liter Wein im Blut aktiv und mit klarem Kopf am Alltagsgeschehen teilzunehmen. Ganz abgesehen von der Kalorienmenge, die im Wein steckt. Außerdem erschwert es der Alkohol, den Appetit unter Kontrolle zu halten.
Mit dieser Diät können Sie Ihre Ess-Gewohnheiten nicht vernünftig umstellen. Ob die G-Index-Diät auf Dauer empfehlenswert ist und der gefürchtete Jo-Jo-Effekt ausbleibt, ist fraglich.





