Tipps für die Winterzeit
So sind Sie gegen die winterliche Kälte gewappnet
Jedes Jahr zur Winterzeit beginnt aufs Neue das große Zähneklappern. Mit ein paar Tricks können Sie sich immun gegen das gemeinschaftliche Frieren machen.
Den einen oder anderen Menschen mögen die frostigen Temperaturen freuen, die meisten jedoch nehmen den Winter am liebsten in den beheizten vier Wänden wahr. Immerhin kann schon der kurze Weg zum Supermarkt bei Minustemperaturen zur eisigen Tortur geraten. Wohl jeder kennt das Zwicken in den Händen, Ohrläppchen oder der Nasenspitze, das sich spätestens beim Auftauen der Gliedmaßen anmeldet. Doch wieso ist das eigentlich so?
Wenn es zwickt und brennt, warnt uns der Körper vor Kälte, denn diese kann Gewebe schädigen. In mehreren Studien konnte gezeigt werden, dass jene Nervenendigungen der Haut, die Schmerzsignale zum Gehirn weiterleiten, besonders resistent gegen Kälte sind. Sie funktionieren selbst dann noch, wenn andere Nerven längst ihren Dienst aufgegeben haben.
So können die Hände und Füße schon vollständig bewegungsuntauglich sein und trotzdem schmerzen. Viele Frauen scheinen bereits mit kalten Füßen und Händen auf die Welt gekommen zu sein. Das liegt jedoch nicht daran, dass Frauen besonders viele kälteresistente Nerven besitzen, sondern vor allem am Fettanteil ihres Körpers.
Frauen sind zumeist schlanker als das männliche Geschlecht und haben deshalb ein dünneres Unterhautfettgewebe. Dadurch sind sie schlechter gegen Kälte gewappnet und tatsächlich kälteempfindlicher. Den Männern kommt zusätzlich ihre größere Muskelmasse zugute, denn Muskeln produzieren selbst im Ruhezustand reichlich Wärme.
Wie der Körper auf Kälte reagiert
Damit alle Prozesse im Körper optimal ablaufen und die Organe reibungslos funktionieren können, muss der Körper eine Temperatur von etwa 37 Grad Celsius erhalten. Spezielle Nerven in der Haut und anderen Organen messen ständig die Temperaturen und übermitteln sie dem Gehirn. Wenn sie Kälte melden, startet der Körper sofort ein Schutzprogramm, damit die Kerntemperatur nicht abfällt.
Eine wichtige Schlüsselrolle in der Wärmeregulation nimmt das Stresshormon Kortisol ein. Es veranlasst den Körper, die Durchblutung in den Extremitäten, also den Händen, Füßen, der Nase und den Ohren, zu drosseln. Durch die Regulierung des Blutflusses in den äußeren Körperregionen geht dem Körper weniger Wärme verloren. Wenn das nicht reicht, beginnen die Muskeln zu zittern. Bei dieser Muskelarbeit wird Wärme freigesetzt, die der Körper zur Versorgung der lebenswichtigen Organe verwendet.
So beugen Sie dem Frieren vor
Wer im Winter besonders schnell friert, muss nicht zwangsläufig zu Hause bleiben. Mit einem wenig aufwendigen Training können Sie sich gegen frostige Temperaturen abhärten. Gewöhnung ist eine wichtige Maßnahme gegen das alljährliche Frieren. Wagen Sie sich jeden Tag an die frische Luft und vergessen Sie die richtige Kleidung nicht. Optimal sind funktionelle, warme, atmungsaktive und winddichte Jacken und Mäntel sowie gefütterte Schuhe. Beim Wechsel ins Warme sollte die Kleidung den Temperaturen angepasst werden. Ein Wollpullover ist in der geheizten Wohnung überflüssig.
Ein gutes Abhärtungsprogramm für den Winter sind Sauna und das anschließende Bad im kalten Wasser. Durch den Wechsel zwischen Warm und Kalt weiten und verengen sich die Gefäße abwechselnd. Dieses Gefäßtraining macht den Körper stark gegenüber Temperaturschwankungen. Auch Wechselduschen und Trockenbürstenmassagen sind geeignet, um optimal mit frostigen Graden umgehen zu können.
Wenn Sie trotz Training einmal ins Frieren geraten, helfen leichte Gymnastikübungen, etwa die Hände zur Faust ballen oder auf den Zehen wippen. Bei einer wirklichen Unterkühlung sollte man es mit der Erwärmung langsam angehen lassen, denn rasches Hochheizen des Körpers kann zu gefährlichen Kreislaufproblemen führen.









