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Kleidung & Schuhe

Echt cooles Outfit: Sonnenschutzkleidung

Sommer, Sonne, Krebs - diese Abfolge wird immer wahrscheinlicher. Schwarzer Hautkrebs nimmt zu, berichtet das Deutsche Grüne Kreuz. Und: Immer mehr junge Menschen erkranken daran. Schon 20% der Melanom-Patienten sind unter 30 Jahre. Diese gefährliche Entwicklung wird sich fortsetzen, prognostizieren Dermatologen. Dennoch muss niemand auf die angenehmen Seiten der Sonne verzichten.

Es gibt drei Möglichkeiten sich vor der gefährlichen UV-Strahlung zu schützen: Nicht zu lange in der Sonne bleiben, Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden oder Kleidung tragen, die möglichst wenig UV-Strahlen auf die Haut lässt. Gerade dem letzten Mittel sollte hierzulande mehr Beachtung geschenkt werden, urteilt die Klinik für Dermatologie und Allergologie der Ruhr-Universität Bochum. Tierversuche haben belegt, dass "bei geeignetem textilen Schutz" seltener Hautkrebs auftritt.

Dunkle Kleidung schützt besser als helle

Welche Kleidung sich als Sonnenschutz eignet, haben die Wissenschaftler der Bochumer Hochschule untersucht. Sie stellten fest, dass Polyester und Mischungen von Polyester den besten Sonnenschutz bieten, gefolgt von Wolle, Seide und Nylon. Baumwolle, Leinen und Viskose haben meist einen geringeren Schutzfaktor. Die Messungen ergaben zudem, dass dunkle Farben die schädliche Strahlung besonders wirksam abblocken. Wichtig ist dabei die Webdichte des Stoffes: Je feiner ein Textil gearbeitet ist, desto besser schützt es vor UV-Strahlung. Auch ist ein dicker Stoff geeigneter als ein dünner. Um den Sonnenschutz zu erhöhen, raten die Forscher Kleidung vor dem ersten Gebrauch zu waschen: Die meisten Gewebe laufen etwas ein, dadurch wird der Stoff dichter.

Sonnenschutz-Kleidung: Auf den UV Standard 801 achten

Seit kurzem bieten einige Hersteller in Deutschland geprüfte Sonnenschutzkleidung für Kinder und Erwachsene an. Die neuen Textilien mit UV-Schutz sind eine "sinnvolle Entwicklung", resümiert die Zeitschrift Öko-Test (5/2002) nach der Untersuchung von Kinder-T-Shirts. Doch: "Der Schutz, den die von uns getesteten T-Shirts bieten, ist sehr unterschiedlich - und nicht immer ausreichend." Drei T-Shirts (Marc O´Polo-, Match, Sanetta) erreichten den empfohlenen Schutzfaktor 15 nicht. Mit "sehr gut" beurteilten die Tester nur das T-Shirt von Jako-O. Es hatte einen Sonnenschutzwert von 36.

Fast alle T-Shirts erzielten einen niedrigeren Schutzfaktor als vom Hersteller angegeben. Das beruht wohl darauf, dass Öko-Test die Textilien nach einer anderen Norm prüfte. Während die Produzenten nach dem australisch-neuseeländischen Standard nur am Neutextil gemessen hatten, untersuchte Öko-Test auch das gewaschene T-Shirt unter Beanspruchungen wie Dehnen, Scheuern und Nässe. Dieser UV Standard 801 wurde 1995 eingeführt, um die lückenhafte australisch-neuseeländische Norm zu verbessern. Herausgeber der Richtlinie ist die "Internationale Prüfgemeinschaft für angewandten UV-Schutz". Mitglieder der 1997 gegründeten Vereinigung sind das Forschungsinstitut Hohenstein in Bönnigheim, das Österreichische Textil-Forschungsinstitut in Wien sowie das Schweizer Textilprüfinstitut TESTEX in Zürich.

Die Prüfer schreiben den jeweils niedrigsten gemessenen UV-Schutz auf das Label. Dieser Wert zeigt, wie viel mal länger man sich mit diesem Textil ohne gesundheitliche Bedenken der Sonne aussetzen kann. Zu beachten ist dabei allerdings immer, dass diese Zeit je nach Hauttyp variiert. So haben Menschen mit heller Haut und blonden oder roten Haaren eine Eigenschutzzeit der Haut von nur 5 bis 10 Minuten. Durch ein Kleidungsstück mit "Protect 20" erhöht sich in diesem Fall die maximal empfohlene Verweildauer in der Sonne auf 1,5 bis 3 Stunden.


Quelle: Nach Informationen des Deutschen Grünen Kreuzes, der Klinik für Dermatologie und Allergologie der Ruhr-Universität Bochum, des Forschungsinstituts Hohenstein und der Zeitschrift Öko-Test
Autor: Springer Medizin
Stand: Jul 11, 2007


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