Gesund Wohnen
Pflanzen sind Balsam für die Seele
Grün ist nicht nur die Farbe der Hoffnung. Grün mindert auch Stress, beruhigt und stimmt freundlich. Gute Gründe, sich Grünzeug ins Heim zu holen. Zudem verbessern Pflanzen das Raumklima, bauen Schadstoffe ab und reduzieren Staub. Und: In begrünten Zimmern bleiben Menschen länger munter. Denn Yucca-Palmen, Birkenfeigen und Efeututen steigern die Konzentration.
Grün ist gut fürs Gehirn: Forscher der Reading Universität in London haben herausgefunden, dass Schüler lernen besser, wenn Pflanzen im Klassenzimmer stehen. In überfüllten Klassenräumen beeinträchtigen Kohlendioxide die Konzentration, berichtet das Deutsche Grüne Kreuz (DGK). Als Folge werden die Schüler müde. Zimmerpflanzen wie Yucca-Palmen, Grünlilie, Efeutute wandeln das Gas in Sauerstoff um.
Natürlich können Pflanzen auch im Büro oder am heimischen Schreibtisch die Arbeitsleistung fördern. Zudem empfinden viele Menschen Zimmerpflanzen als stressmindernd, erklärt die Initiative "Plants for People" unter Berufung auf eine Untersuchung der Bayerischen Landesanstalt für Gartenbau und Weinbau. Studien der vergangenen Jahre belegen, dass Menschen Sträucher, Bäume und Pflanzen als positiv erleben und dadurch Stress weniger wahrnehmen. Interessant ist, dass schon Abbildungen, Filme oder eine Fensteraussicht reichen sollen, um diesen Effekt auszulösen. Das lässt sich laut "Plants for People" durch Messungen von Puls, Blutdruck und Muskelspannung belegen.
Natürliche Schadstofffilter: Orchideen und Efeu
Zimmerpflanzen können obendrein ein prima Klima zaubern. Denn sie filtern auch Schadstoffe aus der Raumluft, wie Forschungsergebnisse des John C. Stennis Space Centers der US-Raumfahrtbehörde NASA aufzeigen. Die Wissenschaftler empfehlen vor allem Orchideen, Gerbera, Efeu und Areca oder Betelpalme. Raucher sollten laut NASA die Birkenfeige und Grünlilie kultivieren.
Eine Studie an einer norwegischen Grundschule bestätigt die positive Wirkung von Pflanzen auf das Raumklima. In Klassenzimmern mit Pflanzen zeigte sich, dass gesundheitliche Beschwerden der Schüler erheblich abnahmen. Diese Kinder hatten seltener Kopfschmerzen oder einen trockener Hals als ihre Mitschüler in Klassen ohne Pflanzen.
Zwar können Pflanzen belastete Räume nicht komplett reinigen, schränkt das DGK ein. Doch sie verbessern das Klima entscheidend, indem spezielle Enzyme die aufgenommenen Gifte in ungefährliche Stoffe umwandeln. Außerdem seien viele Pflanzen optimale Luftbefeuchter, weiß das DGK. Sie bewirkten, dass sich die Bewohner auch bei trockener Hitze wohlfühlen.
Die besten grünen Schadstoffkiller: Tipps von "People for Plants":
Pflanzen, die Formaldehyd abbauen:
- Echte Aloe (Aloe barbadensis) zu 90%
- Grünlilie (Chlorophytum elatum) zu 86%
- Baumfreund (Philodendron selloum) zu 76%
- Drachenbaum (Dracaena fragrans ?Massangeana?) zu 70%
- Efeutute (Epipremnum aureus) zu 67%
- Purpurtute (Syngonium podophyllum) zu 67%
- Chrysantheme (Chrysanthemum morifolium) zu 61%
- Gerbera (Gerbera jamesonii) zu 50%
- Drachenbaum (Dracaena deremensis ?Warneckii?) zu 50%
Pflanzen, die Benzol abbauen:
- Efeu (Hedera helix) zu 90%
- Einblatt (Spatiphyllum) zu 80%
- Drachenbaum (Dracaena marginata) zu 79%
- Efeutute (Epipremnum aureus) zu 73%
- Drachenbaum (Dracaena deremensis ?Warneckii?) zu 70%
- Bogenhanf (Sansevieria trifasciata) zu 53%
- Kolbenfaden (Aglaonema modestum) zu 48%
Pflanzen, die Trichloräthylen abbauen
- Einblatt (Spatiphyllum) zu 23%
- Drachenbaum (Dracaena deremensis ?Warneckii?) zu 20%
- Drachenbaum (Dracaena deremensis ?Janet Graig?) zu 18%
- Drachenbaum (Dracaena marginata) zu 13%
- Bogenhanf (Sansevieria trifasciata) zu 13%
- Efeu (Hedera helix) zu 11%









