Gesund Wohnen
Zimmerpflanzen: Die grüne Klimaanlage
Formaldehyde in der Deckenverkleidung, hoher Schadstoffgehalt durch Klimaanlagen, Benzole in Dämmstoffen. Weder in den eigenen vier Wänden noch im Büro ist die Umgebung einwandfrei. Die Folgen sind Allergien, Kopfschmerzen und Husten. Doch mit den richtigen Pflanzen und ein paar anderen Tricks lässt sich jeder Raum in eine gesunde Wohlfühloase verwandeln.
Auch wer es mit der Gesundheit ganz genau nimmt, kann eine schadstoffhaltige Luft kaum verhindern. Formaldehyde, Benzole und Trichlorethylene kommen in nahezu allen Räumen vor. Die chemischen Stoffe verbreiten sich über Reinigungsprodukte, maschinengetrocknete Kleidung oder Klimaanlagen und verursachen die bekannten Nebenwirkungen.
Als echter Schadstoffkiller hat sich die Betelnusspalme (Areca catechu) erwiesen. Studien der US-Weltraumbehörde NASA haben ergeben, dass die aus Hinterindien stammende Kulturpflanze einen Raum innerhalb von vier Stunden zu 99% von Formaldehyden befreien kann. Drei Pflanzen auf 100 Quadratmetern reichen aus, um die Konzentration aller Chemikalien deutlich zu reduzieren.
Welche Pflanze zu welchem Zweck?
Nicht jede Pflanze eignet sich als "grüne Klimaanlage". "Je größer die Blattfläche, desto mehr Gase werden ausgetauscht", erklärt Professor Thomas Rausch vom Botanischen Institut der Universität Heidelberg. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass auch die Grünlilie (Chlorophytum comosum) hervorragend zur Luftreinigung geeignet ist.
Ebenfalls zu empfehlen sind die Lady Palme (Rhapis excelsa), der Englische Efeu (Hedera Helix) und der Bostoner Farn (Nephropeis exaltata).
Ideal für Mensch und Pflanze ist eine Raumtemperatur zwischen 19 und 22 Grad sowie eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 65%. Bei staubtrockener Atmosphäre gibt es einen einfachen Trick: Ab und zu mit einem Pumpflakon etwas Sprühregen in die Luft nebeln oder Schalen mit Wasser auf die Heizung stellen. Noch besser ist ein kleiner Zimmerbrunnen. Aus natürlichen Materialien hergestellt, verbessert er nicht nur das Klima, das sanfte Plätschern entkrampft auch die Sinne, lässt einen besser abschalten und konzentrierter arbeiten.









