Gefahr im Alltag
Auf Festivals Gitter und Treppen meiden
Wer zu Festivals oder großen Konzerten geht, sollte sich nicht zu dicht an die Absperrungen stellen, warnt das R+V-Infocenter für Sicherheit und Vorsorge. 50 Menschen, die panisch nach vorn drängen, übten bereits den Druck von einer Tonne aus. Stehen Fans ganz vorn an einem Gitter oder einer Wand, können sie sich dabei schwer verletzen. Gleiches gilt, wenn sich jemand im dichten Gedränge befindet.
Auch Durchgänge und Treppen sind keine guten Aufenthaltsorte, weil sie im Notfall als Fluchtwege dienen. Bei Massenpanik ist das Beste, Ruhe zu bewahren. Zwar ist es ratsam, gemeinsam mit der Menschenmasse das Gelände zu verlassen, man sollte aber auch nach anderen Ausgängen Ausschau halten. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich vor Beginn der Veranstaltung den Fluchtwegplan anschauen und die dort ausgewiesenen Wege ablaufen.
Alkoholfreie Getränke schützen vor Hitzeschlag und Sonnenstich
Verletzt sich jemand, sollte man sich immer zuerst an den Rettungsdienst wenden. Um einen Hörschaden zu vermeiden, ist es besser, sich nicht direkt vor die Lautsprecher zu stellen. Auch Ohrenstöpsel können schützen. Die Deutsche Tinnitus-Liga empfiehlt einen speziellen Hörschutz mit Filter, der alle Frequenzen dämpft, ohne den Klang zu verzerren.
Zudem ist es ratsam, angemessene Kleidung, einen Kopfschutz und genug zu trinken dabei zu haben. Denn stundenlanger Sonnenschein kann nicht nur zu Sonnenbrand, sondern zusammen mit einem hohen Flüssigkeitsverlust auch zu Sonnenstich oder Hitzschlag führen. Der Genuss von alkoholhaltigen Getränken erhöht dieses Risiko noch.
Mit Kindern vorab einen Treffpunkt ausmachen
Verschwindet ein Kind im Getümmel, sollten Eltern sich so schnell wie möglich an Polizei, Rettungsdienst oder Sicherheitspersonal wenden. Per Funkgerät können diese eine Vermisstenmeldung an ihre Kollegen weitergeben. Besser ist es jedoch, mit seiner Familie vorab einen Treffpunkt zu vereinbaren.
Besucher von Sportveranstaltungen sollten sich genau überlegen, welchen Platz sie nehmen. "Für neutrale Zuschauer ist es ratsam, die Fanblocks zu meiden. Auch Trikots zu tragen, könnte in bestimmten Situationen provozieren", meint Rita Jakli vom Infocenter der für Sicherheit und Vorsorge der R+V-Versicherung. Für Familien gibt es in manchen Stadien gesonderte Familienbereiche, in denen Kinder nicht ins Gedränge geraten können.









