Arbeit & Leben
Wer hat an der Uhr gedreht? - Tipps gegen Jetlag
Die biologische Uhr des Körpers braucht nach einer Reise in eine andere Zeitzone eine Weile, um sich auf den neuen Rhythmus einzustellen. Hierbei können körperlichen und geistigen Symptome wie Kopfschmerzen, Schlappheit oder Übelkeit auftreten. Aber dem Jetlag muss keiner hilflos ausgeliefert sein.
Licht tanken vor Reisen in den Osten
Tageslicht hilft den Zellen, sich automatisch auf "Tag" zu programmieren. Wer Richtung Osten, zum Beispiel nach Thailand, fliegt, den trifft es härter - er verliert mehrere Stunden. Um sich schon einige Tage vorher auf den neuen Schlafrhythmus vorzubereiten, sollte man sich am frühen Abend im Tageslicht aufhalten. Während des Fluges ist es ratsam, schon einmal vorzuschlafen. Dann geht die Umstellung schneller.
Wer in Richtung Westen, etwa in die USA, reist, hat es leichter. Trotzdem sollte er versuchen, seine Ankunft gegen Mittag zu planen, um das hellste Licht des Tages abzubekommen. Wichtige Termine oder Aktivitäten am Ankunftsort sollten Sie zu der Tageszeit planen, zu der Sie am wachsten sind: Nach einem Flug Richtung Osten am Abend, nach einem Flug Richtung Westen am Morgen.
Schlaf an Bord
Viele Menschen haben Probleme damit, auf dem engen Sitz im Flugzeug einzuschlafen. Deshalb greift so mancher zu Schlaf- oder Beruhigungsmitteln. Dieser unnatürliche Eingriff in den Biorhythmus des Körpers wirkt sich negativ auf die Anpassung an die neuen Zeitverhältnissen aus.
Gesünder ist es, sich im Flugzeug so gute Schlafbedingungen wie möglich zu schaffen: Nehmen Sie sich ein aufblasbares Nacken-Kissen und eine Augenmaske mit ins Flugzeug. Zwar verteilen viele Airlines diese Utensilien auch an Bord, verlassen sollte man sich darauf aber nicht.
Da die Füße auf einem Flug oft anschwellen, empfiehlt es sich, die Schuhe auszuziehen und sich ein warmes, gemütliches Paar Socken mitzunehmen. Auch wenn Ihnen nicht kalt ist, sollten Sie sich vor dem Einschlafen mit einer leichten Decke (die von allen Airlines auf Langstreckenflügen gestellt wird) zudecken, damit Sie nicht frierend aufwachen.
Niemals Alkohol während des Fliegens
Auch Alkoholfläschen werden an Bord oft als Einschlafhilfe verwendet. Im Flugzeug wirken diese allerdings - genau so wie Beruhigungsmittel - dreimal so stark wie auf der Erde. Wer unter Flugangst leidet - und das ist immerhin jeder fünfte Deutsche - sollte Alkohol hier meiden, da psychische Symptome wie Aggression oder xxDepression auftreten können.
Alkohol unterstützt außerdem die Austrocknung des Körpers, die besonders auf längeren Flügen schnell einsetzt. Als Folge treten Kopfschmerzen und Schlappheit auf. Die Luft innerhalb eines Flugzeuges ist oft trockener als in der Wüste: Während die Luftfeuchtigkeit der Sahara etwa 20 Prozent beträgt, kommt es bei Langstreckenflügen vor, dass sie die Zehn-Prozent-Grenze unterschreitet. Deshalb sollte man viel Wasser trinken während,vor und nach dem Flug.
Profis nehmen sich Getränke selbst mit
In vielen Fällen ist das Wasser an Bord nicht besonders wohlschmeckend und wird in Gefäßen von der Größe eines Eierbechers serviert. Nicht jeder will ständig eine Stewardess mit seinen Wünschen behelligen. Deshalb nehmen Sie sich lieber selbst eine große Flasche Ihres bevorzugten Mineralwassers mit an Bord.
Für die vollständige Gewöhnungszeit des Körpers gilt übrigens folgende Faustregel: Ein Tag pro Stunde Zeitunterschied. Bei einem Unterschied von sechs Stunden wären das sechs Tage, bis die biologische Uhr des Körpers im Einklang mit der Zeitzone tickt.










