Mundgeruch
Großreinemachen für einen frischen Atem
Etwa 10 Prozent aller Menschen scheuen zu viel Nähe, weil sie von schlechtem Atem geplagt werden. Dabei lässt sich Mundgeruch in den meisten Fällen leicht beseitigen.
Ein schlechter Atem ist vielen unangenehm. Experten vermuten, dass sich etwa zehn Prozent der Menschen mit chronischem Mundgeruch herumschlagen. Mediziner bezeichnen das anrüchige Problem in diesem Fall mit dem medizinischen Fachausdruck "Halitosis". Männer sind häufiger betroffen als Frauen und Ältere wiederum häufiger als junge Menschen. Niemand muss sich jedoch mit faulig oder muffig riechendem Atem arrangieren. Denn in 90 Prozent der Fälle sind die Ursachen für im Mund oder Rachenraum zu finden und damit leicht zu beseitigen.
Wenn es muffig aus dem Mund weht, liegt das nicht unbedingt an der streng riechenden Leibspeise. Selbst harmlos riechende Nahrungsmittel können sich zu Geruchsfallen entwickeln, wenn Reste zwischen den Zähnen oder in defekten Füllungen hängen bleiben oder sich in den Zahntaschen ansammeln. Das ruft Billionen von Mikroben auf den Plan, die Essenreste und abgestorbene Zellen zersetzen. Im Zuge der Abbauprozesse scheiden die Bakterien Schwefelverbindungen aus, die den schlechten Atem verantworten. Eine sehr eiweißreiche Kost sorgt dabei für eine stärkere Geruchsbildung als eine vegetarische Ernährung.
Gründliches Putzen gegen Mundgeruch
Das beste Rezept gegen Mundgeruch ist gründliches Putzen, mindestens zweimal täglich. Mit Zahnseide und Zwischenraum-Bürstchen lassen sich die Zahnzwischenräume von Essensresten und Schwefel bildenden Bakterien befreien. Außerdem ist es ratsam, die Zähne mindestens zweimal im Jahr professionell reinigen zu lassen. Regelmäßige Kontrolltermine beim Zahnarzt sind außerdem Pflicht, denn Parodontitis und Karies gehören zu den häufigsten Ursachen von Mundgeruch.
Auch die Zunge verträgt eine Reinigungspartie, denn bis 80 Prozent der Bakterien tummeln sich auf dem Zungenrücken und dort vor allem auf dem rauen hinteren Teil. Spezielle Bürsten mit Miniborsten befreien die Ränder von Belägen, Schaber die leichter zugänglichen Flächen auf dem Zungenrücken. Durch den Einsatz von Bürste und Schaber verbessert sich die Durchblutung der Zunge und abgestorbene Zellen werden gelöst und entfernt. Lässt sich der Belag nicht ganz abtragen, ist das kein Grund zur Sorge. Solange die rosa Oberfläche der Zunge durchscheint, ist alles im grünen Bereich. Und damit das so bleibt, am besten einmal täglich nach dem Zähneputzen zu Schaber und Bürste greifen. Dabei immer von hinten nach vorn arbeiten.
Flüssige Unterstützung gegen den Mief
Wer wenig trinkt, lange redet, raucht oder durch den Mund atmet, riecht generell etwas stärker aus dem Mund. Der Grund dafür ist ein zu geringer Speichelfluss. Speichel desinfiziert und schwemmt Speisereste und Bakterien fort. Wer dem Mundgeruch den Kampf ansagen will, kommt daher um eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten in Form von Tees oder Wasser, nicht herum. Auch Kaugummikauen oder Bonbonlutschen regt die Speichelproduktion an und reinigt obendrein die Zunge von muffig riechenden Belägen.
Viele Menschen spülen ihren Mund täglich mit antibakteriellen Mundspülungen, um gegen übelriechende Atem anzugehen. Tatsächlich können dadurch viele der Schwefel produzierenden Bakterien unschädlich gemacht werden. Jedoch werden durch die frischen Spülungen auf Dauer auch wichtige Bakterienkulturen abgetötet und das Problem des schlechten Atems noch verstärkt. Experten raten daher, Mundspülungen nicht länger als zwei Wochen am Stück zu verwenden, etwa, um akut entzündetes Zahnfleisch zu behandeln.





