Die Haut ist sauer
Über den Säureschutzmantel
Die Haut ist unsere äußerste Barriere. Sie verleiht uns nicht nur Schutz, sondern als Sinnesorgan verschafft sie uns auch Informationen. Immer mehr Menschen neigen zur empfindlichen Haut. Ihre Haut reagiert schneller und heftiger auf äußere Reize wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Schadstoffe.
Psychische Belastungen und Stress beantwortet eine empfindliche Haut ebenfalls mit den unterschiedlichsten Beschwerden: Sie spannt, juckt, brennt oder kribbelt. Außerdem kann sie anschwellen und sich röten. Schlimmstenfalls entsteht ein Ekzem.
Damit es ihr gut geht, braucht unsere Haut die richtige Pflege. Und die fängt schon bei der Reinigung an. Die oberste Schicht der Haut, die so genannte Hornschicht, und die Hautoberfläche sind sauer. Sauer im chemischen Sinne: Der pH-Wert zeigt an, wie stark z. B. eine Flüssigkeit als Säure oder als Lauge reagiert. Die Skala möglicher pH-Werte reicht von 0 bis 14. Säuren haben einen pH-Wert unter 7, Laugen über 7. Mit ihrem pH-Wert von 5,5 reagiert die Hautoberfläche schwach sauer. Der Grund dafür ist der so genannte Säureschutzmantel. Das ist ein Schutzfilm, der sich aus Schweiß, Talg und Stoffen aus dem Verhornungsprozess der Haut zusammensetzt. Dieser feine Film wehrt mit seiner leichten Säure Erreger ab. Zudem sorgt die leicht saure Umgebung für den Zusammenhalt der Hornschicht und sichert so die Barrierefunktion der Haut. In saurer Umgebung kann sich die Haut außerdem besser regenerieren.





