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Obst und Sodbrennen
Wer Obst isst, liegt eigentlich selten verkehrt: Es enthält viele Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. Doch Vorsicht: Manche Obstsorten können auch Sodbrennen auslösen.
Der Verzehr von frischem Obst ist gesund, ist dieses doch eine zuverlässige Quelle für Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Daher sollte Obst auf unserem täglichen Speiseplan nicht fehlen. Manche Obstsorten beinhalten allerdings ein hohes Maß an Fruchtsäure, was zu lästigem Sodbrennen führen kann.
Obst enthält viele lebensnotwendige Vitamine, wertvolle Mineralstoffe und Ballaststoffe und ist reich an Kohlenhydraten in Form von Frucht- und Traubenzucker. Deshalb sorgt Obst für geistige Fitness. Wer jedoch zu Sodbrennen und Magenbeschwerden neigt, sollte bestimmte Obstsorten meiden.
Die Ursache für Sodbrennen ist der saure Mageninhalt, der in die Speiseröhre gelangt. Die Speiseröhre ist ein dehnbarer Muskelschlauch von etwa 25 cm Länge und 1 cm Durchmesser. Sie befördert die Nahrung vom Mund in den Magen, dort arbeitet die Magensäure an der Verdauung der Nahrung und schützt gleichzeitig das Mageninnere vor Bakterien. Vor allem werden im Magen die Eiweiße in ihre Bestandteile zerlegt.
Lediglich ein Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen verhindert, dass Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt. Er öffnet sich normalerweise wie ein Ventil, um Nahrung von der Speiseröhre in den Magen gelangen zu lassen. So schützt dieser Verschluss die Speiseröhre vor Kontakt mit der ätzenden Magensäure.
Bei Sodbrennen ist dieser Ablauf gestört: Der Muskel, der den Mageneingang verschließt, funktioniert nicht mehr richtig; Teile des sauren Mageninhalts fließen in die Speiseröhre zurück und attackieren dort die empfindliche Schleimhaut.
Mögliche Wirkungsweisen der Früchte
Ernährungsforscher untersuchen längst die Substanzen, die beim Verzehr von Obst aufgenommen werden. So können manche Nährstoffe Krankheiten vorbeugen oder Beschwerden lindern: Das Vitamin C soll beispielsweise vor Schäden schützen, die in unserem Körper durch die so genannten "freien Radikale" angerichtet werden können. In der folgenden Auflistung ist eine Reihe von Früchten angeführt, die eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben, in manchen Fällen aber auch Sodbrennen auslösen können:
Äpfel können den Darm beruhigen und aktivieren, durch ihren Vitamin-C-Gehalt das Immunsystem stärken und sollen sogar vor Krebs schützen. Je nach Sorte kann jedoch der Fruchtsäureanteil schwanken und zu Magenbeschwerden führen. Bevorzugen Sie deshalb reife, am besten ungespritzte Früchte mit süßem Geschmack.
Ananas soll Bakterien und Viren bekämpfen. Gleichzeitig steckt in der Frucht das Enzym Bromelain, das die Eiweißspaltung und Fettverbrennung anregt. Nur wenige Scheiben pro Tag machen richtig satt und sorgen dafür, dass die Pfunde purzeln. Allerdings enthält Ananas einen sehr hohen Anteil Fruchtsäure, was Sodbrennen auslösen kann.
Bananen sind optimal, wenn ihre Schale dunkelgelb ist. Dann sollen sie für gute Laune sorgen, Stress neutralisieren und sogar das Herz stärken. Gleichzeitig können sie die Magenschleimhaut schützen und somit hilfreich bei Magenbeschwerden wirken.
Birnen sättigen nicht nur schnell, sie sollen auch die Verdauung fördern. Der hohe Kalium-Anteil kann entwässernd wirken und so Ödeme ausschwemmen. Zusätzlich können sich die Gerbsäuren der Frucht günstig auf Magenentzündungen auswirken. Die basischen Inhaltsstoffe der Birne sollen den Magen vor Übersäuerung schützen.
Heidelbeeren sagt man nach, dass sie bei Durchfall entgiften und Blut bildend wirken. Gleichzeitig sollen die Beeren die Blutgefäße geschmeidig halten, besonders im Gehirn und in den Augen. Tee aus Heidelbeerblättern kann gegen Magenbeschwerden helfen.
Johannisbeeren haben einen ungewöhnlich hohen Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen. Der Vitamin-C-Gehalt ist zwar bei allen Johannisbeeren hoch, doch ganz besonders bei den schwarzen. Durch die Farbstoffe in den schwarzen und roten Beeren sollen sie als Radikalfänger wirken und unseren Körper vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Gleichzeitig haben Johannisbeeren von allen Beeren den höchsten Fruchtsäureanteil und können bei magenempfindlichen Menschen zu Beschwerden führen.
Litschis stammen ursprünglich aus China. Obwohl die süße Baumfrucht nur zirka drei Zentimeter Durchmesser hat, ist sie eine wahre Vitamin-C-Bombe. Dadurch stärkt sie die körpereigene Abwehr. Zusätzlich besitzt die Frucht einen hohen Kalium-Gehalt, was sich positiv auf das Herz und den Blutdruck auswirken kann. Wer magenempfindlich ist, braucht diese milde Frucht wahrscheinlich nicht zu fürchten.
Melonen haben einen Wasseranteil von 90 Prozent. Daher sind sie ideale Durstlöscher und geben dem Organismus zahlreiche, durch Schwitzen ausgeschiedene Mineralstoffe zurück. Weil Melonen jedoch die Galle enorm anregen können, sollte man nicht zuviel auf einmal essen.
Zitronen haben einen hohen Stellenwert für die Gesundheit. Sie sollen Bakterien abtöten, den Appetit anregen und Fieber senken. Heißer Zitronensaft ist ein altes und wirksames Hausmittel gegen Erkältungen. Selbst bei Zahnfleischbluten soll das Einmassieren der Zähne mit frischem Zitronensaft helfen. Doch Vorsicht: Zitronen enthalten ein hohes Maß an Zitronensäure und können dadurch zu Sodbrennen oder einem übersäuertem Magen führen.
Wirksame Hilfe im akuten Fall
Ob Fruchtcocktails oder Obstsalat: Nicht immer kann man den leckeren Früchten widerstehen und das ist angesichts der gesunden Eigenschaften auch gar nicht so schlimm, solange man nicht übermäßig zuschlägt und sich an ein paar Regeln hält. Tritt dennoch Sodbrennen auf, vermögen wirksame Medikamente wie z.b. die Antazida schnelle und wirksame Abhilfe zu schaffen.






