Schwangerschaft

Verstehen, was im Mutterpass steht

Verstehen, was im Mutterpass steht
Sämtliche Untersuchungsergebnisse während der Schwangerschaft, unter anderem auch der Sonografien, werden im Mutterpass festgehalten.

Den Mutterpass erhalten Sie, wenn der Arzt bei Ihnen eine Schwangerschaft diagnostiziert hat. Haben Sie sich auch schon darüber geärgert, dass die Hälfte der Begriffe für einen medizinischen Laien nicht verständlich ist? Lifeline erklärt Ihnen die wichtigsten Begriffe!

Im Herbst und Winter bekommen mehr Frauen einen Mutterschaftspass in die Hand gedrückt als zu jeder anderen Jahreszeit. Er wird ausgehändigt, nachdem der Arzt eine Schwangerschaft diagnostiziert hat. Das passiert im November, Dezember und Januar besonders häufig, da laut Statistischem Bundesamt mit Abstand die meisten Babys in Deutschland in den Sommermonaten Juli, August und September zur Welt kommen.

Allerdings verstehen die wenigstens werdenden Mütter die ganzen Fachausdrücke und Abkürzungen, die im Mutterpass aufgelistet sind. Dabei sind die Eintragungen in dem Dokument auch für die Schwangere interessant, wenngleich sie auch in erster Linie für das Entbindungsteam besonders wichtig sind: Der Mutterpass liefert Hebammen und Ärzten auf einen Blick Informationen über den Verlauf der Schwangerschaft und die Untersuchungen, die durchgeführt wurden. In ihm werden die Ergebnisse der vorliegenden Blutuntersuchung eingetragen. Bei jeder weiteren Untersuchung in den nächsten Monaten kommen Einträge hinzu, die den Verlauf der Schwangerschaft dokumentieren.

Mutterpass Seite 2 und 3: Serologische (Blut-)Untersuchungen

Blutserum – Rhesusfaktor und Blutgruppe: Der Rhesusfaktor ist ein Bestandteil des Blutes und eine Untergruppe der Blutgruppe. Er tritt bei 85 Prozent aller Menschen auf, die damit rhesus-positiv sind. Die restlichen 15 Prozent haben keinen Rhesusfaktor, sind also rhesus-negativ. Diese wichtige Information gehört in den Mutterpass. Komplikationen kann es geben, wenn die Mutter rhesus-negativ ist und der rhesus-positive Vater sein Merkmal an das Kind vererbt. Da dem Blut der Mutter der Rhesus-Faktor fehlt, wird er von ihrer Abwehr als "fremd" identifiziert und entsprechend bildet die Immunabwehr Antikörper gegen dieses Antigen. Bei der ersten Schwangerschaft hat das normalerweise noch keinen Einfluss. Erst bei den folgenden gelangen die Antikörper über die Plazenta in das Blut des Embryos und zerstören nun die rhesus-positiven roten Blutzellen, falls das zweite oder weitere Kind dieses Merkmal vom Vater ebenfalls geerbt hat. Das Kind wird dadurch blutarm und leidet an einer starken Gelbsucht. In schweren Fällen kann es zu ernsthaften Komplikationen kommen. Erkennt der Arzt frühzeitig diese Kombination, kann die Gabe von Anti-Rhesus-Globulinen an die rhesus-negative Mutter bereits während der ersten Schwangerschaft und unter der Geburt eines rhesus-positiven Kindes die Bildung von Antikörpern verhindern. Weitere Schwangerschaften sind dann gefahrlos möglich.

Lues-Such-Reaktion (LSR): Hier wird festgestellt, ob eine Syphilis-Infektion bei der Mutter vorliegt, was selten ist. Ist jedoch der Befund positiv, ergeben weitere Tests Aufschluss darüber, ob die Infektion ausgeheilt ist oder weiter besteht. Damit das Kind gesund zur Welt kommt, müsste eine medizinische Behandlung so schnell wie möglich einsetzen. Daher ist der Test und die Eintragung im Mutterpass wichtig.

Röteln-HAH-Test: Der Test sucht nach Röteln-Antikörpern. Besteht bei der Mutter kein Immunschutz durch eine Impfung oder überstandene Eigeninfektion, kann eine Infektion besonders während des ersten Schwangerschaftsdrittels das Ungeborene schädigen. Eine ausreichende Immunität ist nur durch die Injektion von Gammaglobulinen ("fertige" Antikörper) möglich.

HIV-Test: Dieser Test wird mit der Einwilligung der Schwangeren durchgeführt.

Alpha-Feto-Protein: Besteht der Verdacht auf eine Spaltbildung der Wirbelsäule des Embryos oder auf Mongoloismus, ist dieser Test möglich.

Toxoplasmose: Auch Antikörper gegen diese durch Katzenkot verursachte Infektion lassen sich im Blut nachweisen.

Mutterpass Seite 4: Angaben zu vorangegangenen Schwangerschaften

Wenn Sie bereits schwanger waren, können die Erfahrungen aus dieser Zeit wichtige Informationen für die erneute Schwangerschaft geben. Auch Besonderheiten wie Rhesusunverträglichkeiten, vorangegangene Operationen, chronische Erkrankungen oder bekannte Allergien sind hier im Mutterpass vermerkt. Im Einzelnen bedeuten die Abkürzungen:

Spontangeburt: Ganz normale Geburt ohne operative Hilfe

Sectio: Kaiserschnitt

Vaginale Operationen: Geburten mit der Saugglocke oder der Zange

Abort: Fehlgeburt

Abrupioist: Schwangerschaftsabbruch

Tragzeit: Schwangerschaftsdauer

Verkürzung der Tragzeit: Frühgeburt

Verlängerung der Tragzeit: Geburtstermin geht über den augerechneten Geburtszeitpunkt hinaus

Mutterpass Seite 5: Auskunft über den Verlauf der bestehenden Schwangerschaft

Diese Seite im Mutterpass enthält im Überblick die Daten des Schwangerschaftsverlaufs, den voraussichtlichen Entbindungstermin und die Ergebnisse der einzelnen Untersuchungen. Hier wieder einige Fremdwörter zur Klärung:

  • Gravida beschreibt die gesamte Anzahl der Schwangerschaften einer Frau. Die bestehende Schwangerschaft und eventuell vorausgegangene Fehlgeburten und Schwangerschaftsabbrüche werden mitgezählt.
  • Para beschreibt die Anzahl der Geburten. Primapara ist eine Erstgebärende; Multipara meint eine Frau, die bereits zwei Schwangerschaften ausgetragen hat.
  • Anamnese ist die Krankenvorgeschichte; die einzelnen Punkte der individuellen Vorgeschichte spricht der Gynäkologe mit der Schwangeren genau durch.
  • Diabetes meint Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).
  • Hypertonie bedeutet Bluthochdruck.
  • Genetische Erkrankungen sind Erbkrankheiten.
  • ZNS ist das Zentrale Nervensystem (= Gehirn und Rückenmark).
  • Blutungsneigung bedeutet, dass die Blutgerinnung verzögert ist; Wunden also länger bluten.
  • Thromboseneigung ist die Neigung zur Bildung von Blutgerinnseln innerhalb der Blutgefäße, vor allem in den Krampfadern.
  • Allergien sind Überreaktionen des Immunsystems auf bestimmte Stoffe.
  • Frühere Bluttransfusionen: Wenn eine Schwangere früher Blutkonserven bekommen hat, so kann sie darauf auch Abwehrkörper gebildet haben. Vor einer erneuten Transfusion zum Beispiel bei großem Blutverlust unter der Geburt sind dann spezielle Tests nötig.
  • Besondere psychische beziehungsweise soziale Belastungen beschreiben familiäre Sorgen, berufliche Belastungen oder andere Belastungen im sozialen Umfeld. Der daraus resultierende Stress kann sich negativ auf den Schwangerschaftsverlauf auswirken. Der Arzt muss in diesem Fall noch genauer auf mögliche Anzeichen achten.
  • Adipositas bedeutet Fettleibigkeit. Besonders in der Schwangerschaft begünstigt sie auch ernstere Störungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder EPH-Gestosen (Entgleisungen des Stoffwechsels in der Schwangerschaft) und erschwert die Geburt.
  • Kleinwuchs liegt bei einer Größe unter 156 Zentimeter vor. Dem kann außer einer familiären Veranlagung auch einmal eine Stoffwechsel- oder Hormonstörung zugrunde liegen, die Auswirkungen auf die Schwangerschaft haben kann. Bei sehr kleinen Frauen ist die Fehlgeburtsrate höher.
  • Skelettanomalien sind Veränderungen am Knochenbau. Bei Beckenanomalien kann der Geburtsvorgang erschwert oder unmöglich sein.
  • Schwangere unter 18 Jahren gelten als Risikofälle, weil man davon ausgeht, dass sie ihr Kind oft unter ungünstigen Verhältnissen bekommen.
  • Schwangere über 35 Jahre sind aufgrund ihres Alters öfter von Problemen betroffen. So ist bei ihnen das Auftreten von Chromosomenfehlern häufiger und auch Funktions- und Regulationsstörungen der Organe treten öfter auf. Aus diesen Gründen sollte in diesem Alter unbedingt eine genetische Beratung erfolgen.
  • Zustand nach Sterilitätsbehandlung: Nach solchen hormonellen Behandlungen kommt es öfter zu Mehrlingsgeburten. Vorausgegangene operative Eingriffe bergen ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko.
  •  Zustand nach Frühgeburt: Hier ist besonders darauf zu achten, dass es bei der vorliegenden Schwangerschaft nicht wieder zu einer vorzeitigen Geburt kommt. Gegebenenfalls muss auch operativ interveniert werden, zum Beispiel durch einen operativen Verschluss des Gebärmutterhalses (Cerclage).
  • Zustand nach Mangelgeburt: Hier ist bei den Vorsorgeuntersuchungen besonders darauf zu achten, dass das Kind optimal ernährt ist und termingerecht wächst. Mangelgeburten sind häufig durch Entwicklungsstörungen des Mutterkuchens hervorgerufen.
  • Zustand nach zwei oder mehr Aborten und Zustand nach Totgeburt: Dies sind häufig Fälle, die auf genetischen Fehlern beruhen. Hierbei wird jeder Arzt dringend zu einer genetischen Untersuchung (Fruchtwasseruntersuchung) raten.
  • Komplikationen post partum: Dies sind Störungen nach der Geburt, zum Beispiel bei der Lösung des Mutterkuchens oder bei einer starken Nachgeburtsblutung bei ausbleibender Uteruskontraktion.
  • Zustand nach Sectio/Uterusoperationen: Diese können durch Narbenbildung die Dehnbarkeit der Gebärmutter verringern, sodass sie den Belastungen unter der Geburt nicht standhält. Dem muss der Arzt besondere Aufmerksamkeit schenken.
Mutterpass Seite 6: Auskunft über die aktuelle Schwangerschaftsanamnese

Auch in diesem Abschnitt des Mutterpasses erfolgen die Erklärungen am besten anhand der Stichworte:

  • Ovulationshemmer eingenommen bis: Erfragt den genauen Zeitpunkt, an dem die Pille abgesetzt wurde. Nach langjähriger Pilleneinnahme kann der Zyklus zunächst instabil sein, das erschwert die genaue Bestimmung des Geburtstermins.
  • Konzeptionstermin ist der Termin der Empfängnis. An diesem Tag beginnt die Schwangerschaft und dauert durchschnittlich 266 Tage. Ist dieses Datum bekannt, erfolgt die Bestimmung des Entbindungstermins wesentlich genauer.
  • Dauermedikation beschreibt die permanente Einnahme von Medikamenten bei chronischen Erkrankungen. Diese schließen einen erfolgreichen Verlauf der Schwangerschaft nicht aus und müssen natürlich weiter eingenommen werden. Es gibt allerdings Präparate, die für das Ungeborene gesundheitsschädlich sind. Diese müssen vom Arzt auf solche umgestellt werden, die keine Gefährdung für das Kind mit sich bringen.
  • Abusus beschreibt den anhaltenden Genuss von Zigaretten, Drogen oder Alkohol in der Schwangerschaft. Das bringt ein erhöhtes Missbildungsrisiko für das Kind mit sich.
  • Blutungen vor/nach der 28. SSW (Schwangerschaftswoche), Blutungen in der Frühschwangerschaft bis zur 12. Woche: Können ein Hinweis auf eine Eileiterschwangerschaft sein, danach kündigen sie häufig eine drohende Fehlgeburt an. Ab der 28. Schwangerschaftswoche spricht man von einer drohenden Frühgeburt. Schmierblutungen zeigen gelegentlich auch einen falschen Sitz des Mutterkuchens oder eine vorzeitige Lösung einer normal sitzenden Plazenta an.
  • Placenta praevia bedeutet, dass der Mutterkuchen vor dem inneren Muttermund liegt und den normalen Geburtsweg verlegt.
  • Mehrlingsschwangerschaften sind solche, in denen zwei oder mehr Kinder ausgetragen werden. Hier wird das Komplikationsrisiko von vornherein höher eingestuft. Natürlich ist auch die Belastung für die werdende Mutter größer.
  • Hydramnion beschreibt eine Vermehrung des Fruchtwassers auf mehr als zwei Liter. Dieses kann ein Hinweis auf eine kindliche Fehlentwicklung sein, aber auch auf einen Diabetes der Mutter hindeuten.
  • Oligohydramnion ist eine zu geringe Fruchtwassermenge. Dieser Befund tritt häufig mit Fehlbildungen der kindlichen Nieren auf. Allerdings vermindert sich das Fruchtwasser auch nach Überschreitung des Geburtstermins, was ein völlig normaler Vorgang ist.
  • Terminunklarheit bedeutet, dass sich der Geburtstermin nicht genau berechnen lässt, weil das Datum der letzten Periode der Mutter nicht erinnerlich war oder das errechnete Datum nicht mit den erhobenen Untersuchungsbefunden übereinstimmt.
  • Plazenta-Insuffizienz beschreibt eine Funktionsstörung des Mutterkuchens, bei der es zu einer Unterversorgung des Babys mit Nähr- und Sauerstoff kommt. Das führt zu einer Wachstumshemmung, die meist erst im letzten Drittel der Schwangerschaft sichtbar wird. Hier müssen engmaschige Ultraschallkontrollen erfolgen, damit eine ernste Gefährdung des Kindes rechtzeitig bemerkt wird. Dann muss die Schwangerschaft eventuell sogar vorzeitig beendet werden.
  • Isthmozervikale Insuffizienz ist eine Schwäche des Gebärmutterhalses, bei der sich der Muttermund meist nach der 12. Schwangerschaftswoche unbemerkt öffnet. Die Behandlung besteht in einer rechtzeitigen Gebärmutterhalsumschlingung (Cerclage).
  • Vorzeitige Wehentätigkeit ist ein gehäuftes Auftreten von Wehen vor der 38. Schwangerschaftswoche (mehr als zweimal stündlich). Diese können schon einen verfrühten geburtsvorbereitenden Charakter haben.
  • Anämie beschreibt eine Blutarmut bei der Mutter. Da die roten Blutkörperchen die Sauerstoffträger im Blut sind, kommt es bei einem Mangel schnell zur Frühgeburt oder zu mütterlichen Erkrankungen.
  • Harnwegsinfektionen sind Entzündungen der ableitenden Harnwege, die in der Schwangerschaft unbedingt behandelt werden müssen, weil sie sonst leicht chronisch werden.
  • Indirekter Coombstest positiv bedeutet, dass im mütterlichen Blut Antikörper gegen andere Blutgruppen festgestellt wurden.
  • Risiko aus anderen serologischen Befunden listet nochmals eventuelle pathologische Befunde aus den Blutuntersuchungen auf.
  • Eiweißausscheidung im Urin ist ein Zeichen für gesteigerte Durchlässigkeit der Nieren für Eiweiße, was verschiedene auch krankhafte Ursachen haben kann.
  • Ödeme sind Wasseransammlungen im Gewebe. Häufig sammelt sich dieses nach langem Stehen in den Beinen. Sie können aber auch ein Hinweis auf eine Nierenfunktionsstörung der Mutter sein.
  • Hypotonie ist ein zu niedriger Blutdruck.
  • Schwangerschaftsdiabetes ist eine Zuckerkrankheit, die bei der werdenden Mutter durch eine meist ererbte Schwäche der Bauchspeicheldrüse entsteht. Diese kann den vermehrten Insulinbedarf während der Schwangerschaft nicht ausreichend decken. Unter der Belastung der Schwangerschaft entwickelt sich eine Zuckerstoffwechselstörung, die meist nach der Geburt wieder verschwindet.
  • Lageanomalien sind alle Positionen des Kindes kurz vor der Geburt, die von der normalen Endstellung mit dem Schädel voran (SL für Schädellage) abweichen. BEL bedeutet Beckenendlage (der Steiß des Kindes geht voran). Wenn eine falsche Kindslage ein Geburtshindernis darstellt, muss ein Kaiserschnitt durchgeführt werden (zum Beispiel bei QL, also Querlage).

Mutterpass Seite 7 und 8 enthalten die bei den Untersuchungen erhobenen Befunde

Hier zum besseren Verständnis die Erklärung der Fachworte:

  • SSW ggf. Korr. = Schwangerschaftswoche, gegebenenfalls Korrektur. Sollten errechneter Termin und die bei den Untersuchungen erhobenen Befunde nicht übereinstimmen, kann der Arzt den Geburtstermin nach seinen Befunden korrigieren.
  • Fundusstand bezeichnet die Position des oberen Gebärmutterrandes. Mit zunehmender Schwangerschaftsdauer wandert dieser immer mehr nach oben.
  • Herztöne des Kindes werden etwa ab der 25. Schwangerschaftswoche bei den Vorsorgeuntersuchungen kontrolliert. Sie geben Aufschluss über das Wohlbefinden des Kindes.
  • Kindsbewegungen spürt eine Erstgebärende etwa ab der 20. Schwangerschaftswoche; Mehrgebärende merken sie ungefähr zwei Wochen früher.
  • Varikosis sind Krampfadern, die sich im Laufe einer Schwangerschaft aufgrund der vermehrten Belastung der Beine (seltener auch am After und an den Schamlippen) schneller ausbilden.
  • Gewicht: Die normale Gewichtszunahme beträgt zwischen 11 und 15 Kilogramm. Wassereinlagerungen erhöhen diesen Wert. Im 1. Drittel der Schwangerschaft ist normalerweise kein Gewichtsanstieg zu verzeichnen und genauso wenig kurz vor der Geburt.
  • Vaginale Untersuchung: Sie wird bei jeder Vorsorge durchgeführt. Hierbei ertastet der Gynäkologe den Zustand von Gebärmutterhals und -mund. Am Ende der Schwangerschaft wird ferner festgestellt, ob der kindliche Kopf schon in das kleine Becken der Mutter eingetreten ist.
  • Sonstige Maßnahmen beschreibt die außergewöhnlichen Zusatzuntersuchungen in der Über 4 Millionen Typ-2-Diabetiker müssen Teststreifen selbst bezahlen Schwangerschaft wie zum Beispiel eine Fruchtwasseruntersuchung oder Hormonanalysen.

Seite 9: Ergebnisse der Ultraschalluntersuchungen

Es gibt gewisse Fixpunkte, an denen der Gynäkologe die normale Entwicklung des Kindes ablesen kann. So misst er regelmäßig:

  • SSL = Scheitel-Steiß-Länge. Da die exakte Länge des Kindes aufgrund seiner gebeugten Haltung in der Gebärmutter nicht ausgemessen werden kann, dient die Distanz vom Scheitel zum Steiß als Hilfsgröße zur Beurteilung der kindlichen Entwicklung.
  • FS = Fruchtsack. In der 5. bis 8. Schwangerschaftswoche kann per Ultraschall die Entwicklung des Fruchtsackes beurteilt werden. Durch seine Lokalisation schließt man auch eine Extrauterinschwangerschaft aus.
  • BIP = biparietaler Kopfdurchmesser. Der Abstand zwischen den beiden Scheitelbeinen (von Ohr zu Ohr) ist der größte Querabstand des Schädels.
  • ATD = abdominatransversaler Durchmesser. Das bezeichnet den queren Bauchdurchmesser unterhalb des Brustkorbs.

Mithilfe dieser Maße kann man mit ziemlicher Genauigkeit das Gewicht und die Entwicklung des Kindes beurteilen.

Mutterpass Seite 10, 11 und 12

Seite 10 zeigt einen normalen Kurvenverlauf der Werte in Verhältnis zueinander.

Cardiotokografische Befunde sind die Ergebnisse der Herztonaufzeichnung beim Kind und der Wehenkurve der Mutter, die in der 2. Schwangerschaftshälfte regelmäßig mit einem Ultraschallverstärker kontrolliert werden, um das Wohlbefinden des Kindes zu überprüfen und eine vorzeitige Wehentätigkeit zu erkennen.

Mutterpass Seite 11

Diese Seite im Mutterpass dokumentiert die Ergebnisse der Abschlussuntersuchung der Mutter nach der Geburt.

Autor: Springer Medizin / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 02. Oktober 2007

Fragen Sie unser Gesundheitsteam

Kostenlos. 24 Stunden täglich. Unsere Gesundheitsexperten beantworten Ihre Fragen.

mehr lesen...
Neueste Fragen aus der Community
  • Babyernährung
    Welche Milchnahrung? heute, 07:30 Uhr von Nina1402

    Sehr geehrte Frau Cremer, unser Sohn ist nun 9 1/2 Monate alt. Er wird noch 1 mal in der...  mehr...

  • Babyernährung
    Öl im Babybrei gestern, 13:08 Uhr von Janine7

    Einen schönen guten Tag, ich habe nochmal eine Frage zum Öl. Bisher verwende ich...  mehr...

  • Babyernährung
    Paukenerguss 21.07.2014 | 11:59 Uhr von BamBam

    Hallo Lucia, ich habe nochmal eine medizinische Frage an dich und hoffe, du hast wieder...  mehr...

Neueste Artikel

Zum Seitenanfang