Essen wie auf dem Mond

Mit Trinknahrung ausreichend ernährt

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Trinknahrung ist eine Möglichkeit, den Körper mit ausreichend Nährstoffe zu versorgen.
Getty Images/iStockphoto

Sind Menschen nicht in der Lage, selbst ausreichend zu essen, wird eine Ernährungstherapie, die so genannte künstliche Ernährung, notwendig. Trinknahrung ist eine Möglichkeit, dem Körper ausreichend Nährstoffe zur Verfügung zu stellen.

Der Ursprung der künstlichen Nahrung liegt in der „Astronautenkost“, einem im Nährstoffgehalt genau definierten Gemisch reiner Nährstoffe. Wegen des Platzmangels in den kleinen Weltraumkapseln sollten sich die Astronauten mit isolierten Nährstoffen ernähren. Mediziner erkannten schnell die faszinierenden Anwendungsmöglichkeiten dieser neuen Kostform. Denn gerade wenn ein kranker Mensch mehr Kalorien und Nährstoffe benötigt, fällt ihm das Essen oft schwer. Der Einsatz von Trinknahrung ist dann ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung des Ernährungszustandes und trägt zum Wohlbefinden des Patienten bei. Trinknahrung verfügt über einen hohen Kaloriengehalt, enthält Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate im richtigen Verhältnis und liefert lebensnotwendige Nährstoffe in ausreichender Menge und leicht verwertbarer Form.

Trinknahrung für verschiedene Situationen

Für bestimmte Krankheiten und in besonderen Stoffwechselsituationen gibt es in den Apotheken Spezialnahrungen, die den besonderen Bedürfnissen der Patienten entsprechen, z. B. Trinknahrung zur diätetischen Behandlung von Lungenerkrankungen, zur Regulierung des Blutzuckers bei Diabetikern sowie zur Operationsvorbereitung.

Das leistet Trinknahrung:

  • Trinknahrung steigert das Wohlbefinden und gibt mehr Kraft, die Aktivitäten des täglichen Lebens zu meistern.

  • Trinknahrung stabilisiert das Immunsystem.

  • Trinknahrung gibt es in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Künstliche Ernährung zu Hause

Es gibt aber auch Situationen, in denen ein Mensch gar nicht in der Lage ist, sich wie üblich selbst über den Mund zu ernähren. Dann gibt es weitere Formen der Ernährungstherapie. Unterschieden werden die enterale Ernährung über den Magen-Darm-Trakt und die parenterale Ernährung, bei der die Nährstoffe direkt ins Blut gehen. Bei massiven Schluckbeschwerden und bei stark geschwächten pflegebedürftigen Patienten oder bei massiver Erkrankung des Magen-Darm-Traktes gelingt es mitunter nur so, lebenswichtige Funktionen aufrechtzuerhalten. Der häufigste Grund für die Verabreichung von Sondennahrung sind Schluckstörungen, z. B. nach einem Schlaganfall oder bei Krebserkrankungen.

Frühe Entlassung aus dem Krankenhaus

Enterale und parenterale Ernährung sind heute auch zu Hause möglich. Ein großer Vorteil dieser Ernährungsformen ist, dass Patienten häufig schon frühzeitig aus dem Krankenhaus entlassen werden können. So kann der Kranke schnell zurück in seine gewohnte Umgebung und zu seinen Angehörigen kommen. Voraussetzung ist natürlich, dass medizinische Behandlung und Pflege auch zu Hause funktionieren. Die Möglichkeiten, die die künstliche Ernährung Sonden- und Trinknahrung heute bietet, sind sehr vielfältig.

Autor: Redaktion Heilberufe
Letzte Aktualisierung: 27. Oktober 2009
Durch: Andreas Gill / Lifeline

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