Kondom kaufen – darf es bunt sein?
Vorbei die Zeiten, als junge Männer in der Apotheke verschämt und mit rotem Kopf nach dem elastischen Verhütungsmittel fragten. Heute hat man beim Kondom kaufen die Qual der Kondom-Wahl. Lusttüten in allen Farben und Formen sollen mehr Spaß ins Schlafzimmer bringen. Aber sind sie auch sicher?
Die Angst vor Aids hat das Kondom kaufen und deren Gebrauch selbstverständlicher werden lassen. In jedem Drogeriemarkt gehören sie heute zum festen Sortiment. Laut dem neuesten Bericht der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geben heute 85 % der Deutschen in der Altersgruppe zwischen 16 und 65 Jahren an, sie hätten schon Kondome benutzt. 390 Kondome pro Minute werden hierzulande verbraucht. Kein Wunder, denn durch die vielen unterschiedlichen Formen und Farben lassen sich die Lümmel-Tüten fantasievoll in das Liebesspiel einbauen und haben somit viel von ihrer Bremswirkung für Lust und Leidenschaft verloren.
Kondom kaufen – manche treiben es bunt
Üblicherweise werden die Gummis aus Latex, dem Saft der Kautschukpflanze, hergestellt. Mit 0,04-0,08 Millimeter Wandstärke sind sie dünner als die menschliche Haut. Statt zur durchsichtigen Standard-Version greifen heute viele lieber zu poppig bunten Tütchen. Es gibt sie in grün, gelb, rot und schwarz, mit Punkten, geringelt oder mit Comic-Aufdruck. Auch der unangenehme Geschmack nach Gummi muss nicht mehr sein. Schoko-, Erdbeer-, Kirsch-, Banane- und Pfefferminzaroma lassen die "Schönste Sache der Welt" auch für Nase und Gaumen zum Vergnügen werden. Wer auf zusätzliche Stimulation wert legt, kann zu Präservativen mit Rillen oder Noppen greifen. Beim Kondom kaufen sollten all die üblichen Prüfsiegel auf der Packung sein. Dann sind sie ebenso sicher wie das glatte und geschmacksneutrale Standard-Modell. Vorsicht geboten ist allerdings bei sogenannten Scherz-Kondomen, die im Dunkeln leuchten und in verrückten Formen angeboten werden. Denn diese Spaß-Tüten sind selten tauglich für safer sex.
Kondome sind bislang das einzige Verhütungsmittel, das zuverlässig vor AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten wie Hepatitis, Tripper und Herpes Genitalis schützt. Bei richtiger Anwendung können Paare mit Präservativen fast genauso sicher verhüten wie mit der Pille. Der sogenannte Pearl Index von Kondomen liegt je nach Studie zwischen 1 und 30. Der der Pille liegt unter 1. Passiert eine Panne, liegt das meist an unsachgemäßer Handhabung und selten daran, dass Kondome zu unsicher sind. Beim Kondom kaufen also auf das Prüfsiegel achten und in der Handhabung Vorsicht walten lassen!
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