Aphrodisiaka

Essen und Trinken für mehr Lust

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Auf die Zutaten kommt es an, ob das romantische Essen zu zweit sich zum frivolen Liebes-Mahl mausert.
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Manche Lebensmittel machen aus einem einfachen Mahl ein sündiges Dinner. Aphrodisiaka heißen die Speisen, welche die Lust auf die Liebe anheizen sollen - auf ganz natürliche Weise. Und davon gibt es eine ganze Menge.

Mit aphrodisierenden Zutaten kann sich das Essen vom romantischen Candle-Light-Dinner in ein prickelndes Vorspiel verwandeln. Der Begriff Aphrodisiakum geht zurück auf die griechische Liebesgöttin Aphrodite. Sie, so erzählen es Legenden, konnte mit einem Zaubergürtel das Begehren erwecken, sinnlich-erotische Genüsse schenken und die Potenz beleben.

Im Mittelalter gehörten "Liebesmittel" zum gesellschaftlichen Leben und fanden in Festgelagen und Orgien reißenden Absatz. Heutzutage gewinnen die "Liebesdrogen" wieder an Bedeutung. Zu ihnen zählen Nahrungsmittel, Getränke, Drogen und andere Substanzen, von denen angenommen wird, dass sie sexuell stimulierend wirken.

Genuss mit allen Sinnen

Das Doping für die Liebe funktioniert ganz ohne Zauberei. Mit verschiedenen Inhaltsstoffen, mit Geschmack, Aussehen oder Aroma kurbeln die Aphrodisiaka den Kreislauf an oder helfen, dass die Produktion von Sexual- und Glückshormonen auf Hochtouren läuft.

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So macht das in Chili enthaltene Capsaicin scharf und leidenschaftlich, weil es den Stoffwechsel befeuert, Glückshormone sprudeln beim Naschen von Schokolade. Eiweißreiche Lebensmittel mit viel Zink, wie zum Beispiel Krustentiere, sollen die Manneskraft stärken. Beim Liebesdinner isst außerdem das Auge mit. Nicht umsonst haben viele Aphrodisiaka Ähnlichkeit mit der Form oder dem Geruch weiblicher oder männlicher Genitalien. So läuft beim sinnlichen Schlürfen von Austern nicht nur das Wasser im Mund zusammen und der Anblick praller Spargelstangen lässt auf eine unvergessliche Liebesnacht hoffen.

Medizin und Lust-Mittel zugleich

In Asien oder Lateinamerika haben Aphrodisiaka eine lange Tradition und sind nicht selten Heilmittel und erotisches Stimulans zugleich. So sollen die Inhaltsstoffe der Maca-Wurzel in den Anden bei mangelnder weiblicher Libido in den Wechseljahren helfen. Im alten China ist Ginseng das Mittel der Wahl für Körper, Geist, Lust und Liebe. Nach der traditionellen chinesischen Medizin stärkt es die Körperfunktionen. Ginseng fache das innere Feuer an, sagen die Chinesen. Als Aphrodisiakum nennen sie es „Lenzmittel“ oder „Medizin für Yin und Yang“ und nehmen die Wurzel ein, um möglichst lange jung, vital und lüstern zu bleiben.

Übertreiben sollten Verliebte es beim erotischen Menü jedoch nicht. Vor allem Zutaten zweifelhafter Herkunft und fragwürdiger Zusammensetzung sollten sie lieber einen Korb geben. Manche Elixiere wie spanische Fliege sind giftig. Liebespillen wie Viagra helfen, körperliche Störungen wie eine erektile Dysfunktion zu beseitigen. Mehr Verlangen nach dem oder der Anderen und sinnlicheren Genuss bringen sie jedoch nicht. Sie können stattdessen ernste Nebenwirkungen hervorrufen. Dann ist die heiße Liebesnacht am Valentinstag eher vorbei, als sich beide erträumt haben.

Aphrodisiaka: Zwölf Zutaten für die Lust

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Letzte Aktualisierung: 12. Februar 2014

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