Familienplanung

Hormonwerte: Was der Laborbefund aussagt

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Hormonwerte spiegeln den Gesundheitszustand wieder
Getty Images

Hormone sind eine Art chemische Botschafter, die auch durch den Blutkreislauf des Körpers reisen. Dort sind sie in bestimmten Mengen enthalten. Entnimmt man Blut, lassen sich in einem Labor die Menge der Hormone bestimmen. Das Ergebnis sind die sogenannten Hormonwerte.

Hormonwerte können Aufschluss über den Gesundheitszustand eines Menschen geben. Außerdem lässt sich an bestimmten Hormonwerten ablesen, ob eine Schwangerschaft besteht. Das gilt zum Beispiel für den Botenstoff HCG. Das Hormon entsteht im Mutterkuchen (Plazenta), der sich zu Beginn einer Schwangerschaft bildet. Zeigt sich im Blut eine erhöhte HCG-Konzentration, weist dies auf eine Schwangerschaft hin.

Darüber hinaus kann es sinvoll sein, bei einem bestehenden Kinderwunsch die Hormonwerte zu überprüfen. Dadurch lassen sich zum Beispiel Erkrankungen an der Schildrüse als Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch ausschließen.

Hormonwert-Tabelle

Die folgende Tabelle listet einzelne Hormonwerte auf. Für jedes einzelne Hormon gibt sie außerdem sogenannte Referenzwerte an. Diese Werte stellen Bereiche dar, in denen der Anteil eines Hormons im Blut (Hormonkonzentration) als normal beziehungsweise „gesund“ gilt.

Hormonwerte, die nicht in diesen Bereichen liegen, weisen jedoch nicht zwingend auf eine Krankheit hin. Denn die Konzentration der Botenstoffe kann sich von Mensch zu Mensch unterscheiden. Zeigt das Blutbild abweichende Hormonwerte, ist der Arzt der richtige Ansprechpartner. Er kann die Ergebnisse aufgrund Ihrer persönlichen Lebensbedingungen beurteilen und nach möglichen Gründen forschen.

Beachten Sie bitte außerdem, dass nicht alle Labore einheitliche Referenzbereiche für die Hormonwerte verwenden. Es kann also sein, dass Sie eine Ergebnis Ihrer Hormonwerte erhalten, bei den die Referenzwerte leicht von den in der Tabelle aufgelisteten Angaben abweichen.

Autor: Jessica Schmid
Letzte Aktualisierung: 21. Oktober 2009
Durch: Dirk Eichenlaub
Quellen: Online-Informationen des Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF), München und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Gebutshilfe (DGGG), Berlin: www.frauenaerzte-im-netz.de (Stand: 12.02.2009) Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie e.V., Regenstauf: http://www.endokrinologie.net (Stand: Februar 2009) Online-Informationen der medweb24 GmbH: http://www.laborlexikon.de (Stand: Februar 2009) Diedrich K. et al. (Hrsg.): Gynäkologie und Geburtshilfe. Heidelberg, Springer 2007 Seelig, H. P. und Meiner, M.: Laborwerte klar und verständlich. Gräfe und Unzer, München 2005

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