Weihnachtsplätzchen ohne Gift

Acrylamid meiden: Tipps fürs Backen und Kochen

Vorsicht bei selbstgemachten Plätzchen: Bei zu hohen Temperaturen im Ofen bildet sich Acrylamid. Aber auch fürs Kochen und Braten gibt es Tipps, um die Belastung mit dem krebserregenden Stoff gering zu halten.

plätzchen.jpg
Ob Bäume, Sterne oder Herzen: Plätzchen bei unter 190 Grad Celsius zu backen, senkt ihren Acrylamid-Gehalt. Niedrigere Temperaturen sind noch besser.
Getty Images/Ingram Publishing

Ein hoher Acrylamidgehalt in selbst gebackenen Plätzchen lässt sich vermeiden, wenn der Ofen nicht heißer als 190 Grad ist. Das Backen sollte nach der Devise "vergolden statt verkohlen" erfolgen, erläutert die Deutsche Krebshilfe in Bonn. Hilfreich sei auch, den Teig mit einem Ei zuzubereiten, weil das die Bildung des Stoffes bei Temperaturen unter 190 Grad verringert.

Acrylamid steht im Verdacht, Krebs zu erregen. Es bildet sich ab Werten von 120 Grad in kohlenhydratreichen Lebensmitteln. Ab 190 Grad nimmt der Gehalt besonders stark zu. Da laut der Krebshilfe bislang nicht geklärt ist, wie viel Acrylamid dem Menschen schaden kann, sollten Verbraucher so wenig wie möglich davon zu sich nehmen.

Acrylamid in trocken gerösteten Kartoffeln schnellt in die Höhe

Der Acrylamidgehalt in gebrateten Speisen kann durch diese einfachen Regeln genauso gesenkt werden. Zum Beispiel sollten auch "Pommes frites und Bratkartoffeln in Ofen oder Pfanne nicht dunkler als hellgold werden", sagt Irene Lukassowitz, Sprecherin des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) in Berlin.

Die Lebensmittel sollten auch nicht vollkommen "trocken" gebraten oder gebacken werden: "Wir wissen, dass der Acrylamidgehalt zum Beispiel in Bratkartoffeln sprunghaft ansteigt, nachdem die Feuchtigkeit beim Braten entwichen ist." Lukassowitz hält einen hohen Acrylamidgehalt in gebratenen, gebackenen oder frittierten Lebensmitteln für ein "ernstzunehmendes Risiko". Acrylamid steht im Verdacht, Krebs auszulösen und das Erbgut zu schädigen.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 17. Dezember 2013
Quellen: dpa

Beitrag zum Thema aus der Community
Fragen Sie unsere Experten!

Kostenlos. 24 Stunden täglich. Unsere Gesundheitsexperten beantworten Ihre Fragen.

mehr lesen...

Zum Seitenanfang