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- Psoriasis-Patienten sollten sich vor Sonnenbrand schützen.
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Lange schon vermutet, jetzt eindeutig belegt: Künstliches UV-Licht im Solarium begünstigt schwarzen Hautkrebs. Auch wenn Sonne bei den Beschwerden gut tut, Psoriatiker sollten sich vor Sonnenbrand schützen.
Bereits seit langem ist der Zusammenhang zwischen Sonnenlicht und dem Risiko für schwarzen Hautkrebs, das maligne Melanom, bekannt. Veränderte Freizeitgewohnheiten, die Aktivitäten im Freien und häufiges Sonnenbaden – auch im Solarium – mit einschließen, werden unter anderem für die weltweite Zunahme der Erkrankungsfälle verantwortlich gemacht. In Maßen genossen und abhängig vom jeweiligen Hauttyp, führt Sonnenstrahlung zur Bräunung der Haut. So bildet sich ausgehend von den Pigmentzellen der Oberhaut, den sogenannten Melanozyten, beim Sonnen eine bräunliche Pigmentierung, wodurch die UV-Strahlen bereits in den obersten Hautschichten abgeblockt werden. Ist die Sonnenstrahlung jedoch zu intensiv, reicht die Pigmentierung nicht mehr aus. Die Strahlen dringen dann in tiefere Hautschichten vor und führen zu Sonnenbrand mit Rötung, Brennen und Juckreiz. Häufige schwere Sonnenbrände erhöhen nachweislich die Gefahr für Hautkrebs.
Auch Licht aus dem Solarium erhöht die Hautkrebsgefahr
Eine jetzt veröffentlichte Studie zeigt, dass auch häufiges Sonnenbaden im Solarium das Risiko für schwarzen Hautkrebs erhöht. Dabei wurden mehr als 1000 an schwarzem Hautkrebs Erkrankte sowie ebenso viele nicht an Hautkrebs erkrankte Kontrollpersonen im Alter zwischen 25 und 59 Jahren zu ihren Solariumsgewohnheiten befragt.
Knapp zwei Drittel der Hautkrebspatienten und etwas mehr als die Hälfte der Kontrollpersonen hatten mindestens einmal in ihrem Leben ein Sonnenstudio aufgesucht. Sie hatten verglichen mit Studienteilnehmern, die niemals im Solarium gewesen waren, ein um 74 Prozent erhöhtes Risiko für schwarzen Hautkrebs. Bei häufigem Sonnenstudiobesuch (mehr als 50 Stunden insgesamt, 100 Einzelsitzungen oder Solariumsbesuche über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren) war das Risiko sogar um das Zweieinhalb- bis Dreifache erhöht. Die Art der künstlichen Sonnenbank spielte dabei ebenso wenig eine Rolle wie das Lebensalter, in dem mit dem Besuch begonnen wurde, und das Geschlecht. Risikoloses Sonnenbaden sei praktisch nicht möglich, so die Interpretation der Studienautoren.
Psoriatiker sollten sich schützen
Auch für Psoriasis-Patienten, die durch Sonnenbestrahlung ihre Beschwerden oftmals bessern können, gilt: Ungeschütztes Sonnenbaden, egal ob im Freien oder im Solarium, erhöht die Gefahr für schwarzen Hautkrebs und ist deshalb nicht zu empfehlen.
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Gesünder sonnenbaden
Medikamente, Make-up, die richtige Creme und sogar Strahlung hinter Fensterscheiben: Beim richtigen Sonnen gibt es einiges zu beachten.
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Sonnenterrassen besonders pflegen
Schultern, Stirn, Nase: Diese sogenannten Sonnenterrassen bekommen besonders viel Strahlung ab und verdienen deshalb eine Extraportion Sonnencreme.
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Hautschutz langsam aufbauen
Die Hautbräunung ist ein natürlicher Schutzmechanismus gegen Strahlenschäden, der allerdings Zeit braucht. Übertreiben Sie es deshalb nicht gleich mit der ersten Frühjahrssonne - selbst sie ist schon sehr intensiv.
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Kinder brauchen besonderen Schutz
Kleinstkinder bis ein Jahr sollten nach Möglichkeit gar nicht in die pralle Sonne. Die größeren Kleinen brauchen einen besonders hohen Lichtschutzfaktor, daher am besten Spezialprodukte für Kinder verwenden.
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Vorsicht am und im Wasser
Die Wasseroberfläche reflektiert Strahlung, daher ist am Strand und auf der Luftmatratze Vorsicht geboten. Es empfehlen sich wasserfeste Cremes, regelmäßiges Nachcremen und ein schattiges Plätzchen.
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Kopfhaut nicht vergessen
Oft übersehen wird der Schutz der Kopfhaut. Wenn Sie einen Scheitel tragen, verlagern Sie ihn öfter, um nicht eine Hautpartie übermäßig zu schädigen. Falls Sie eine Glatze tragen, verwenden Sie am Oberkopf Sonnencreme.
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Sonnenstich vorbeugen
Um das Sonnenbaden nicht mit der Übelkeit eines Sonnenstichs zu bezahlen, stets den Kopf und Nacken bedecken.
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Bloß kein Lipgloss
Die transparente Kosmetik kann, genau wie Babyöl, die Strahlung stärker machen. Pflege braucht die Mundpartie in der Sonne natürlich trotzdem, am besten mit einem speziellen Sonnenschutzprodukt für die Lippen.
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Genug trinken
Wer viel schwitzt, muss für Nachschub sorgen, aber bitte für alkoholfreien - wie Wasser und dünne, erfrischende Schorlen.
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Schatten ist nicht Schutz genug
Selbst im Schatten erreichen Ihre Haut bis zu 50 Prozent der UV-Strahlen. Cremen Sie sich also unter Bäumen, Palmen und Sonnenschirm genauso gut ein.
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Die Augen schützen
Strahlung- und lichtempfindlich sind vor allem die Augen. Eine größere Sonnenbrille schützt zugleich die empfindliche Haut drumherum und beugt Fältchen vor.
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Make-up lieber weglassen
Wer am Strand auf Make-up, Rouge und Mascara setzt, riskiert einen unschönen, fleckigen Teint statt gleichmäßiger Bräune.
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Seien Sie sich der Strahlung bewusst
Sich unbekümmert und exzessiv zu sonnen, schadet der Gesundheit. Führen Sie sich immer wieder vor Augen: Sonne heißt Strahlung. Und die kurbelt zwar die Vitamin-D-Produktion an, lässt aber zugleich die Haut altern und anfällig für Krebs werden.
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Siesta halten
Meiden Sie die direkte Mittagssonne zwischen elf und 15 Uhr und gönnen Sie Ihrer Haut stattdessen eine Auszeit.
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Vorsicht am Fenster
Zwar wird man hinter Glasscheiben nicht braun, die für die Hautalterung verantwortlichen UV-B-Strahlen durchdringen sie jedoch. Autofenster dagegen schützen meist vor beiden Wellenlängenbereichen.
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Gesicht gesondert eincremen
Die empfindlichere Gesichthaut braucht ein spezielles Pflegeprodukt mit höherem Lichtschutzfaktor, um den Zeichen der Zeit etwas entgegen zu setzen.
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Hände brauchen hohen LSF
Das Gleiche gilt für die Hände: Ein hoher Lichtschutzfaktor schützt sie vor Altersflecken und Hautkrebs.
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Aufs Ablaufdatum der Sonnencreme achten
Mittlerweile haben Kosmetika eine empfohlene Verwendungsdauer aufgedruckt. Überschreiten Sie sie nicht und kaufen Sie im Zweifelsfall eine neue Flasche, um optimalen Schutz zu erzielen.
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Regelmäßig nachlegen
Es ist ein alter Rat, der aktuell bleibt: Nur wer regelmäßig, großzügig und flächig nachcremt, bietet seiner Haut ausreichenden Sonnenschutz.
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Vorsicht mit bestimmten Medikamenten
Lesen Sie aufmerksam den Beipackzettel, wenn Sie regelmäßig Arzneien einnehmen: Manche Medikamente erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut - Sonnenbäder sollten Sie dann nach Möglichkeit vermeiden.
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Hauttyp respektieren
So banal es klingen mag: Achten Sie auf Ihren Hauttyp und muten Sie ihrer Haut nicht zu, auf Gedeih und Verderb einen Ton dunkler zu werden. Ihr größtes Organ wird es Ihnen danken - mit gesundem und glattem Aussehen.
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Klasse statt Masse
Überschreiten Sie eine Maximalzahl von 50 Sonnenbädern pro Jahr nicht, egal wie lange sie dauern. Das raten Experten.
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Lange Kleidung
Sehr effektiv vor Strahlenschäden schützt es, die Haut mit Kleidung zu bedecken. Je enger sie gewebt ist, desto besser.
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Haut regelmäßig auf Veränderungen überprüfen
Beobachten Sie Ihre Haut selbst, gerade an schwer zugänglichen Stellen wie Oberkopf und Fußsohlen. Das Screening beim Hautarzt hilft, bösartige Veränderungen zu erkennen.
(c) Stockbyte
Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 05. August 2011
Quellen: Lazovich, A. et al.: Indoor Tanning and Risk of Melanoma: A Case-Control Study in a Highly Exposed Population. In: Cancer Epidemiology, Biomarkers and Prevention 19(6), (2010), S. 1557-1568; Pressemitteilung vom 27. Mai 2010: „U of M study definitively links indoor tanning to melanoma“. University of Minnesota, USA (http://www.ahc.umn.edu/media/releases/indoortanning/index.htm)