Was tun gegen Dermatillomanie?

Skin Picking: Wenn Knibbeln und Kratzen zum Zwang wird

Skin Picking ist eine psychische Erkrankung, die zu den Zwangsstörungen zählt. Betroffene gehen rabiat mit ihrer Haut um: Sie zupfen, quetschen, drücken oder kratzen an Pickeln, Mitessern oder Hautunebenheiten solange herum, bis es blutet. Dafür setzen sie Fingernägel, Pinzetten oder sogar Messer ein. Die malträtierte Haut schmerzt, entzündet sich, eitert und bildet Narben. Ihr Verhalten können Menschen mit Dermatillomanie – das ist der Fachausdruck für zwanghaftes Rupfen an der Haut – nicht willentlich kontrollieren. Aber eine Verhaltenstherapie und Tipps für den Alltag können helfen.

skin picking
Von der Skin-Picking-Störung Betroffene können nicht aufhören, an ihrem Körper herumzudoktern.
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Skin Picking ist eine psychische Erkrankung, die zu den Zwangsstörungen zählt. Weitere Namen sind Dermatillomanie, Neurotic Excoriation oder Acné excoriée. Übersetzt bedeuten diese so viel wie pathologisches Hautzupfen oder -quetschen. Betroffene gehen dabei rabiat vor: Sie knibbeln, pulen, quetschen, reiben oder kratzen an der Schutzhülle des Körpers. Bevorzugte Stellen für das Skin Picking sind das Gesicht, Dekolleté, der obere Teil des Rückens, die Schultern, Arme oder Unterschenkel.

Sie bearbeiten störende Pickel, Mitesser, Hautunebenheiten oder Schorf mit Fingernägeln, Fingern, Zähnen, Nadeln, Scheren, Messern oder Pinzetten. Ihrer Haut fügen sie so schweren Schaden zu: Sie blutet, rötet und entzündet sich, eitert, schmerzt, bekommt Narben und sieht optisch unschön und gezeichnet aus. Oft heilen die Wunden Wochen oder Monate nicht, weil Betroffene sie nicht in Ruhe lassen und immer wieder neu bearbeiten.

Skin Picking ist keine bloße Angewohnheit, sondern Zwang

Die Besonderheit beim Skin Picking ist, dass die Patienten einen starken inneren Drang oder Zwang verspüren, ihre Haut zu malträtieren, dem sie kaum Widerstand entgegen setzen können. Sie können mit ihrem Verhalten nicht freiwillig aufhören und es kontrollieren. Das Umfeld aus Familie, Freunden, Mitschülern oder Arbeitskollegen hat dafür meist kein Verständnis. Aber anders als viele glauben, ist das Kratzen und Pulen an der Haut nicht einfach nur eine schlechte Angewohnheit. Der Ratschlag: "Lass es doch einfach"! hilft also wenig.

Bei diesen Symptomen zum Arzt!

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Hautrupfen ist eine anerkannte Erkrankung

Die American Psychiatric Association nahm das Skin Picking im Jahr 2013 in die Rubrik der Zwangsstörungen und verwandte Störungen in das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM) auf. Damit ist die Dermatillomanie eine anerkannte psychiatrische Erkrankung, die aber noch wenig erforscht und unter Ärzten relativ unbekannt ist. Kennzeichen von Zwangserkrankungen sind Zwangsgedanken und Zwangshandlungen, die zu immer gleichen, ritualisierten Denk- oder Verhaltensweisen führen. Verbreitet sind der Waschzwang, bei dem sich Betroffene ständig die Hände waschen müssen, und der Ordnungszwang, bei dem Patienten etwa ihre Kleidung im Schrank nach Farben und einem genauen Plan sortieren.

Wen betrifft das Skin Picking?

Genaue Zahlen über die Häufigkeit des Skin Pickings gibt es nicht. Die Dunkelziffer ist hoch, weil viele Betroffene keinen Arzt aufsuchen und die Zwangsstörung lange nicht erkannt und behandelt wird. Ärzte schätzen aber, dass etwa fünf Prozent der Allgemeinbevölkerung von der Dermatillomanie betroffen sind. Darunter finden sich etwa achtmal mehr Frauen als Männer. Oft leiden Menschen nicht nur unter dem Skin Picking, sondern unter weiteren psychischen Erkrankungen.

Das Skin Picking kann prinzipiell in jedem Alter beginnen, hat aber meist in der Pubertät oder im jungen Erwachsenenalter seinen Ursprung. Die Krankheit kann auch später im Leben ausbrechen, das ist dann meist zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr der Fall.

Skin Picking: Was sind die Ursachen?

Die Ursachen des Skin Pickings sind noch nicht genau bekannt. Ärzte wissen aber, dass es nicht "die eine" Ursache der Dermatillomanie gibt. Vielmehr müssen mehrere Risikofaktoren zusammenkommen, welche die Verletzlichkeit eines Menschen erhöhen und das Skin Picking auslösen. Meist beginnt die Erkrankung schleichend.

Gesellschafter Druck zur perfekten Haut

Als einen Risikofaktor für die Entwicklung der psychischen Störung haben Forscher ausgemacht, dass eine reine, glatte, makellose Haut in der Gesellschaft als ästhetisch schön und als Zeichen von Gesundheit gilt. Der gesellschaftliche Druck zum perfekten Äußeren ist mutmaßlich ein Grund, warum viele Frauen ihre Haut so genau unter die Lupe nehmen. Gerade in der Pubertät sind die Haut und Schönheit von Mädchen nicht unwesentlich und für Jungen oft die Zielscheibe abfälliger Bemerkungen.

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Daneben scheinen persönliche Eigenschaften wie ein ausgeprägter Perfektionismus und ein geringes Selbstbewusstsein wichtig zu sein.

Dampf ablassen durch Kratzen

Für manche scheint das brachiale Kratzen, Knibbeln und Drücken wie ein Ventil zu wirken und den inneren Druck zu lindern, unter dem sie leiden. Einige berichten, das Bearbeiten der Haut bedeute eine kleine Auszeit und Pause vom Alltag oder Stress; es wirke beruhigend. Gleichzeitig verspüren sie Gefühle der Wertlosigkeit, Schuld, Hässlichkeit und der Scham – sie fühlen sich insgesamt schlecht.

Daneben haben Wissenschaftler auch biologische Faktoren gefunden, die im Zusammenhang mit der psychischen Erkrankung stehen könnten, zum Beispiel den Nervenbotenstoff Serotonin. Dieser ist normalerweise für die Regulierung von Angst, Aggression oder Stimmungen zuständig und gilt als "Glücksbotenstoff". Bei manchen Personen mit Skin Picking scheint der Serotonin-Haushalt aus der Balance geraten zu sein. So scheinen einige Medikamente, welche das Serotonin regulieren, bei Skin Picking wirksam zu sein.

Skin Picking erkennen: So deuten Sie die Symptome richtig

Menschen mit Skin Picking verspüren einen inneren Drang oder Zwang, ihre Haut mit verschiedensten Gegenständen zu bearbeiten. Ziel der Attacken sind Pickel, Mitesser, Schorf und Unreinheiten. Das Verhalten lässt sich nicht willentlich kontrollieren oder einfach abstellen. Sie kratzen, knibbeln, reiben oder pulen an den Hautstellen herum, die sie als störend empfinden. Dafür setzen sie verschiedenste – auch scharfe – Utensilien ein, zum Beispiel die Fingernägel, Pinzetten, Scheren oder die Zähne.

Folgende Symptome für Skin Picking haben Ärzte ausgemacht:

  • Es gibt sichtbare Hautschäden, zum Beispiel Wunden, Entzündungen oder Narben.

  • Betroffene können ihr hautschädigendes Verhalten nicht einfach sein lassen, obwohl sie es mehrmals versucht haben. Der innere Drang lässt sie das Verhalten immer wieder ausführen. Kurzfristig verspüren sie ein positive Wirkung (Stressabbau, Entspannung, Ablenkung), dann aber entwickeln sie Schuld- und Schamgefühle. Deshalb pflegen sie ihre Haut anschließend, bis der innere Druck wieder zunimmt und ein neuer Anlass zum Skin Picking entsteht.

  • Manche schädigen ihre Haut gedankenverloren wie in Trance, zum Beispiel bei Langeweile oder Stress, während sie lesen, fernsehen oder am PC arbeiten. Andere überlegen und vollziehen aufwändige, ausgeklügelte Rituale zur Hautschädigung.

  • Die Dauer des Kratzens und Knibbelns ist individuell verschieden. Die einen verbringen mehrere Minuten, andere mehrere Stunden täglich mit der Bearbeitung ihrer Haut.

  • Die Häufigkeit der "Kratz-Episoden" unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Meist gibt es eine bis mehrere Episoden pro Tag, in denen sich Betroffene ihrer Haut widmen.

  • Der innere Drang zum Kratzen und Reiben ist nicht jeden Tag gleich. Es gibt also "gute" und "schlechte" Phasen.

  • Betroffene fühlen sich wertlos, hässlich und schämen sich; der Leidensdruck ist hoch und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigt.

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Wer solche Anzeichen an sich feststellt, sollte sich einem Arzt anvertrauen. Viele scheuen sich davor, weil sie befürchten, der Arzt würde sie nicht ernst nehmen oder sogar für verrückt halten. So bleibt das Skin Picking oft lange Zeit unentdeckt und unbehandelt. Ohne Behandlung steigt aber das Risiko, dass die Störung in einen chronischen Zustand übergeht.

Was macht der Arzt? Diagnose des Skin Picking

Wenn Sie Ihre Haut öfters mit Werkzeugen, den Fingern oder Fingernägeln bearbeiten und sich schon Narben und Entzündungen gebildet haben, sollten Sie einen Arzt zu Rat ziehen. Suchen Sie zunächst Ihren Hausarzt auf, der Sie im Verdachtsfall an einen Spezialisten weiterleiten wird – einen Hautarzt, Psychiater oder Psychotherapeuten. Ein Problem ist, dass vielen Ärzten das Krankheitsbild der Dermatillomanie noch unbekannt ist.

"Normal" oder krankhaft?

Am Anfang steht das Gespräch zwischen Ihnen und dem Arzt, der Sie zu Ihren Beschwerden und Ihrer Krankengeschichte befragen wird (Anamnese). Er muss herausfinden, aus welchen Gründen und in welchem Ausmaß Sie Ihre Haut bearbeiten. Nicht jede Handlungsweise besitzt Krankheitswert. Im Gegenteil: Die meisten Menschen zupfen oder quetschen ab und zu an ihrer Haut herum.

Wichtig sind beispielsweise folgende Fragen, um das problematische, zwanghafte Verhalten von normalen Gewohnheiten abzugrenzen:

  • Sehen Sie Ihr Verhalten als Bestandteil der alltäglichen Reinigung und Pflege an?

  • Entspannt Sie Ihr Verhalten, baut es Druck ab und lindert Stress?

  • In welchem Ausmaß bearbeiten Sie Ihre Haut? Mehrfach täglich, über Minuten oder sogar Stunden?

  • Verspüren Sie einen unwiderstehlichen Drang, so zu handeln?

  • Gibt es Phasen, in denen Sie Ihre Haut in Ruhe lassen?

  • Haben Sie Gefühle von Schuld oder Scham?

  • Verursacht Ihr Verhalten einen Leidensdruck?

  • Beeinflusst das Skin Picking Ihren Alltag, Beruf und die Lebensqualität?

Diese und andere Fragen geben dem Arzt schon erste Hinweise, ob ein Skin Picking vorliegen könnte oder Ihre Handlungsweisen als "normal", also ohne Krankheitswert einzustufen sind.

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Andere Krankheiten ausschließen

Der Arzt muss sicherstellen, dass hinter den Symptomen keine andere körperliche oder seelische Erkrankung steckt. Bei jüngeren Patienten können Ärzte die Eltern oder andere enge Vertraute der Jugendlichen befragen. Zudem ist die Dermatillomanie  oft noch mit weiteren psychischen Erkrankungen verbunden, die es ebenfalls herauszufinden gilt. Skin Picking sollte unbedingt behandelt werden, sonst wird es mitunter chronisch.

Behandlung – die wichtigsten Bausteine gegen Skin Picking

Es gibt verschiedene Ansätze, um eine Dermatillomanie zu behandeln. Ärzte setzen Verhaltenstherapie, Medikamente und Behandlungen der Haut ein. Die Patienten können selbst viel tun, um ihr hautschädigendes Verhalten in den Griff zu bekommen.

Verhaltenstherapie – neues Handeln lernen

Die Verhaltenstherapie zielt auf eine Veränderung des Denkens und der Verhaltensweisen ab. Einerseits konzentrieren sich Psychotherapeuten auf das Symptom der Hautbearbeitung. Patienten erlernen bestimmte Techniken, um die Bedingungen zu kontrollieren, unter denen sie ihre Haut aufkratzen. Eingesetzt wird beispielsweise die Strategie der Gewohnheitsumkehr (engl. Habit Reversal Training). Die Patienten erlernen Verhaltensweisen, die mit dem Skin Picking unvereinbar sind. Sie setzen sich beispielsweise auf die Hände, ballen sie zur Faust oder falten diese. Auch Ersatzhandlungen wie Stricken oder Kugeln in der Hand zu halten können zunächst hilfreich sein und Stress abbauen.

Andererseits arbeiten Psychotherapeut und Patient am Selbstwertgefühl, Perfektionismus, den Gedanken und Bewertungen, die ein Patient im Laufe seines Lebens erworben hat. Betroffene lernen, ihre innere Anspannung abzubauen. So dient das Kratzen irgendwann nicht mehr als Ventil, um den inneren Dampf abzulassen.

Medikamente zielen auf Glücksbotenstoff Serotonin

Für die Behandlung der Dermatillomanie gibt es kein spezielles Medikament. Untersuchungen lassen vermuten, dass die Gruppe der Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) Patienten helfen kann. Sie bringen den Haushalt des Glücksbotenstoffs Serotonin wieder ins Gleichgewicht. Diese Medikamente zählen zu den Antidepressiva und werden auch bei Depressionen eingesetzt.

Behandlung der Haut

Da sich Patienten durch das Kratzen, Reiben und Pulen erhebliche Hautverletzungen zufügen, ist eine Behandlung der geschädigten Hautregionen wichtig. Hautärzte und Kosmetikerinnen bieten Rat und Unterstützung, wie man Wunden versorgt, Entzündungen abklingen lässt oder Narben kaschiert.

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Was man selbst gegen Skin Picking tun?

Es gibt einige Maßnahmen und Tipps, die bei Skin Picking helfen und die Sie selbst durchführen können.

  • Selbstbeobachtung und Lebensgefühl verbessern: Üben Sie sich in der Selbstbeobachtung. Finden Sie heraus, wann das Skin Picking schlimmer wird und wann besser. Überlegen Sie, welche Gegenmaßnahmen Sie ergreifen können. Versuchen Sie beispielsweise, Belastungen zu reduzieren und für einen positiven Ausgleich zu sorgen. Unternehmen Sie etwas, das Ihrem Selbstwertgefühl gut tut.

  • Beseitigen Sie die Auslöser des Skin Picking, indem Sie zum Beispiel die Spiegel abnehmen oder zuhängen, dunkleres Licht einschalten und für Gesellschaft sorgen; dann Sind Sie weniger allein und haben auch weniger Gelegenheit, sich mit ihrer Haut zu beschäftigen.

  • Schutzfaktoren fördern: Lernen oder studieren Sie in öffentlichen Räumen (etwa der Schul- oder Unibibliothek), verbringen Sie viel Zeit mit anderen, hängen Sie Fotos von sich an die Wand, auf denen Sie sich hübsch finden.

  • Gewohnheitsumkehr (engl. Habit Reversal Training): Üben Sie, sich beispielsweise auf die Hände zu setzen oder diese zu falten, wenn Sie den Drang zum Skin Picking verspüren. Beginnen Sie zunächst mit gedanklichen Trockenübungen. Dann trainieren Sie das neue Verhalten erst in leichten, dann in schwierigeren Alltagssituationen. Sie müssen täglich üben, damit sich die neue Verhaltensweise festigt und normal wird.

Unbehandelt kann Skin Picking gravierende Folgen haben

Skin Picking kann sich erheblich auf das soziale Leben, den privaten Alltag und den Beruf auswirken und die Lebensqualität schmälern.

Viele betroffene Frauen ziehen sich aufgrund ihres optischen Erscheinungsbilds zurück, verstecken sich in den eigenen vier Wänden und pflegen keine Beziehungen mehr, vor allem nicht zu Männern. Sie empfinden es als höchst problematisch, auch nur angesehen zu werden und vermeiden jeden Kontakt, so gut es geht. Viele trauen sich mit den Hautentzündungen und Narben nicht mehr bei Tageslicht vor die Haustür. Orte, an denen die defekte Haut auffallen könnte, meiden sie, zum Beispiel das Fitnessstudio, Schwimmbad oder die Sauna.

Alle Bereiche des Lebens leiden unter dem Zwang

Nicht immer können sie anderen Menschen aus dem Weg gehen – dann verspüren sie eine große Belastung. Sie schämen sich für ihre Erscheinung, übertünchen die Haut mit viel Schminke, haben erhebliche Schuldgefühle und werten sich selbst ab. Auch ist das ständige Bearbeiten der Haut mit einem hohen Zeitaufwand verbunden. Manche kratzen sich mehrmals täglich über Stunden, und das viele Tage hintereinander. Dann leidet oft auch die berufliche Entwicklung.

Einer Umfrage zufolge vermeiden viele Betroffene Herausforderungen im Job, bei denen sie in den Mittelpunkt rücken würden. So haben zwölf Prozent eine Beförderung abgelehnt und 20 Prozent sind schon einmal nicht an ihrem Arbeitsplatz erschienen, weil sie ihre Haut zu heftig verletzt hatten.

Daneben hat das Skin Picking auch Auswirkungen auf die Haut selbst: Das ständige Aufkratzen verursacht Gewebeschäden, Wunden, Entzündungen, Schmerzen und sichtbare Narben. Manchmal schließen sich Wunden über Wochen oder Monate nicht, weil Betroffene sie immer wieder bearbeiten. Offene Wunden sind aber ein Einfallstor für Bakterien und andere Erreger, die Infektionen verursachen können.

Eine Verhaltenstherapie hilft, den unwiderstehlichen Drang zum Bearbeiten der Haut und ihr Verhalten zu kontrollieren. Sie identifizieren potenzielle Stressfaktoren und erarbeiten alternative Lösungen zum Stressabbau. Für stressige Situationen, die nicht vermeidbar sind, erlernen Sie Strategien zur Stressbewältigung. Langfristig können Menschen das Skin Picking wieder loswerden, wenn sie ein gutes Gleichgewicht für sich selbst finden.

Weitere Tipps und Hilfe bei Skin Picking

Hautausschlag: Welche Krankheit steckt dahinter?

Autor:
Letzte Aktualisierung: 02. April 2017
Quellen: Deutsche Gesellschaft für Zwangserkrankungen (DGZ), Jahrestagung 2016, www.zwaenge.de; Zwangserkrankungen, Neurologen und Psychiater im Netz, https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/ (Abruf: 23.3.2017); Steffen Moritz und Susanne Fricke. Habit Reversal Behandlung bei Dermatillomanie (zwanghaftes Bearbeiten der Haut). Universität Hamburg, https://clinical-neuropsychology.de/impulskontrollstoerung_selbsthilfetechnik_dermatotillomanie.html; Dermatillomanie: Ventil für negative Gefühlszustände, Ärzteblatt Dezember 2014, https://www.aerzteblatt.de/archiv/165551/Dermatillomanie-Ventil-fuer-negative-Gefuehlszustaende; Mayo Clinic. Body Dismorphic Disorder, http://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/body-dysmorphic-disorder/symptoms-causes/dxc-20200938 (Abruf: 23.3.2017)

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