Was tun gegen Wasserlunge?

Lungenödem: Wasser in der Lunge

Das Lungenödem, umgangssprachlich als Wasser in der Lunge oder Wasserlunge bezeichnet, ist eine übermäßige Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge. Ärzte unterscheiden zwischen dem kardialen Lungenödem, das durch ein Herzleiden verursacht wird, und dem nicht-kardialen Lungenödem, dem andere Ursachen zugrunde liegen.

Ärzte vor Röntgenbild
Auf einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs lässt sich ein beginnendes Lungenödem bereits erkennen.
(c) Stockbyte

Bei einem Lungenödem sammelt sich Flüssigkeit in den Lungenbläschen oder Alveolen. Das sind unzählige kleine Aussackungen in der Lunge, in denen der Gasaustausch stattfindet: Sauerstoff wird aus der eingeatmeten Luft aufgenommen, Kohlendioxid in die Luft abgegeben und anschließend ausgeatmet. Sammelt sich Flüssigkeit bei einem Lungenödem in den Alveolen an, kann deren normale Funktion gestört werden.

Mechanismen, die zu einem Lungenödem führen können, sind oft einerseits ein erhöhter Druck in den Gefäßen und andererseits eine erhöhte Durchlässigkeit der Gefäße. Ein Lungenödem kann plötzlich (akut) auftreten, ist dann ein medizinischer Notfall, der sofort von einem Arzt, am besten in der Notaufnahme eines Krankenhauses, behandelt werden sollte.

Das kardiale Lungenödem

Ein erhöhter Druck entsteht häufig durch eine Herzschwäche beziehungsweise Herzinsuffizienz. In diesen Fällen wird die Flüssigkeitsansammlung in der Lunge kardiales oder kardiogenes Lungenödem genannt. Das linke Herz, das das sauerstoffreiche Blut aus den Lungen aufnimmt und in den Körper pumpt, kann oft nicht mehr richtig arbeiten. Das Blut staut sich bis in die Lungen zurück und erhöht dort den Druck. Flüssigkeit tritt aus den Kapillaren, den kleinsten Blutgefäßen, aus und kann bis in die Alveolen gelangen - ein Lungenödem entsteht.

Das nicht-kardiale Lungenödem

Lungenödeme aufgrund durchlässiger Lungengefäße sind in der Regel nicht durch Herzkrankheiten bedingt. Die daraus resultierenden Flüssigkeitsansammlungen in den Lungen werden daher häufig als nicht-kardiale (nicht-kardiogene) Lungenödeme bezeichnet. Die Durchlässigkeit der Lungengefäße bei einem nicht-kardialen Lungenödem kann zum Beispiel durch einen allergischen Schock, das Einatmen von Reizgasen oder eine Vergiftung (toxisches Lungenödem) sein.

Auch ein akutes Nierenversagen kann durch eine erhöhte Ansammlung von Wasser im Körper zu einem Lungeödem führen, ebenso Infektionen oder der Aufenthalt in großen Höhen (Höhenkrankheit).

Symptome des Lungenödems: Wasser in der Lunge erkennen

Je nachdem, welche Ursachen dem Wasser in der Lunge zugrunde liegen, unterscheiden sich die Symptome des Lungenödems.

Bei Flüssigkeitseinlagerungen in der Lunge, die aufgrund von Herzerkrankungen entstehen, sind Husten und Luftnot wesentliche Symptome des Lungenödems. Beide Anzeichen kommen jedoch ebenso bei Lungenödemen anderer Ursache, den nicht-kardialen Lungenödemen vor. Der Husten kann von schaumigem Auswurf (Sputum) begleitet sein, dem möglicherweise auch Blut beigemengt ist. Schnelle Atmung, Luftnot zum Teil unter Belastung oder im Liegen, sowie flache Atmung sind weitere mögliche Symptome des Lungenödems.

Weitere Symptome des Lungenödems können zum Beispiel blasse Haut, Angst, Unruhe, Schweißausbrüche, Schmerzen im Brustkorb sowie Herzrhythmusstörungen wie schneller und unregelmäßiger Herzschlag sein. Bei sehr schweren Lungenödemen sind unter Umständen Atemgeräusche wie Rasseln zu hören. Der Blutdruck kann, abhängig von der Ursache, zu hoch oder zu niedrig sein.

Symptome des akuten Lungenödems

Bei einem akuten Lungenödem setzen die Beschwerden plötzlich ein. Zu den möglichen, plötzlich auftretenden Symptomen des Lungenödems gehören:

  • Extreme Kurzatmigkeit oder Schwierigkeiten beim Atmen
  • Erstickungsgefühl, Angst, Unruhe
  • Husten mit schaumigem, zum Teil blutigem Auswurf
  • Schweißausbrüche, blasse Haut
  • Brustkorbschmerzen und schneller, unregelmäßiger Herzschlag

In diesen Fällen sollten die Betroffenen möglichst schnell einen Arzt aufsuchen, am besten in der Notaufnahme eines Krankenhauses. Lungenödeme können schwerwiegende Folgen haben, wenn sie nicht behandelt werden.

Lungenödem durch Herzmuskelschwäche

Symptome beim Lungenödem, die sich langsam entwickeln, sind oft durch eine Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) bedingt. Schleichend an Intensität zunehmende Symptome des Lungenödems sind beispielsweise:

  • Luftnot bei körperlicher Belastung, wobei diese erst bei leichter, später bei schwerer Belastung oder in Ruhesituationen auftreten kann
  • Gewichtszunahme durch Flüssigkeitseinlagerungen im Körper, vor allem in den Beinen
  • Schwierigkeiten beim Atmen im Liegen
  • Nächtliches Erwachen aufgrund von Atemnot, die sich durch Aufsetzen bessert
  • Appetitsverlust, Müdigkeit

Bei welchen Symptomen zum Arzt?

Prinzipiell sollten plötzlich einsetzende (akute) Symptome des Lungenödems wie Luftnot beziehungsweise Kurzatmigkeit und von außen wahrnehmbare Atemgeräusche wie Rasseln oder Keuchen den Betroffenen dazu veranlassen, möglichst sofort medizinische Hilfe zu suchen. Das gilt ebenfalls für akute Symtome des Lungenödems wie Husten mit schaumigem, teilweise blutigem Auswurf, Luftnot, begleitet von übermäßigem Schwitzen, blaue oder graue Hautfarbe oder bei einem plötzlichen Blutdruckabfall. Ist ein anhaltendes (chronisches) Lungenödem bereits bekannt, sind plötzliche Verschlechterungen der Beschwerden wichtige Gründe, so schnell wie möglich einen Arzt zu konsultieren.

Warum kommt es zu Wassereinlagerungen in der Lunge?

Einem Lungenödem, umgangssprachlich oft als Wasser in der Lunge bezeichnet, können verschiedene Auslöser zugrunde liegen. Die häufigste Ursache des Lungenödems ist allerdings eine Herzerkrankung, seltener kommen andere Ursachen in Frage.

Verschiedene Erkrankungen können dazu führen, dass das Herz nicht mehr voll funktionsfähig ist und ausreichend Blut in den Körper beziehungsweise aus der Lunge pumpt. Dies kann zu einem kardialen oder kardiogenen Lungenödem führen. Dabei steigt durch den Blutrückstau der Druck in den Blutgefäßen der Lunge an, was schließlich dazu führt, dass Flüssigkeit aus den Blutgefäßen austritt und zunächst in das Bindegewebe der Lunge gelangt. Es dringt später bis in die Alveolen vor und beeinträchtigt dort den Gasaustausch. Zu den Herzkrankheiten, die Ursache des Lungenödems sein können, zählen zum Beispiel:

  • Koronare Herzkrankheit (KHK), die mit Durchblutungsstörungen der für die Versorgung des Herzens verantwortlichen Gefäße (Herzkranzgefäße) einhergeht
  • Anhaltende (chronische) Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Herzklappenerkrankungen
  • Herzrhythmusstörungen

Nicht-kardiales Lungenödem kann viele Ursachen haben

Neben Herzerkrankungen kommen viele weitere Auslöser als Ursache des Lungenödems in Frage. Ein nicht-kardiales Lungenödem kann beispielsweise verursacht werden durch:

  • Erregerbedingte Lungenentzündungen (Infektionen)
  • Entzündungen der Lunge, die durch das "Verschlucken" (Aspiration) von Mageninhalt bedingt sind
  • Einatmen giftiger Stoffe wie Rauchgase
  • Blutvergiftung (Sepsis)
  • Nebenwirkungen von Medikamenten oder Drogen
  • Nierenerkrankungen

Manche Mediziner fassen die nicht-kardialen Lungenödeme unter dem Begriff des akuten respiratorischen Distress-Syndroms des Erwachsenen (ARDS) zusammen. Andere verstehen unter ARDS das plötzliche Auftreten eines Lungenödems zusammen mit einem massiven Einstrom von Entzündungszellen in die Lungen. Auslöser dafür können zum Beispiel schwere Verletzungen, eine Blutvergiftung oder eine Lungenentzündung (Pneumonie) sein.

Lungenödem durch dünne Bergluft

Eine weitere mögliche Ursache des Lungenödems ist der Aufenthalt oder schnelle Aufstieg in große Höhen über 2400 Metern; das Höhen-Lungenödem gehört zu den häufigsten durch dünne Bergluft verursachten Erkrankungen. Heidelberger Forscher haben sich mit Gründen beschäftigt und mögliche Ursachen des Lungenödems in großen Höhen entdeckt. Sie konnten bei 34 Bergsteigern unterschiedliche Konzentrationen bestimmter Substanzen im Blut in großen Höhen und im Flachland nachweisen. So waren die Blutwerte von Stickstoffmonoxid, das die Gefäße weit stellt, in den hohen Lagen deutlich niedriger als im Flachland. Umgekehrt ließen sich für die Substanz Endothelin-1, die Gefäße eng stellt, höhere Konzentration in den Bergen feststellen. So könnte es in hohen Lagen zu einer Engstellung der Gefäße kommen, wodurch sich der Druck erhöht und ein Lungenödem entsteht.

Diagnose des Lungenödems

Der erste Schritt des Arztes zur Diagnose des Lungenödems ist die ausführliche Befragung des Patienten, auch als Anamnese bezeichnet. Im Rahmen der Anamnese erkundigt sich der Arzt beim Patienten unter anderem nach seinen Beschwerden, wann sie aufgetreten sind oder wie lange sie schon bestehen. Weiterhin interessiert ihn, ob Vorerkrankungen bestehen oder ob Medikamente regelmäßig eingenommen werden. Nicht immer ist eine direkte Befragung des Patienten möglich. Viele Patienten kann der Arzt erst später befragen, wenn ihr Zustand stabiler ist. Auch Angehörige können zur Diagnose des Lungenödems wichtige Auskünfte geben.

Nächster Schritt zur Diagnose des Lungenödems ist eine gründliche körperliche Untersuchung. Unter anderem horcht der Arzt dabei Lunge und Herz mit dem Stethoskop ab, misst den Puls und sucht nach weiteren Flüssigkeitseinlagerungen, zum Beispiel in den Beinen, oder anderen Zeichen, die auf ein Lungenödem hinweisen.

Röntgenaufnahme zur Diagnose des Lungenödems

Die Röntgenaufnahme des Brustkorbs (Thorax) kann das Lungenödem beziehungsweise typische Zeichen, die mit einem Lungenödem einhergehen, abbilden. Neben entscheidenden Hinweisen für die Diagnose des Lungenödems kann das Röntgenbild auch bei der Ergründung der Ursachen helfen, die zum Wasser in der Lunge, wie das Lungenödem im Volksmund oft genannt wird, geführt haben. So kann der Arzt zum Beispiel ein vergrößertes Herz bei Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) erkennen.

Blutanalysen spielen ebenfalls eine Rolle bei der Diagnose des Lungenödems. Sie können dazu dienen, den Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt des Bluts festzustellen. Andere Untersuchungen geben eventuell Hinweise auf Entzündungen oder Erkrankungen, zum Beispiel der Nieren oder des Herzens.

Ursachenforschung bei der Diagnose des Lungenödems

Ein Elektrokardiogramm (EKG) kann verschiedene Krankheiten des Herzens anzeigen, wie Herzrhythmusstörungen oder einen Herzinfarkt. Bei einem EKG werden die elektrischen Impulse, die vom Herzen ausgehen, über Elektroden, die am Brustkorb und den Gliedmaßen befestigt sind, abgeleitet und auf Papier oder einen Monitor übertragen. Dabei entstehen spezifische Wellenformen. Bestimmte Veränderungen oder Muster können auf Herzerkrankungen wie Herzrhythmusstörungen oder einen Herzinfarkt hinweisen.

Eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie) ermöglicht es dem Betrachter, das Organ genauer anzuschauen und zu analysieren, um so Probleme zu erkennen. Dabei wird ein Ultraschallkopf auf die Wand des Brustkorbs (Thorax) in Herznähe aufgesetzt, über einen Monitor kann der Untersucher dann die Arbeit des Herzens genau betrachten. Dadurch lassen sich viele Herzerkrankungen wie Herzklappenfehler oder auch angeborene Herzfehler erkennen. Diese Form wird als transthorakale Echokardiografie bezeichnet. Daneben gibt es die Möglichkeit, über einen Schlauch den Ultraschallkopf in die Speiseröhre (Ösophagus) vorzuschieben. Der Patient muss dafür den Schlauch wie bei einer Magenspiegelung "schlucken", in der Regel erhält er ein Beruhigungsmittel. Die Speiseröhre liegt hinter dem Herzen, sodass so Herzstrukturen und bestimmte Abschnitte der Lungengefäße noch näher und genauer betrachtet werden können. Diese Form nennen Mediziner transösophageale Echokardiografie.

Messung des Lungendrucks durch Rechtsherzkatheter

Auch sogenannte Herzkatheteruntersuchungen können notwendig werden, um die Ursachen von Lungenödemen herauszufinden. Bei der Herzkatheteruntersuchung wird ein Schlauch (Katheter) in ein Gefäß in der Leiste oder in der Ellenbeuge, zum Teil auch im Hals, eingebracht und bis zum Herz vorgeschoben. Dabei gibt es den Rechtsherzkatheter, der es ermöglicht, den Druck in den kleinen Gefäßen (Kapillaren) zu messen. Eine andere Form ist der Linksherzkatheter, der die Gefäße, die das Herz versorgen (Herzkranzgefäße), und andere Herzstrukturen sichtbar machen kann. In der Regel erfolgt gleichzeitig eine röntgenologische Untersuchung, um so die Strukturen sichtbar zu machen. Der Linksherzkatheter erfolgt häufiger als der Rechtsherzkatheter. Er ermöglicht vor allem die Untersuchung des linken Herzens und der Herzkranzgefäße, die das Herz mit Blut versorgen. Der Rechtsherzkatheter dient oft dazu, den Druck in den Lungengefäßen zu messen.

Behandlung des Lungenödems: Symptome rasch lindern

Häufig beginnt die Therapie des Lungenödems, egal welcher Ursache, damit, die Symptome zu lindern (symptomatische Therapie). So ist es sinnvoll, den Oberkörper des Betroffenen hoch zu lagern und die Beine hängen zu lassen. Das erleichtert die Atmung.

Eine weitere wichtige Maßnahme zur Therapie des Lungenödems ist die Gabe von Sauerstoff. Der Sauerstoff kann zum Beispiel über Gesichtsmasken oder eine Nasensonde verabreicht werden. Die Nasensonde ist ein flexibler Plastikschlauch mit zwei Öffnungen, sodass der Sauerstoff über beide Nasenlöcher in den Körper gelangen kann. Manchmal ist es notwendig, eine Beatmungsmaschine zur Therapie des Lungenödems einzusetzen. Auch die Einführung einer Röhre (Tubus) in die Luftröhre kann erforderlich werden, um den Patienten zu beatmen.

Medikamentöse Behandlung

Beruhigende Medikamente wie Morphin sollen Angst und Kurzatmigkeit lindern. Allerdings sind Nutzen und Risiken dabei sorgfältig gegeneinander abzuwägen. Bei Patienten mit zu niedrigem Blutdruck oder zu flacher beziehungsweise langsamer Atmung - Mediziner sprechen hier von Atemdepression - dürfen sie nicht zur Therapie des Lungenödems eingesetzt werden.

Je nach Zustand des Patienten und der Ursache für das Lungenödem können weitere Medikamente eingesetzt werden. Dabei gibt es zunächst die sogenannten "Vorlastsenker" wie Nitroglyzerin oder Arzneimittel, die die Wasserausscheidung fördern, so genannte Diuretika. Nitroglyzerin weitet die Gefäße sowohl in der Lunge als auch anderswo im Körper, sodass der Druck in den Lungengefäßen und im Herzen sinkt. Diuretika erhöhen die Ausscheidung von Wasser über die Nieren und führen ebenfalls dazu, dass der Druck in Herz und Lunge abnimmt.

Haben eingeatmete Rauchgase zum Wasser in der Lunge geführt, bietet sich zur Therapie des Lungenödems die Gabe von Glukokortikoiden an. Das sind Medikamenten, die Entzündungen entgegenwirken.

Andere Arzneimittel, sogenannte "Nachlastsenker", weiten die Gefäße im Körper und senken so die Belastung für das Herz. Dazu gehören zum Beispiel die Wirkstoffe Enalapril oder Captopril. Weitere Medikamente oder Maßnahmen im Rahmen der Therapie des Lungenödems werden je nach Ursache verordnet. So stehen zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen spezielle Medikamente zur Verfügung. Auch Erkrankungen wie Herzinfarkt und Bluthochdruck sollten entsprechend behandelt werden.

Therapie des Höhen-Lungenödems

Treten bei Bergwanderungen in Höhen über 2.400 Meter Symptome wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Husten, Atemnot oder Flüssigkeitsansammlungen in relativ leichter Form haben, sollten sich Betroffene 600 bis 900 Meter herab begeben. Das kann die Beschwerden lindern. Sind die Symptome stärker ausgeprägt und liegt der Verdacht auf ein Höhen-Lungenödem vor, benötigen die Betroffenen oft Hilfe, um aus den hohen Lagen nach unten zu gelangen, und auch medizinische Betreuung. Höhen-Lungenödeme können lebensbedrohlich sein und sollten daher nicht unterschätzt werden!

Was Patienten selber tun können

Patienten mit einer Flüssigkeitseinlagerung (Ödem) in der Lunge aufgrund von Herzerkrankungen (kardiales Lungenödem) wird empfohlen, sich regelmäßig zu wiegen. So können sie Gewichtszunahmen, die möglicherweise durch Ödeme entstehen, erkennen und einen Arzt aufsuchen.

Oft empfiehlt der Arzt eine salzarme Ernährung. Daran sollten sich die Betroffenen halten und sich von Ernährungsexperten beraten lassen. Außerdem ist es ratsam, die verschriebenen Medikamente wie verordnet einzunehmen, aber auch sich an die Empfehlungen bezüglich Ernährung, Gewicht und körperlicher Aktivität zu halten.

Wie lässt sich Wasser in der Lunge vermeiden?

Herzkrankheiten sind die häufigsten Ursachen von Wasser in der Lunge, wie das Lungeödem umgangssprachlich genannt wird. Daher ist es wichtig, zum Vorbeugen des Lungenödems Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder erhöhte Blutfettwerte, die Erkrankungen des Herzens bedingen können, zu kontrollieren.

Risikofaktoren für Herzkrankheiten in Schach halten

Ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung und ausgewogener Ernährung kann verschiedenen Risikofaktoren für Herzerkrankungen wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Übergewicht entgegenwirken oder den Verlauf einer solchen Erkrankung positiv beeinflussen. Eine gesunde Lebensweise ist damit wichtigste Voraussetzung zum Vorbeugen des Lungenödems.

Empfohlen werden etwa 30 Minuten körperliche Aktivität wie Spaziergänge oder Radfahren. Ist man Bewegung jedoch nicht (mehr) gewöhnt, sollte langsam begonnen und die Belastung schrittweise erhöht werden. Eine gesunde Ernährung schließt viel Obst und Gemüse ein. Sie sollte möglichst fettreduziert sein und viel Fisch enthalten, der wichtige "gesunde" Fette liefert. Beim Einsatz von Salz ist Maßhalten angesagt.

Normalgewicht wichtig zur Vorbeugung des Lungenödems

Normalgewichtig zu bleiben beziehungsweise Übergewicht abzubauen, kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten und damit für ein Lungenödem deutlich senken. Dabei helfen ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung. Nicht zu rauchen oder damit aufzuhören, schont Herz, Lunge und Gefäße und ist daher ebenfalls eine sinnvolle Maßnahme nicht nur zum Vorbeugen des Lungenödems.

Bestehen bereits Krankheiten wie Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen, dient es dem Vorbeugen des Lungenödems, die empfohlene medikamentöse Therapie und angeratene Lebensstiländerungen einzuhalten.

Ernährungsregeln: So essen Sie sich gesund und fit

Dem Höhen-Lungenödem vorbeugen

Beim Bergsteigen in großen Höhen ab 2.400 Metern ist es ratsam, sich langsam an die Bedingungen in diesen Lagen zu gewöhnen. Auch wenn die Tipps nicht einheitlich sind, empfehlen doch viele Experten, sich nicht mehr als 300 bis 600 Meter am Tag in die Höhe zu begeben, sobald man Höhen von etwa 2.400 Metern erreicht hat.

Weiterhin sollten die Bergsteiger darauf achten, zum Vorbeugen des Lungenödems genug zu trinken, da die Frequenz der Atemzüge mit steigenden Lagen zunimmt und mehr Flüssigkeit abgeatmet wird. Auch körperliche Fitness kann in gewissem Maße vor einem Höhen-Lungenödem schützen. Untersuchungen zeigen, dass Menschen mit guter Kondition in hohen Lagen tendenziell weniger Probleme haben. Wer in diesen Höhen bergsteigen möchte, sollte sich vorher mit einem Experten beziehungsweise Arzt besprechen, wie er dem Höhen-Lungenödem vorbeugen und was er bei entsprechenden Symptomen tun kann.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 13. Januar 2017
Durch: Ruth Sharp
Quellen: Walmrath, D.; Mayer, K.; Seeger, W.: Lungenödem und akutes respiratorisches Distress-Syndrom (ARDS). In: Matthys, H.; Seeger, W. (Hrsg.); Klinische Pneumologie. 4. Aufl. Heidelberg: Springer 2008, S. 434-461; Ghofrani, H. A.: Lungenödem. In: Internist 45 (2004), S. 565-572; Herold, G. (Hrsg.): Innere Medizin: Eine vorlesungsorienierte Darstellung 2007. Selbstverlag 2007, S. 359-36; MayoClinic.com: Pulmonary edema. http://www.mayoclinic.com/health/pulmonary-edema/DS00412 (27.04.2010); Heller, J. C.; Zieve, D.: Pulmonary edema. http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/ency/article/000140.htm; Ärzte Zeitung online 31.07.2009: Höhenlungenödem erforscht

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