Hervortretende Venen

Krampfadern (Varizen)

Krampfadern (Varizen)
Ob sich einmal Krampfadern entwickeln, hängt auch von der genetischen Disposition ab.

Krampfadern stören vor allem ästhetisch, eine Therapie ist meist nicht notwendig. Mitunter rufen Varizen jedoch Entzündungen hervor, bereiten Schmerzen und führen zu geschwollenen Venen und Beinen.

Krampfadern sind knotig ausgebuchtete Venen, in denen der Blutabfluss behindert ist. Sie werden auch Varizen genannt, was soviel heißt wie „geschwollene Venen". Aus medizinischer Sicht sind Krampfadern in den meisten Fällen harmlos und bedürfen keiner ärztlichen Behandlung. Das gilt ebenso für die sogenannten Besenreiser, eine abgeschwächte Form der Krampfadern.

Krampfadern können unangenehme Folgen haben

Krampfadern können jedoch zu chronischen Entzündungen führen und auch an der Entwicklung von Geschwüren beteiligt sein. Komplikationen mit Krampfadern führen oft zu schmerzenden, sich schwer anfühlenden Beinen. Außerdem kann ein Juckreiz im Bereich der Krampfadern auftreten.

In den meisten Fällen entwickeln sich Krampfadern (Varizen) in den Beinen, dort vor allem an den Waden und den Innenseiten der Schenkel. Krampfadern sind mehr oder minder schwer knotig ausgebuchtet und von bläulich-violetter Färbung. Die fein verästelten sogenannten Besenreiser können auch im Gesicht auftreten.

Varizen im Bereich des Anus heißen Hämorrhoiden

Auch Hämorrhoiden zählen zu den Varizen. Dabei handelt es sich um eine mitunter schmerzhafte Venenschwäche im Bereich des Anus.

Meist bereiten Krampfadern keine Beschwerden und stellen eher ein kosmetisches Problem dar. In manchen Fällen entwickeln sich aus ihnen jedoch Geschwüre beziehungsweise treten sie in der Folge anderer Erkrankungen auf, sodass sie medizinisch behandelt werden müssen. Das gilt insbesondere dann, wenn es im Bereich von Krampfadern zu Schwellungen oder Blutungen kommt.

Bei vielen Menschen kommt es vor allem im fortgeschrittenen Alter anlagebedingt in den oberflächlichen und tieferen Venen zu Gefäßschwächen und Beschädigungen. Der behinderte Blutfluss lässt dann mit der Zeit Krampfadern (Varizen) entstehen. Auch anhaltend starke Belastungen der Beine etwa durch stehende Arbeiten, Übergewicht oder eine Schwangerschaftkönnen die Entstehung von Krampfandern begünstigen.

Zur Diagnose durch Tastbefund und geübten Blick

Oberflächliche Krampfadern (Varizen) kann der Arzt meist schon nach Betrachtung und Tastbefund feststellen. Mithilfe des sogenannten Manschettentests kann zudem untersucht werden, an welcher Stelle genau es zur ursächlichen Blutflussstörung kommt. Dabei bittet der Arzt den liegenden Betroffenen, ein Bein senkrecht anzuheben. Danach unterbindet der Arzt mittels einer Manschette den Blutfluss und bittet den Erkrankten, wieder aufzustehen. So lässt sich beobachten, wo und wie sich die Krampfader mit Blut füllt.

Zur Untersuchung tieferer Venen steht die  Dopplersonografie (Duplexsonografie) zur Verfügung. Auch Röntgenuntersuchungen können Teil einer eingehenden Diagnostik sein.

Bei geringen Beschwerden: Beine entlasten

Bereiten Krampfadern (Varizen) nur geringe Beschwerden, hilft in vielen Fällen, gelegentlich die Beine hochzulegen, nicht allzu lange zu stehen und sich ansonsten viel an der frischen Luft zu . Auch Stütz- oder Kompressionsstrümpfe können bei Bedarf die Blutzirkulation in den Beinen fördern. Alles, was der Entlastung der Beine dient, kann die Beschwerden lindern, weshalb auch die Reduzierung von Übergewicht ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von Krampfadern sein kann.

In schwereren Fällen werden Krampfadern meist chirurgisch entfernt oder verödet. Das „Strippen" (herausziehen) von Krampfadern mittels eines eingelassenen Fadens oder feinen Drahts sowie die Sklerotherapie, bei der die betroffene Vene mit einer Art Schaum verschlossen wird, gehören zu den vielversprechenden Verfahren. Die chirurgische Krampfaderentfernung oder -verödung wird meist ambulant durchgeführt. Gleichwohl dauert es im Allgemeinen bis zu drei Wochen, bevor die Betroffenen ihrem gewohnten Alltag wieder nachgehen können.

Bei Komplikationen fachgerecht behandeln lassen

Die meisten Krampfadern (Varizen) bereiten keine Beschwerden und führen auch nicht zu weiteren gesundheitlichen Schäden. Treten Komplikationen auf in Form von Schmerzen, Schwellungen oder Blutungen, sollten die Varizen fachgerecht behandelt werden, damit es nicht zu Gewebeschäden kommt.

Die Neigung zu Krampfadern (Varizen) und einer allgemeinen Venenschwäche ist in den meisten Fällen genetisch angelegt. Gleichwohl verringern die Vermeidung von starkem Übergewicht sowie sportliche Bewegung, die der Durchblutung des gesamten Körpers zugute kommt, das Risiko der Bildung von Krampfadern.

Autor: Peter Gelhard / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 09. Oktober 2008
Quellen: Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Merkblatt: Krampfadern in den Beinen http://www.iqwig.de Renz-Polster, H., Krautzig, S., Braun, J. (Hg.): Basislehrbuch Innere Medizin. Urban & Fischer bei Elsevier

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