Kopfschmerzform

Clusterkopfschmerz: Symptome

Diese Anzeichen verraten Clusterkopfschmerzen

Frau weint
Typisches Anzeichen für Clusterkopfschmerzen: Das Auge der betroffenen Kopfhälfte tränt.
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Schmerzcharakter, Begleitsymptome und das zeitliche Auftreten der Attacken kennzeichnen die Clusterkopfschmerzen (Histaminkopfschmerzen).

Clusterkopfschmerzen (Histaminkopfschmerzen) sind äußerst heftig. Manche empfinden sie wie ein glühendes Messer, das ins Auge gestoßen wird, andere als Kraft, die den Augapfel von hinten herausdrückt. Der Schmerzcharakter wird als hell, brennend, schneidend und bohrend beschrieben. Alkohol, Nitrolingual, Histamin, Entspannung, Aufenthalt in großen Höhen, körperliche Anstrengung sowie Flimmer- oder Flackerlicht können den Clusterkopfschmerz auslösen.

Schläfe und Auge sind betroffen

Immer tritt der Clusterkopfschmerz einseitig im Bereich von Auge und Schläfe auf. Nur selten strahlt er weiter aus. Die Attacken wechseln fast nie die Seite – nicht während eines Anfalls und auch nicht später. 15 bis 30 Minuten nach Beginn wird der Höhepunkt des Schmerzes erreicht. Eine Attacke dauert zwischen 15 Minuten und drei Stunden.

Begleitsymptome der Clusterkopfschmerzen

Zusätzliche Erscheinungen sind zwar typisch, können aber auch fehlen. Auf der schmerzhaften Kopfseite kommt es meistens zu Augenrötung, Tränenfluss und starkem Schwitzen. Die Nase ist verstopft und läuft. Manchmal verengt sich die Pupille des betroffenen Auges, das Lid hängt tiefer und schwillt an. Die Beschwerden treten zeitgleich mit den Schmerzen auf und klingen auch mit diesen wieder ab.

Manchmal Anzeichen wie Migräne

Selten treten auch migräneähnliche Begleitsymptome auf. Sie äußern sich in Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit. Clusterpatienten versuchen bei einem Anfall allerdings, sich durch Bewegung Linderung zu verschaffen. Sie gehen unruhig umher oder schaukeln im Sitzen mit dem Oberkörper. Migränepatienten liegen im Gegensatz dazu meistens still und vermeiden jede Bewegung.

Zu jeder Tages- und Nachtzeit können Clusterkopfschmerzen (Histaminkopfschmerzen) ohne Vorboten einsetzen. Oft beginnen sie aber nachts, vor allem ein oder zwei Stunden nach dem Einschlafen, oder in den frühen Morgenstunden. Viele Clusterpatienten kennen "ihren" persönlichen Zeitpunkt, zu dem die Attacke einsetzt.

Häufigkeit und Verlaufsformen der Clusterattacken

Die meisten Clusterpatienten leiden an der sogenannten episodischen Verlaufsform. Das heißt, die Attacken treten nur während eines Zeitraums von einigen Wochen auf. In dieser Zeit kommt es zu einer Attacke alle zwei Tage bis zu acht Attacken in 24 Stunden. Im Frühjahr und im Herbst treten diese Cluster-Perioden gehäuft auf. Man weiß nicht warum, aber möglicherweise spielt ein Taktgeber im Zwischenhirn eine Rolle.

Die Episoden wechseln sich mit Wochen, Monaten und Jahren der Beschwerdefreiheit ab. Außerhalb der Clusterphase kann man auch keinen Kopfschmerzanfall auslösen. Bei der selteneren, chronischen Verlaufsform erleben die Patienten allerdings keinen längeren Zeitraum ohne Beschwerden.

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