Magenkrebs

(Magenkarzinom)

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Viel frisches Obst und Gemüse ist die beste Vorbeugung gegen Magenkrebs.
Getty Images/Goodshoot RF

Magenkrebs, auch Magenkarzinom genannt, entwickelt sich aus den Zellen der Magenschleimhaut, die den Magen von innen auskleidet.

Häufigster Typ ist das sogenannte Adenokarzinom, das vom Drüsengewebe der Schleimhaut ausgeht. Deutlich seltener sind die vom lymphatischen Gewebe ausgehenden („Mucosa- assoziierte“) MALT-Lymphome, die zu den niedrig malignen Non-Hodgkin-Lymphomen gerechnet werden, sowie Weichteiltumoren, die sogenannten gastrointestinalen Stromatumoren (GIST).

Krankheitsstadien

  • Frühes Magenkarzinom (early gastric cancer): Als frühes Magenkarzinom (early gastric cancer) werden Adenokarzinome des Magens bezeichnet, die auf die Schleimhaut (Mukosa) und die darunter liegende Schicht, die Submukosa, beschränkt sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob Lymphknoten befallen sind oder nicht.
  • TNM-Klassifikation: Die Stadieneinteilung erfolgt mithilfe der sogenannten TNM-Klassifikation nach Größe und Ausbreitungsgrad des Tumors: T = Tumor, N = Befall von organnahen Lymphknoten (Nodi lymphatici), M = Metastasen (Tochtergeschwülste) in anderen Organen.Definition.
KlassifikationMerkmale
T1

Befall der Magenschleimhaut (Mukosa) und der darunter liegenden Submukosa

T2Befall der unter der Schleimhaut liegenden Muskelschicht
T3

Befall der Tunica serosa, der äußersten Gewebsschicht

T4Befall umliegender Strukturen
N11- 6 Lymphknoten befallen
N27-15 Lymphknoten befallen
N3>15 Lymphknoten befallen
M1Befall anderer Organe

 

Häufigkeit

Bei Frauen ist Magenkrebs die achthäufigste Krebserkrankung, bei Männern die fünfthäufigste. Pro Jahr erkranken in Deutschland knapp 12.000 Männer und 8.000 Frauen an Magenkrebs. Insgesamt macht die Krankheit hierzulande rund vier bzw. fünf Prozent aller Krebserkrankungen und rund fünf Prozent aller krebsbedingten Todesfälle aus. Seit mehr als 30 Jahren sind die Erkrankungs- und Sterbezahlen rückläufig. Dennoch ist Magenkrebs im fortgeschrittenen Stadium nach wie vor schwierig zu behandeln und fordert viele Todesopfer. Das mittlere Erkrankungsalter beträgt bei Frauen 75 Jahre, bei Männern 71 Jahre.

Autor: Kathrin Sommer
Letzte Aktualisierung: 11. März 2012
Quellen: Allum, W.H. et al.: Guidelines for the management of oesophageal and gastric cancer. In: Gut 50(Suppl V), (2002), S.v1–v23 The GASTRIC (Global Advanced/Adjuvant Stomach Tumor Research International Collaboration) Group: Benefit of Adjuvant Chemotherapy for Resectable Gastric Cancer. A Meta-analysis. In: JAMA 303(17), (2010), S.1729-1737 Fukase, K. et al.: Effect of eradication of Helicobacter pylori on incidence of metachronous gastric carcinoma after endoscopic resection of early gastric cancer: an open-label, randomised controlled trial. In: The Lancet 372(9636), (2008), S.392-397 Lagergren, J. et al.: The risk of esophageal adenocarcinoma after antireflux surgery. In: Gastroenterology 138(4), (2010), S.1297-1301 Steevens, J. et al.: Alcohol consumption, cigarette smoking and risk of subtypes of oesophageal and gastric cancer: a prospective cohort study. In: Gut 59, (2010), S.39-48 Van Cutsem, E. et al.: Trastuzumab added to standard chemotherapy (CT) as first-line treatment in human epidermal growth factor receptor 2 (HER2)-positive advanced gastric cancer (GC): efficacy and safety results from the Phase III ToGA trial. In: European Journal of Cancer Supplements 7(3), (2009), S.7; ECCO/ESMO 2009, Abstract 7BA Key, T.J. et al.: Cancer incidence in British vegetarians. In: British Journal of Cancer 101, (2009), S.192-197 Caldas, C. et al.: Familial gastric cancer: overview and guidelines for management. In: Journal of Medical Genetics 36, (1999), S.873-880 Graziano, F. et al.: The role of the E-cadherin gene (CDH1) in diffuse gastric cancer susceptibility: from the laboratory to clinical practice. In: Annals of Oncology 14, (2003), S.1705-1713 Deutsche Krebsgesellschaft e.V., http://www.krebsgesellschaft.de/pat_ka_magenkrebs_uebersicht,134799.html (Stand: 17.08.2010) Robert Koch-Institut und Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (Hrsg.): Krebs in Deutschland 2005/2006. Häufigkeiten und Trends. 7. Ausgabe Berlin, 2010

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