Keuchhusten
(Pertussis)
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- Eine Impfung im Säuglingsalter und eine spätere Auffrischung der Impfung schützt vor Keuchhusten.
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Keuchhusten: Grundlagen
Keuchhusten (Pertussis) ist eine hoch ansteckende bakterielle Infektionskrankheit der Atemwege und zählt zu den typischen Kinderkrankheiten. Betroffen sind vorwiegend Säuglinge und nicht immune Erwachsene. Im Gegensatz zu anderen Kinderkrankheiten ist Keuchhusten eine langwierige Erkrankung, die mehrere Wochen oder sogar Monate andauern kann.
In Deutschland erkranken zirka 150 bis 500 von 100.000 Erwachsenen pro Jahr an Keuchhusten. Weder eine Erkrankung noch eine Impfung gegen Keuchhusten sorgen für eine lebenslange Immunität. Deshalb wird empfohlen, Säuglinge ab dem zweiten Lebensmonat gegen Keuchhusten zu impfen und im Vorschulalter eine Auffrischungsimpfung durchzuführen. Da die Impfbereitschaft in Deutschland in den letzten Jahren nachgelassen hat, erkranken vermehrt Jugendliche ab 15 Jahren.
Woran Sie Kinderkrankheiten erkennen
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Drei-Tage-Fieber
Die Symptome: Plötzlich hohes Fieber, bis zu 40°C, obwohl es dem Kind erstaunlich gut geht. Nach drei Tagen ist das Fieber wieder weg und es folgt ein zunächst kleinflächiger Hautausschlag, der sich binnen Stunden auf Beine, Bauch und Brust bis zum Gesicht ausdehnt und meist die Arme auslässt. Der Ausschlag juckt nicht.
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Windpocken (Varizellen)
Die Symptome: Linsengroße, blassrote Flecken und wasserhaltige Bläschen am ganzen Körper, die alle drei bis vier Tage neu auftreten (Sternenkarte), starker Juckreiz und manchmal Fieber bis 40°C
Kopfschmerzen. Ein wichtiger Hinweis: Gibt es im näheren Umfeld wie in Kindergarten, Schule oder im Freundeskreis bereits einen bestätigten Fall? Dann ist die Gefahr besonders groß, denn die Windpocken verbreiten sich buchstäblich wie der Wind.
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Keuchhusten (Pertussis)
Die Symptome: Keuchhusten beginnt harmlos als leichter Husten mit etwas Fieber. Im weiteren Verlauf verstärken sich die Hustenanfälle und führen bis zu Atemnot und Erbrechen. Das namensgebende Symptom ist ein langes, keuchendes Einatmen am Ende einer Hustenattacke.
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Masern (Morbilli)
Die Symptome: Fieber, Schnupfen und Halsschmerzen, dazu trockener, bellender Husten sowie gerötete, tränende Augen, Lichtempfindlichkeit (Bindehautentzündung). Daneben eine Entzündung der Mundschleimhaut, Koplik'sche Flecken, aufgedunsenes Gesicht, Kopfschmerzen, Hautausschlag und Lymphknotenschwellung - bei Säuglingen möglicherweise Durchfall.
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Hand-Fuß-Mund-Krankheit
Die Symptome: wie der Name verrät, kommt es zu einer Bildung von sekretgefüllten Bläschen an Händen, Füßen und Mund und zusätzlich hohes Fieber.
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Scharlach (Scarlatina)
Die Symptome: Fieberschub bis 40° C und ein entzündeter Rachenraum, außerdem geschwollene Gaumenmandeln, Hals- und Kopfschmerzen, Erbrechen. Es beginnt mit weißlichem Zungenbelag, dann himbeerrote Verfärbung der Zunge und samtartiger, kleiner, pustelartiger Hautausschlag am ganzen Körper. Es schälen sich sogar die Haut an Fußsohlen und Händen mit Absinken des Fiebers ab.
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Mumps (Ziegenpeter)
Die Symptome: Fieber mit Kopfschmerzen und geschwollene Ohrspeicheldrüsen auf einer oder beiden Seiten begleitet von Ohrenschmerzen, ein trockener Mund mit starken Schmerzen beim Schlucken. Bei Jungs: geschwollene, schmerzhafte Hoden . Bei Mädchen: Schmerzen im Unterleib.
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Röteln (Rubella)
Die Symptome: Röteln ähneln einer Erkältung und zeigen sich durch nicht zusammenfließende (anders bei Masern!) kleine, blasse, flache, hellrote Flecken anfangs hinter den Ohren, die dann den ganzen Körper überziehen. Dazu kommen geschwollene, druckempfindliche Lymphdrüsen am Nacken und hinter den Ohren. Die Temperatur ist normal bis leicht erhöht, in manchen Fällen tritt ein Katarrh der Atemwege auf samt allgemeinem Unwohlsein.
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Ringelröteln
Die Symptome: Das Anfangsstadium ähnelt dem des grippalen Infekts. Die typische Hautrötung im Gesicht mit "weißer Schmetterlingsfigur" von der Nasenspitze über den Mund bis zum Kinn. Spätere Ausbreitung der Rötung auf Arme, Rumpf und Beine in Girlanden - oder der typischen Ringform. Dazu kommt Juckreiz und Erbrechen.
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Autor: Dipl. Biol. Tanja Rojewski
Letzte Aktualisierung: 15. September 2011
Quellen: Herold, G. (Hrsg.): Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2007
Robert-Koch-Institut: Merkblätter für Ärzte: Pertussis (Stand: 03.09.2010)
Epidemiologisches Bulletin Nr. 30/2009: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut. Robert Koch-Institut, Berlin (27.07.2009)