Farbsinnstörungen / Farbenblindheit
(Achromasie)
Farbsinnstörung: Grundlagen
Farbsinnstörung, auch Farbenblindheit oder Achromasie, bezeichnet eine angeborene oder erworbene Störung des Farbensehens, die von einer geschwächten Wahrnehmung einzelner Farben bis hin zur kompletten Blindheit für Farben aufgrund fehlender oder defekter Farbsinneszellen, der Zapfen reichen. Farbsinnstörungen können abhängig vom Ausmaß der gestörten Farbwahrnehmung mit gravierenden Einschränkungen im Alltag und in beruflicher Hinsicht verbunden sein. Etwa acht Prozent der männlichen und etwa 0,5 Prozent der weiblichen Bevölkerung leiden an einer angeborenen oder erworbenen Störung des normalen Farbensehens. Glücklicherweise sind Farbschwächen sehr viel häufiger als die völlige Blindheit für eine oder zwei Farben. Mehr als die Hälfte der Betroffenen (etwa fünf Prozent der männlichen und 0,4 Prozent der weiblichen Bevölkerung) leiden an einer Grünschwäche, weniger als ein Prozent an einer Rotschwäche. Eine komplette Farbenblindheit für Rot- oder Grüntöne wird wesentlich seltener beobachtet. Noch seltener ist die Störung des Blau-Gelb-Sehens und eine anomale Dreifarbenwahrnehmung. Die Zahl der hiervon betroffenen Menschen ist sehr klein.
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