FSME

Frühsommer-Meningoenzephalitis

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Der Erreger der FSME wird durch Zecken übertragen.

FSME: Grundlagen

Bei FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) handelt es sich um eine Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns, die durch einen Zeckenstich übertragen wird. Sie tritt gehäuft im Frühjahr auf. Im Jahr 2009 sind in Deutschland 313 Personen an FSME erkrankt.

Unter FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) versteht man eine Entzündung der Hirnhäute (Meningen) und des Gehirns (Encephalus), die gehäuft im Frühsommer auftritt.

Die Erreger der FSME werden durch Zecken übertragen, daher tritt die Krankheit gehäuft dort auf, wo viele infizierte Zecken vorkommen. In Deutschland betrifft das vor allem Waldgebiete in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Außerdem tritt die FSME in Süd- und Osteuropa, Skandinavien, Russland und Asien auf. Jedes Jahr wird die FSME-Landkarte aktualisiert, auf der verzeichnet ist, wie viele FSME-Fälle in den verschiedenen Gebieten Deutschlands und den übrigen FSME-Ländern aufgetreten sind.

Häufigkeit der FSME

Die Häufigkeit der FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist zunehmend, das Verbreitungsgebiet der infizierten Zecken dehnt sich aus. Das Risiko, in einem FSME-Risikogebiet nach einem Zeckenstich an FSME zu erkranken, liegt schätzungsweise zwischen zirka eins  zu 10.000 und eins zu 300, abhängig vom Grad der Durchseuchung der Zecken mit dem FSME-Virus.

Die Erkrankung an FSME ist meldepflichtig. Im Jahr 2008 wurden 289 Erkrankungen an die Gesundheitsämter gemeldet, im Jahr 2009 313 Neuerkrankungen. 65 Prozent der an FSME Erkrankten sind männlich. Der erste Altersgipfel liegt bei Kindern zwischen fünf und 14 Jahren, ein zweiter zwischen 40 und 70 Jahren.

Autor: Dipl. Biol. Tanja Rojewski
Letzte Aktualisierung: 10. Oktober 2010
Quellen: RKI-Ratgeber Infektionskrankheiten - Merkblätter für Ärzte: Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Robert Koch-Institut, Berlin (Stand: 23.08.2010) Epidemiologisches Bulletin Nr. 17/2010: FSME: Risikogebiete in Deutschland (Stand: April 2010). Robert Koch-Institut, Berlin (03.05.2010) Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie: Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). AWMF-Leitlinien-Register Nr. 030/035 (Stand: Oktober 2008)

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