Krankheiten der Atemwege
Diphtherie
Diphtherie ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit der oberen Atemwege, die durch ein bestimmtes Bakterium, das Corynebacterium diphteriae, hervorgerufen wird.
Diphtherie: Grundlagen
Das eigentlich Gefährliche der Erkrankung sind die von dem Bakterium gebildeten Giftstoffe (Toxine). Diese schädigen oder zerstören Körperzellen und wirken auf von der Entzündungsstelle entfernte Organe wie Herz, Niere oder Leber ein, wodurch es zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen kann. Die Entzündungsstelle bei der Diphtherie sind die Gaumenmandeln sowie der Hals-Nasen-Rachenraum, wo Gewebe durch die Entzündung abstirbt. Ohne Behandlung verläuft die Erkrankung in sehr vielen Fällen tödlich. Früher wurde die Diphtherie als echter Krupphusten bezeichnet.
Die Diphtherie tritt weltweit auf. In den westlichen Industrieländern ist die Zahl der Erkrankungen aufgrund verstärkter Impfungen erheblich zurückgegangen. In anderen Teilen der Welt ist die Diphtherie trotz eines auch dort beobachteten Rückgangs noch immer in großer Zahl vorhanden, zum Beispiel in Afghanistan, Indonesien, Philippinen, einigen afrikanischen Ländern. In der ehemaligen Sowjetunion wurde in der ersten Hälfte der 1990er Jahre eine starke Zunahme der Krankheitsfälle verzeichnet.
In den gemäßigten Klimazonen ist die häufigste Form der Diphtherie die Rachendiphtherie, bei Säuglingen auch die blutige Nasendiphtherie. In tropischen Ländern ist die Haut- oder Wunddiphtherie stärker verbreitet. In den westlichen Ländern sind davon zumeist bestimmte Risikogruppen betroffen, etwa Obdachlose, Alkoholiker und Drogenabhängige.
Gesundheit und Medizin
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