Nachweis durch Biopsie

Basaliom: Diagnose

Basalzellkarzinom: Feingewebliche Untersuchung bringt Gewissheit

Basaliom: Diagnose
Eine feingewebliche Untersuchung gehört zur Diagnose des Basalioms.
Getty Images/iStockphoto

Das typische Aussehen eines Basalioms liefert dem Arzt erste Hinweise. Zur Bestätigung der Diagnose des Basalioms ist die Entnahme einer feingeweblichen Probe jedoch unerlässlich. Je nach Größe kann dabei der Tumor bereits ganz entfernt oder muss in einem zweiten Schritt operativ herausgenommen werden.

Um einen Eindruck vom Hauttyp des Betroffenen zu bekommen und keine weiteren Hautveränderungen zu übersehen, bittet der Hautarzt seinen Patienten möglicherweise, sich zur Diagnose des Basalioms beziehungsweise Basalzellkarzinoms ganz auszukleiden. Wegen des typischen Aussehens der meisten Basalzellenkrebse (Basaliom) kann die Verdachtsdiagnose häufig schon bei Betrachtung mit bloßem Auge gestellt werden. Eine zusätzliche Hilfe bietet das Auflichtmikroskop, eine stark vergrößernde Lupe mit eingebauter Lampe, die an die Hautoberfläche gehalten wird. Eine Untersuchung mit hochauflösendem Ultraschall kann unter Umständen dazu beitragen, die Ausdehnung der Hautveränderung zur Tiefe hin abzuschätzen. Bewiesen werden kann das Vorliegen eines Basalioms allerdings nur, wenn die Hautveränderung oder zumindest ein Teil davon, unter dem Mikroskop feingeweblich untersucht wird. Nur so kann der Hautarzt ganz sichergehen, dass es sich um keinen anderen Hauttumor handelt, der ein anderes Verfahren erforderlich machen würde.

Feingewebliche Untersuchung

Zur Gewinnung einer Gewebeprobe (Biopsie) kann die ganze Hautveränderung mit dem Skalpell entfernt werden. Damit wäre bereits gleichzeitig die Behandlung vollzogen. Wenn eine andere Behandlung als das Herausnehmen des Basalioms geplant ist, wird lediglich eine kleine Gewebeprobe mit dem Skalpell aus dem Tumor ausgeschnitten. Dieser Eingriff kann auch in der Praxis durchgeführt werden und ist aufgrund der örtlichen Betäubung praktisch schmerzfrei.

Falls der behandelnde Arzt den Eingriff mit dem Ziel der vollständigen Entfernung des Basalioms durchgeführt hat, wird bei der feingeweblichen Untersuchung auch stichprobenartig geprüft, ob die Schnittränder des Präparats frei von Tumorgewebe sind.

Auch wenn das gesamte mit bloßem Auge sichtbare Basaliom herausgeschnitten wurde, können durchaus noch Gruppen von Tumorzellen in der Haut verblieben sein. Diese können sich weiter teilen und wieder zu einem äußerlich sichtbaren Basaliomknoten heranwachsen. Das Risiko einer unvollständigen Entfernung ist beim Basaliom besonders hoch, weil dieser Tumor typischerweise nach innen wächst.

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 07. August 2012

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