Wetter
Hitze kann Migräne auslösen
Mit einem Temperaturanstieg um 5 Grad Celsius steigt das Migränerisiko um 7.5%. Das ist das Ergebnis einer neu veröffentlichten Studie.
Mit einem Temperaturanstieg um 5 Grad Celsius steigt das Risiko, eine Migräneattacke am darauf folgenden Tag zu entwickeln, um 7.5%. Das ist das Ergebnis einer in der Fachzeitschrift "Neurology" veröffentlichten Studie. Dasselbe traf laut Studie auch auf Menschen zu, die unter Kopfschmerzen litten, die nicht einer Migräne zugeordnet werden können.
Über einen Zeitraum von sieben Jahren hinweg werteten die Forscher der Beth Israel Deaconess Medical Centers die Daten von Kopfschmerz-Geplagten aus, die die Notfallaufnahme eines großen US-Klinikums aufgesucht hatten. Insgesamt waren dort 2.250 Menschen mit Migräne und 4.803 mit Spannungs- und unspezifischen Kopfschmerzen diagnostiziert worden.
Mit Hilfe von meteorologischen und Schadstoff-Messgeräten verglichen die Forscher eine Anzahl von Umweltfaktoren an jenen Tagen, an denen die Patienten die Klinik aufsuchten, und einige Wochen nach deren Klinikbesuch.
Unter Berücksichtigung der Temperaturabfälle in der Nacht und des Anstiegs zur Mittagszeit, errechneten die Forscher die durchschnittliche Tagestemperatur. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass mit einem Temperaturanstieg von 5 Grad Celsius eine Erhöhung des darauf folgenden Migränerisikos um 7,5% einherging.
Betroffene sollten die Wetternachrichten aufmerksam verfolgen und entsprechende Medikamente einnehmen, um Migräneattacken vorzubeugen, so die Empfehlung der Autoren. Ein erhöhter Luftdrück könne ebenfalls das Risiko einer Migräne erhöhen. Luftverschmutzung, so die Forscher, sei allerdings kein Auslöser für eine Migräne.





