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Radikalfänger Acetylsalicylsäure

Acetylsalicylsäure als Jungbrunnen?

Acetylsalicylsäure wirkt nicht nur bei akuten Schmerzen wie Kopfschmerzen, Fieber oder ersten Erkältungssymptomen, auch in der Prophylaxe von Herzinfarkten findet der Wirkstoff seine Anwendung. Etwa 3.500 wissenschaftliche Veröffentlichungen pro Jahr liefern immer neue Aspekte.

Neuste Forschungsergebnisse haben Hinweise darauf gefunden, dass der Wirkstoff Acetylsalicylsäure auch als Radikalfänger in unserem Körper wirkt. Die Substanz schützt das Gewebe vor schädlichen freien Radikalen – welche die Zellen altern lassen - und wirkt damit dem natürlichen Alterungsprozess entgegen.

Die Wirkungsweise freier Radikale

Freie Radikale werden von Wissenschaftlern seit Mitte des letzten Jahrhunderts als Schlüsselfaktoren für den Alterungsprozess angesehen. Es handelt sich bei ihnen um sauerstoffhaltigen Stoffwechselprodukte, die im Körper einen so genannten oxidativen Stress verursachen: Freie Radikale greifen gesunde Zellen an und zerstören wichtige Zellstrukturen.

Der Körper besitzt zwar Mechanismen, um die freien Radikale abzufangen oder entstandene Schäden zu reparieren, allerdings werden diese Abwehrkräfte mit zunehmenden alter schwächer. Die Zahl der Schadstellen nimmt zu und die Gefahr an einer koronaren Herzerkrankung oder Arteriosklerose zu Erkrankung steigt. Auch andere Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes, Krebs, Arthritis oder Alzheimer wird in Zusammenhang mit oxitativen Stress gebracht.

Anti-Ageing für die Zellen

Der Aspirin-Wirkstoff kann nicht nur den natürlichen Alterungsprozess der Zellen verlangsamen, sondern auch die schädigenden Einflüsse von außen minimieren: „Letzteres ist auf die antioxitativen und zellschützenden Effekte der Acetylsalicylsäure zurückzuführen.," erklärt Professor Stefanie M. Bode-Böger von der Universität Magdeburg.

Der natürliche Alterungsprozess der Blutgefäßzellen wird verlangsamt, indem Acetylsalicylsäure bei der Zellteilung für möglichst wenig Zellverlust sorgt. Denn: Jedes Mal, wenn sich eine lebende Zelle teilt – also altert – werden die Endstücke der Zelle um ein Stück verkürzt. Acetylsalicylsäure verhindert genau diesen Vorgang und verlangsamt damit die natürliche Zellalterung.

Der gewebeschützende Effekt der Acetylsalicylsäure kann durch Vitamin C noch verstärkt werden, denn: Vitamin C kommt die Rolle eines überwiegend direkt wirksamen Radikalfängers zu", erläutert Prof. Schröder, Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg. „Kombiniert man Acetylsalicylsäure mit Vitamin C, können sich die Wirkungen ergänzen.


Quelle: Nach Information von Bayer Vital
Autor: Springer Medizin
Stand: Feb 6, 2008


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