Reiseimpfung
Kleiner Piks für einen sorgenfreien Urlaub
Impfungen gehören zu den effektivsten Schutzmaßnahmen vor Erkrankungen. Deswegen unbedingt pünktlich über notwendige Reiseimpfungen informieren.
Die Deutschen sind ein reiselustiges Volk. Rund fünf Millionen Deutsche hat es im letzten Jahr in die Ferne gezogen. An eine Reiseimpfung haben vermutlich jedoch nur die wenigsten gedacht. Darauf lässt zumindest eine aktuelle Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) schließen. Gerade mal ein Viertel der Deutschen würden sich demnach vor einer Fernreise gegen alle Krankheitserreger schützen lassen, die im Reiseland ein Thema sind. Die Mehrheit der Reisefreudigen würde sich nur dann impfen lassen, wenn das Erkrankungsrisiko im Reiseziel besonders hoch ist. Jeder zehnte Befragte gab an, sogar gänzlich auf den Extra-Reiseimpfschutz verzichten zu wollen.
Petra Rudnick, Ärztin der Allgemeinmedizin bei der TK erläutert: „Damit der Traumurlaub nicht zum Albtraum wird, sollten sich Fernreisende vor ihrem Urlaub umfassend über die Gesundheitsgefahren im Reisegebiet und notwendige Impfungen informieren.“ Reisemediziner und Tropeninstitute oder die Krankenkassen beraten gern über die am Reiseziel notwendigen Impfungen. Auch bei der TK können sich Fernreisende am TK-Reise-Telefon rund um die Uhr zu notwendigen Reisevorbereitungen wie Impfungen, die Reiseapotheke und Vorsichtsmaßnahmen für chronisch kranke Urlauber beraten lassen.
Viele Urlauber unterschätzen die Gefahren
Viele Urlauber wissen zu wenig über die Gefahren, die gerade in entlegenen Reisegebieten bestehen können. Krankheiten wie Hepatitis, Typhus und Tollwut etwa kommen in Afrika, Asien und Südamerika viel häufiger vor als in unseren Breiten. Gegen zahlreiche dieser Erreger gibt es wirksame Medikamente und Impfstoffe. Außerdem rät Rudnick, vor jeder Fernreise zu überprüfen, wie es um den Impfschutz vor Diphterie und Tetanus (Wundstarrkrampf) bestellt ist und die Impfungen gegebenenfalls nachzuholen bzw. aufzufrischen.
Möglichst frühzeitig mit dem Impfen anfangen
Generell sollte der Impfschutz möglichst langfristig vor der Abreise geplant und rechtzeitig von einem reisemedizinisch qualifizierten Arzt überprüft werden. Denn während bei manchen Impfungen nur ein Termin nötig ist, bedarf es bei anderen mehrere Spritzen, die nach einem festen Zeitplan gegeben werden. Außerdem kann es notwendig sein, zwischen den unterschiedlichen Impfungen mehrwöchige Pausen einzulegen, da in bestimmten Fällen Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Wirkstoffen auftreten können. Im Idealfall sollte die letzte Spritze etwa vier Wochen vor Abflug bewältigt sein, damit sich der Körper erholen kann, so Rudnick.
Doch auch kurzfristig vor Reisebeginn können verschiedene Impfungen noch sinnvoll sein. So sind Auffrischungsimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten auch kurzfristig möglich und bieten Schutz, wenn der bestehende Impfschutz veraltet bzw. nicht mehr ausreichend ist. Auch so manche Impfungen, für die erst ein Grundschutz aufgebaut werden muss, können und sollten im Notfall auch noch direkt vor der Abreise erfolgen. Dazu gehören etwa Impfungen gegen Hepatitis A, Typhus, Meningokokken und Grippe. Generell gilt: Lieber Last Minute impfen lassen, als gänzlich ungeschützt zu verreisen.
Reiseimpfungen werden von vielen Krankenkassen übernommen
Impfungen schützen effektiv vor zahlreichen Erkrankungen und ihren mitunter verheerenden Folgen. Daher übernehmen viele Krankenkassen inzwischen die anfallenden Kosten. Auf der Seite des Centrums für Reisemedizin http://www.crm.de/krankenkassen/index.html können sich Versicherte darüber informieren, welche Krankenkasse Reiseimpfungen und andere reisemedizinische Vorsorgemaßnahmen wie etwa die Malariaprophylaxe übernimmt.




