Meningokokken C
Impfstatus von Kindern überprüfen
Anlässlich des World Meningitis Day am 24. April sind Eltern dazu aufgerufen, den Meningokokken C- Impfstatus ihrer Kinder zu kontrollieren.
Der World Meningitis Day feiert am 24. April seinen zweiten Geburtstag. Erst im vergangenen Jahr wurde er von der internationalen Confederation of Meningitis Organisations (COMO) ins Leben gerufen, um auf die Gefahren einer Meningokokkeninfektion hinzuweisen. Zahlreiche Aktionen, die vom Internetportal www.impfkontrolle.de unterstützt werden, haben sich hierfür dem Motto "Macht den Check ab 6 - Prüft bei Schulkindern und Jugendlichen den Impfschutz gegen Meningokokken C!" verschrieben.
Jedes Jahr erleiden 400 – 800 Menschen in Deutschland eine Meningokokkeninfektion. Häufig sind gerade Kinder und Jugendliche betroffen. Typische Krankheitsanzeichen sind plötzliches hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Nackensteife, Benommenheit und Erbrechen. Auch punktförmige Blutungen unter der Haut können auf eine Infektion mit Meningokokken hindeuten. Der Erreger kann schwere Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen auslösen und fordert trotz ärztlicher Behandlung Jahr für Jahr zahlreiche Opfer. Etwa 10 Prozent der Betroffenen versterben, 20 Prozent leiden lebenslang unter Spätfolgen wie Taubheit oder amputierten Gliedmaßen.
Der World Meningitis Day soll die Gefahren einer Ansteckung aufzeigen und darüber informieren, wie man sich vor einer Infektion schützen kann. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Meningokokken C für alle Kinder im 2. Lebensjahr. Seit Inkrafttreten der Empfehlung im Jahr 2006 sind immer mehr Kleinkinder geschützt. Kinder, die 2006 älter als 2 Jahre waren, kann dieser Schutz jedoch unter Umständen fehlen. In diesem Fall sollten Eltern die gut verträgliche Impfung beim Kinderarzt oder Hausarzt nachholen. Bis zum vollendeten 18. Lebensjahr werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen.




