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Weltweite Masernelimination

Wie kann dieses Ziel in Deutschland erreicht werden?

Bei einem Workshop im Rahmen der diesjährigen Europäischen Impfwoche erörterten Experten Möglichkeiten zur besseren Bekämpfung der Masern in Deutschland. Angestrebt wird die weltweite Masernelimination bis 2010.

Ein Blick über die Grenze unseres südlichen Nachbarlandes Schweiz zeigt momentan eindringlich, wie wichtig die Befolgung von Impfempfehlungen ist. Seit November 2006 sind dort aufgrund von unzureichenden Impfraten bereits 2.400 Masernfälle gemeldet worden. Deutschland ist als direkter Nachbar mit betroffen, da eingeschleppte Infektionen auch hierzulande zu Krankheitsausbrüchen geführt haben.

Vor diesem Hintergrund veranstaltete das Robert Koch-Institut in Berlin Ende April den Workshop "Masernelimination in Deutschland - was ist zu tun?" Dabei tauschten sich die anwesenden Fachleute über den Status quo der Masernsituation in Deutschland aus und suchten gemeinsam nach Möglichkeiten, den Erreger bis zum Jahr 2010 vollständig auszurotten. Die weltweite Elimination der Masern ist ein erklärtes Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Bisher konnten Masern allerdings erst in 29 von 53 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ausgerottet werden.

Die Verbesserung der Impfraten, insbesondere für die zweite MMR-Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln, nimmt bei der Bekämpfung der Masern in Deutschland nach wie vor eine Schlüsselrolle ein. Hierzu ist der fortgesetzte Dialog mit Impfkritikern besonders wichtig. Erfreulicherweise stehen auch die Vertreter der anthroposophischen Medizin der Masernimpfung mittlerweile positiv gegenüber. Mit Impfkampagnen wie der nordrhein-westfälischen Aktion "Kleiner Pieks mit großer Wirkung" sollen Eltern auf bestehende Impflücken aufmerksam gemacht und fehlende Masernimpfungen ggf. nachgeholt werden.

Weitere Maßnahmen zur Bekämpfung der Masern erstrecken sich auf das Management von Krankheitsausbrüchen, mit dem vor allem eine Weiterverbreitung der Erkrankung verhindert werden soll.


Quelle: Nach Informationen des Robert Koch-Institutes (Epidemiologisches Bulletin Nr. 20 2008)
Autor: Annette Mende
Stand: Jun 22, 2009


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